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Interview mit Süd (Hämatom) über das Leben hinter der Maske, das neue Album und natürlich über Osts Toilettenzahnbürste

Eine informative Autofahrt mit einem Schlagzeuger

Artist: Hämatom

Herkunft: Speichersdorf, Deutschland

Genre: Neue Deutsche Härte, Miscellaneous

Link: https://www.haematom.de/ 

Bandmitglieder:

Gesang – Torsten „Nord“ Scharf
Gitarre – Jacek „Ost“ Zyla
Bass – Peter „West“ Haag
Schlagzeug – Frank „Süd“ Jooss 

Heute hatte ich die Chance, den Schlagzeuger Süd von der Band Hämatom während einer Autofahrt ans Telefon zu bekommen. Wir sprechen in dem knapp dreißigminütigen Telefonat über das Album Berlin – Ein Akustischer Tanz Auf Dem Vulkan, über den Stilwechsel der Band und natürlich darüber, ob Ost seine Toilette mit seiner Zahnbürste putzt oder nicht.  

Time For Metal / Kai R.:
Moin, der Kai hier von Time For Metal.

Hämatom / Süd:
Grüße dich.

Time For Metal / Kai R.:
Grüße dich auch. Wo erwische ich dich denn gerade?

Hämatom / Süd:
Im Auto. 

Time For Metal / Kai R.:
Ich hoffe mit Freisprecheinrichtung.

Hämatom / Süd:
Genau, das habe ich jetzt eingesteckt, passt es so?

Time For Metal / Kai R.:
Ja, ich höre dich super, ja wunderbar, du bist unterwegs, oder?

Hämatom / Süd:
Aber sowas? Jetzt erst mal noch eine halbe Stunde. Aber dann noch mal eine Stunde.

Time For Metal / Kai R.:
Das ruft nach der Frage, wo es hingeht? 

Hämatom / Süd: 
Ich fahre tatsächlich jetzt gerade von München nach Speichersdorf, also wo Hämatom eigentlich sitzen. Wir haben heute Abend noch mal so ein TikTok Livestream um 18:00 Uhr. Dann müssen wir noch einen Podcast aufnehmen und irgendwie machen wir gerade Vollgas Promo.

Time For Metal / Kai R.:
Das mit TikTok habe ich gar nicht mitbekommen. Aber echt super, dass es mit dem Interview noch so geklappt hat.

Hämatom / Süd:
Ja, genau, nein das freut mich auch. 

Time For Metal / Kai R.: 
Ich will dir gar nicht so viel deiner Zeit klauen und direkt mit dem Interview anfangen. Da wir ja bereits vor Kurzem miteinander das Vergnügen hatten, geht es mir in erster Linie um das neue Album und um ein paar Kleinigkeiten zum Beichtstuhl-Podcast.

Hämatom / Süd:
Ja, danke für das Interesse eines Interviews, natürlich.

Time For Metal / Kai R.:
Ja aber natürlich. Du hast ja sicher einiges um die Ohren, und es prasseln sicherlich eine Menge Anfragen für Interviews und so auf dich ein. Doch würde ich gern mal wissen, ob du dich noch an unseren gemeinsamen Podcast erinnerst, wo du zusammen mit Ost gewesen bist. 

Hämatom / Süd:
Ja, ja, ja – das war super toll. Ich fand es auch erstaunlich unchaotisch, dafür, dass wir zu viert waren. 

Time For Metal / Kai R.:
Das habe ich auch gedacht, doch die Arbeit kommt immer erst wirklich beim Schnitt.

Hämatom / Süd:
Ja, noch mal sorry, ich habe ja ein paar technische Probleme gehabt…

Time For Metal / Kai R.:
Das war halb so wild, das konnten wir im Schnitt wieder ausgleichen. Doch möchte ich heute hier ein wenig mehr über euer neues Album Berlin – Ein Akustischer Tanz Auf Dem Vulkan erfahren, welches am Karfreitag auf den Markt kommt und alles andere als typisch für Hämatom ist. 

Hämatom / Süd:
So ist es – ganz genau. 

Time For Metal / Kai R.:
Erzähl doch mal grad in deinen Worten was ist denn da anders als sonst?

Hämatom / Süd:
Ich will ein bisschen weiter ausholen. Also im Prinzip ist das Ganze Corona geschuldet – wie so vieles aktuell. Wir wollten eigentlich anfangs ein neues Studioalbum produzieren. Doch Hämatom brauchen zu einem Album volle Konzertsäle, wo die Leute wirklich eng zusammenstehen. Dazu haben wir letztes Jahr viele tolle Releases beobachtet. Wie zum Beispiel von In Extremo oder Feuerschwanz und so. Da hatte ich immer den Eindruck, dass die CD nach Veröffentlichung immer gleich verpufft ist. Natürlich war man erst angefixt durch die Videos im Vorfeld oder so, doch nach Release ist das Ganze dann immer gleich verpufft. Das hat uns ein wenig Angst gemacht, dass wir irgendwie verschwinden. In unserer Szene brauchst du einfach die Konzerte. So haben wir uns gefragt, schieben wir es auf die lange Bank und sitzen es aus oder wir kommen mit was ums Eck, was wir schon immer im Hinterkopf hatten, jedoch bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gemacht hatten – nämlich ein Akustikalbum. 

Ich glaube, das bekannteste unplugged Album war damals der Auftritt von Nirvana bei MTV.

Time For Metal / Kai R.:
Oh ja, stimmt – das war doch in den Neunzigern und war wirklich richtig gut.

Hämatom / Süd: 
Ja genau. Eigentlich sogar ziemlich gut. Wobei sie im Prinzip ja alles nur ein bisschen langsamer gespielt haben, mit Akustikgitarre und so einem Besen am Schlagzeug oder diese Rods, also solche Schaschlik-Stäbe genommen haben, damit das Schlagzeug leiser war. Das war damals eine andere Liga. Aber das ist inzwischen ein bisschen inflationär eingesetzt worden. Gut, das ist bestimmt Geschmackssache, aber genau auf diese Art und Weise gab es sehr viele Akustikalben. Deswegen haben wir gesagt, okay, wir machen aber noch zwei, drei neue Songs dazu, um einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen.  

Dann kam Ost auf die Idee, allem einen 20er-Jahre Touch zu verleihen – denn die 20er haben jetzt ihren 100. Geburtstag – passt eigentlich und auch dieser Aufschwung der goldenen 20er passt perfekt mit vorangestellter Pandemie. Die Menschen kamen ja gerade aus der Pandemie mit der Spanischen Grippe. Also gab es im Voraus einen Downer, auf dem eine Blütezeit der Kunst und Kultur folgte. Die Stellung der Frau hat sich geändert und die Wirtschaft hat geboomt. Berlin wurde zu einem riesengroßen Sündenpfuhl. Die Leute sind irgendwie durchgedreht. Es gab wirklich überall Partys und das ist doch der perfekte Aufhänger für Hämatom. Also kam der Aufhänger “20er-Jahre” für uns und eigentlich hatten wir noch keinen wirklichen Song dafür. Dann sind wir erst mal zum Kostümverleih nach München gefahren und haben uns das passende Outfit zugelegt. Es war auch nicht schwer, ein Passendes zu finden, in dem wir uns in kürzester Zeit wahnsinnig wohlgefühlt haben. Während der Anprobe der neuen Outfits im FTA haben wir mit irgendeinem Handy halt so ein paar Fotos geschossen und du hättest diese ohne Scheiß so schon als Bandfotos nehmen können. Irgendwie passte alles total cool und Nord hat sich dann gleich irgendwie anders bewegt in seinem Frack und uns war klar, dass wir das Gefühl so nun auch versuchen müssen, in die Musik einfließen zu lassen. Dann kamen wir im Studio an und haben losgelegt.   

Zum Glück haben wir schnell gemerkt, dass wir selbst gelangweilt waren davon, wenn wir jetzt einfach nur unsere eigenen Songs spielen und so wurden aus einem neuen Song nicht zwei oder drei, sondern gleich zehn neue Songs. Wir hätten wahrscheinlich zwanzig neue Songs geschrieben, hätten wir mehr Zeit gehabt. Der Spaß und der Fluss waren so da, dass wir ohne Grenzen bei der Instrumentierung ein Album geschrieben haben.  

Dadurch, dass wir uns nicht mit uns selbst verglichen haben, also unter Druck gesetzt haben mit unseren anderen Alben – denn unser eigentliches Instrumentarium ist ja doch eher eingeengt auf E-Gitarre und Doublebass – konnten wir offen auch andere Instrumente zulassen. Dadurch, dass wir vieles ausprobieren konnten, hat das unserem Album eine gewisse Freiheit verliehen. Was so wie ein Rausch war, dass wir innerhalb von 14 Tagen ein ganzes Album geschrieben und auch aufgenommen haben und das inklusive der Ensembles, Mixing und Mastering. Alle, die dabei waren, waren berauscht, inklusive unseres eher skeptischen Produzenten. Der hatte – untypisch für ihn – im Nachgang sogar noch mal angerufen und gesagt, dass er hofft, dass das alles auch bei den Fans gut ankommt und gut Klicks bekommt. Da man dadurch die Zusprache zu dem Ganzen gut bemessen kann. Zusammengefasst, war das alles in kürzester Zeit, aber mit sehr viel Spaß. 

Time For Metal / Kai R.:
Das glaube ich dir. Ihr habt ja erneut mit Vincent Sorg zusammengearbeitet.  

Hämatom / Süd:
Ja genau. Bei den letzten zwei Alben haben wir das schon gemacht.

Time For Metal / Kai R.: 
Ja, der bringt ja eine ganz breite Palette an Erfahrung mit. Wenn man mal überlegt, was er alles schon produziert hat. Da stellt sich mir die Frage: Wie viel Vincent Sorg steckt in Hämatom und wie viel Hämatom steckt in Vincent Sorg?

Hämatom / Süd:
Also tatsächlich befruchtet sich so was immer gegenseitig. Das ist natürlich gewollt. So kann der Vincent auch Erfahrungen einbringen oder für andere Projekte mitnehmen. Er bringt total viel Know-how mit. Wie zum Beispiel bei den Bläsern. Er macht ja schon seit vielen Jahren diese Tom Gaeble Big Band und nachdem ich ihm meine erste Demo vorgespielt hatte – das war zum Song Tanz Auf Dem Vulkan – da hatte er gleich eine Vision. Wo ich noch relativ dilettantisch die Bläser auf meinem Keyboard eingespielt hatte – man kann sie erkennen, keine Frage – sagte er sofort, dass wir echte Bläser brauchen, damit das passt.  

Wir sagten (nicht gleich überzeugt): ”Och, klar kann man schon machen, können wir uns das leisten und was sagt die Plattenfirma?” Aber gleich an dem Tag hat er schon die Bläser angerufen und den Arrangeur, der auch für die Toten Hosen, also das Netzwerk, das es schon für die Toten Hosen Unplugged Tour gab, organisiert. Das haut es natürlich voll raus. Wenn man mit echten Bläsern arbeitet, im Vergleich zum Keyboard und einem Arrangeur, der ein total tolles Händchen für die Rock und Pop Musik hat. Was so jemand noch weiß – was wir nicht wissen – ist, dass so Bläser auch mal Luft holen müssen. Ein Keyboard muss so etwas natürlich nicht und eine Trompete hat auch keinen so großen Tonumfang. Er weiß dann, wann man ein Saxophon und wann eine Posaune einsetzen muss. Dann hat ein Blasinstrument auch keinen unendlichen Ton. Also muss man einplanen, wann man Atempausen einsetzt und wann gespielt werden kann.

Time For Metal / Kai R.: 
Jetzt will ich dich gar nicht fragen, wie ihr die Coronakrise so übersteht – das hatten wir alles in der Podcast-Folge ja schon besprochen. Viel mehr interessiert es mich, wie die Aufnahmen für das neue Album stattgefunden haben. Seid ihr klassisch im Studio gewesen oder habt ihr das digital gemacht?

Hämatom / Süd: 
Also sowohl als auch. Wir als Band waren zusammen mit unserem Produzenten komplett im Studio. Manchmal kam auch noch ein Multiinstrumentalist mit dazu. Doch wir haben uns alle brav getestet. Damit man sich einfach ein bisschen freier fühlt. Damit man gewisse Berührungsängste ablegt und doch haben wir versucht, soweit es geht, Abstand zu halten. Wenn gesungen wurde zum Beispiel, durfte auch keiner gegenüberstehen oder die Aerosole direkt ins Gesicht bekommen.  

Ähm, aber dadurch, dass wir uns teilweise sogar mehrmals getestet haben, haben wir das bestmögliche daraus gemacht. Du machst alles so im Bereich des Möglichen, doch kannst du in einer Pandemie sicher sein? Aber dann dürftest du ja nicht mal einen Supermarkt gehen. 

Dann war der Akkordeon-Spieler in einem Studio in Wien – er ist eigentlich ein Serbe, der aber gerade in Wien war. Wir hätten ihn wirklich gerne bei uns im Studio gehabt, doch es gibt ja mittlerweile so gute Aufnahmemethoden, da ist die Präsenz nicht mehr zwingend notwendig. Auf jeden Fall größtes Lob an ihn, er hatte alles drauf und das mit einer Leichtigkeit. Also spielt jeder für sich und über das Tool bekommt man die Töne des anderen direkt ins Ohr. So spielt man wirklich zusammen, obwohl man gar nicht im selben Raum ist.

Time For Metal / Kai R.: 
Also quasi so, wie wir das beim Podcast machen.

Leise War Gestern – Der Time For Metal Podcast: Ost & Sued (Hämatom) im Interview

Hämatom / Süd:  
Ja, genau so. Aber ich weiß nicht, ich glaub, die Qualität beim Podcast war schon ein bisschen schlechter. Aber dafür gab es weniger Latenzen. Doch Latenzen waren uns Wurst, er hatte auf unsere Basics gespielt und das Programm hat dann alles so gesynct, dass es am Ende wieder passte.  

Jetzt muss ich dir aber noch von einer wunderschönen Situation berichten – der Ost und ich, wir saßen da, wie in einem Konzertsaalüber die Regieboxen lief ultralaut unser Song zusammen mit dem Akkordeon-Spieler, der der totale Freak war. Es ging ja nicht darum, ob er etwas falsch spielt oder so. Da reichte es ihm zu fragen, ob er eine andere Variation anbieten kann und das hat er dann auch gemacht und da war es genauso gut, nur mit einem anderen Stil vielleicht. So hat er dann seinen besonderen Stil mit einbringen können. Zum Schluss haben wir – also der Ost und ich, dagesessen auf unseren Stühlen und haben wirklich geklatscht. Wie bei einem echten Konzert und wir haben uns gedacht, dass wir eigentlich gern mal wieder auf ein Konzert gehen würden.

Time For Metal / Kai R.:
Wer würde das nicht – das wäre echt wieder geil! Habt ihr diesbezüglich Pläne oder wartet ihr erst mal ab, wie sich alles so entwickelt?

Hämatom / Süd:
Wir haben tatsächlich am letzten Freitag zwei Strandkorb-Konzert-Termine (29.07.2021 in Augsburg und der 31.07.2021 in Nürnberg) veröffentlicht. Im Juli, ich glaube, Ende Juli sind die. Aber jetzt liegt erst mal der Fokus auf unserer Onlineshow am Freitag. Die kommt zeitgleich mit dem Release am Freitag online und ist dann drei Tage lang zu streamen.  

Time For Metal / Kai R.:
Das werde ich mir auf jeden Fall anschauen.

Hämatom / Süd:
Natürlich werden auch Bläser dabei sein und Background Sängerinnen. Die sind auch auf dem Studioalbum. Dazu haben wir noch einen Pianisten dabei und einen zweiten Gitarristen – somit kann man schon von einer großen Besetzung sprechen.  

Time For Metal / Kai R.:
Es klingt ja schon mal alles vielversprechend. Ich hatte die Möglichkeit in Berlin – Ein Tanz Auf Dem Vulkan reinzuhören und ich finde, dass alles erfrischend anders klingt. Irgendwie Hämatom und doch nicht Hämatom. Also ich finde es total gut.

Hämatom / Süd:
Genau das habe ich meinen Jungs auch gesagt. Irgendwie finde ich alles ganz schön geil, was wir da machen oder gemacht haben. Aber sollte man das dann nicht unter einem anderen Namen rausbringen? Nein, ich finde, die Texte sind wie der rote Faden zum alten Hämatom und keine Angst, die “Metal Hämatom” werden wiederkommen. Doch erfrischend anders passt ganz gut, ja.

Time For Metal / Kai R.:
Ja, dadurch, dass das Genre gar nicht mehr so viel gespielt wird – zumindest in meiner Bubble – war das für mich eine Art Augenöffner in eine andere Welt, die ich aktuell nicht auf dem Schirm hatte. Doch wenn jemand etwas ausprobieren darf, dann ja wohl ein Projekt wie Hämatom, oder? 

Hämatom / Süd:
Finde ich richtig gut, warum sollten wir das auch nicht ausprobieren? 

Doch für die, die jetzt den Metal vermissen, die können sich sicher sein, dass alleine durch das Projekt jetzt die kommende Scheibe wieder umso mehr krachen wird. Nein, sie wird uns um die Ohren fliegen. Die einzige Alternative wäre jetzt gewesen, dass wir erst mal nichts veröffentlichen – umso besser, dass es nicht so ist und wir dabei Spaß hatten. Wir hoffen, dass wir den so ein bisschen weitertransportieren können. Es war halt so der perfekte Zeitpunkt. Ich finde, dass man die Freude spürt auf dem Album und es würde mich freuen, wenn das dem einen oder anderen über diese triste Zeit hinweghilft.

Time For Metal / Kai R.: 
Jetzt wollte ich wissen, wie es ist, wenn du die Maske auch mal ablegst. Gibt es einen Unterschied zwischen den maskierten Personen und euch im echten Leben?  

Hämatom / Süd:
Also ich hatte gestern einen vierstündigen Call beim Parabelritter in der Taverne. Also die Person hinter der Maske, die bekommt man nicht ganz abgeschaltet. Dennoch kann ich und das fällt mir selbst auf, dass ich mit der Maske andere Dinge mache als ohne. Es gibt auf jeden Fall einen Unterschied. Vielleicht nicht bei mir so stark, doch bei Nord merkt man den Unterschied zwischen Protagonisten und Nord am meisten. Wenn ich meine Maske anziehe, dann passiert immer etwas Besonderes. Es hilft mir von allem privaten abzuschalten und mich auf andere Dinge zu konzentrieren. Das ist wie eine Zeremonie. Da, wo andere Yoga machen müssen, ziehen wir einfach unsere Masken auf.

Time For Metal / Kai R.:
Dann noch ganz kurz zu eurem Podcast. Ich höre schon regelmäßig euren Podcast und ich bin immer noch sehr erstaunt, dass ihr noch immer Beichten findet, die neu sind. Ist das zu 100 % authentisch oder saugt ihr euch da schon mal was aus den Fingern?

Hämatom / Süd:
Nein, das ist echt erstaunlich, wie viel es da doch gibt. Wir hatten die Diskussion gleich am Anfang, ob wir uns auf die vergangene Woche beschränken oder ob wir aus den Vollen schöpfen sollen. Da wir aber auf das gesamte bisher vergangene Leben zurückblicken können, fällt uns doch immer wieder etwas ein. (Süd lacht) 

Ost und ich haben aber beide, glaube ich, eine Notliste, für den Fall, dass uns mal beim Autofahren etwas einfällt, damit man es nicht vergisst. Also erfunden haben wir wirklich noch nie etwas!

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Time For Metal / Kai R.:
Du musstest zum Ablass deine Toilette putzen und hast das im weltweiten Netz auch mit einem Video kundgetan. Glaubst du wirklich, dass der Ost seine Toilette mit einer Zahnbürste reinigt? 

Hämatom / Süd:
Glaubwürdig rübergebracht hat er das schon oder? Ich glaube nicht, dass er dieselbe benutzt, wie für sich – doch ich glaube, dass er eine benutzt.  

Time For Metal / Kai R.:
Wir werden es nicht erfahren – oder du musst es mal andersherum machen. Also, dass er mal eine Toilette putzen muss. Vielleicht wartest du noch auf die Festivalsaison, dann lohnt sich das wenigstens auch.  

Hämatom / Süd:
Das ist eine gute Idee. Ich muss ja gestehen, dass kurz vorher bei mir eine Putzfrau die Toilette schon mal geputzt hatte – das ist eine wichtige Person in meinem Leben. Also nicht die Frau selbst, aber die Tatsache, dass sie existiert. Putzen ist einfach nicht meine Stärke. Ihre Arbeit ist wahnsinnig gut investiertes Geld. Du hattest dir meinen Ablass angeschaut?

Time For Metal / Kai R.:
Ja in den Stories auf eurer Instagram-Seite. Vielen Dank, gibt es noch etwas, was du unbedingt erwähnt wissen willst?

Hämatom / Süd:
Genau. Es gibt zwei Videos, es gibt die neue CD namens Berlin, zehn Songs – zehn neue Songs, die Onlineshow am Karfreitag mit Gästen. Die Gäste gibt es nur bei der Onlineshow,  nicht auf der CD. Der Russkaja Sänger Georgij, der Ben von Feuerschwanz und die Jennifer Haben von Beyond The Black sind auf jeden Fall dabei. Eine große Besetzung – das ist ein geiles, mega tolles Ding.

Time For Metal / Kai R.:
Dann wäre ich auch schon durch mit meinen Fragen.

Hämatom / Süd:
Das ist super, denn ich bin nämlich auch gerade angekommen. Ich muss jetzt zur Teststation, mich durchtesten.

Time For Metal / Kai R.:
Dann halte ich dich nicht länger auf und wünsche dir einen schönen Tag. Bestelle Grüße an den Rest und vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Wir quatschen wieder, wenn sich etwas Neues ergibt. Ich drücke euch die Daumen für das kommende Release.

Hämatom / Süd:
Ja – die Grüße richte ich aus. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal und danke dir für das Interview.  

Zum neuen Album:

Hämatom – Berlin – Ein Akustischer Tanz Auf Dem Vulkan

 

Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast

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