Nazareth – 50th Anniversary Tour 2019 – Support: Tri State Corner – am 14.12.2019 im Juz Live Club in Andernach

Die Schottischen Hardrocker schauen auf ihrer Jubiläumstour auch im JUZ in Andernach vorbei und lassen es krachen

Eventname: Nazareth – 50th Anniversary Tour 2019

Bands: Nazareth, Tri State Corner

Ort: JUZ Live Club, Stadionstr. 88, 56626 Andernach

Datum: 14.12.2019

Kosten: VVK 33,00 € (zzgl.VVK-Gebühr), 39,00 € AK

Genre: Hard Rock, Alternative Rock

Veranstalter: JUZ Live Club https://juz-live-club.de/ und ACFM https://www.acfm.info/

Link: https://www.facebook.com/events/426003808136919/

Setlisten

Tri State Corner

  1. Faster
  2. Nothing at all
  3. Free Prison
  4. Daydreamer
  5. Sooner Or later
  6. Sleepless
  7. Downfall
  8. Tomorrow Land
  9. Kapia Stigmi
  10. My own world
  11. Sudden Turn
  12. Home

Nazareth

  1. Turn On Your Receiver
  2. Never Dance With The Devil
  3. Razamanaz
  4. This Flight Tnight
  5. Dream On
  6. Love Leads To Madness
  7. My White Bicycle
  8. Change
  9. Beggars Day
  10. Hair Of The Dog
  11. Tattooed On My Brain
  12. Love Hurts
  13. Morning Dew
  14. Miss Misery (Zugabe)
  15. Where Are You Now (Zugabe)
  16. Go  Down Fighting (Zugabe)

Bei der Show von Nazareth anlässlich ihrer 50th Anniversary Tour war im JUZ in Andernach für Time For Metal Judith dabei. Hier ihr Bericht:

Seit im Frühjahr 2019 die Nachricht die Runde machte, dass die schottische Hardrocklegende Nazareth im Rahmen ihrer 50th Anniversary Tour auch ins nördliche Rheinland-Pfalz kommt, habe ich diesen Termin herbeigesehnt.

Ganz offensichtlich ging es noch vielen anderen Rockfreunden ebenso, denn zur Einlasszeit hat sich doch schon eine ansehnliche Menschenschlange vor dem JUZ in Andernach gebildet.
Mir liegen zwar keine Angaben vor, ob die Veranstaltung komplett ausverkauft ist, aber viel mehr Leute hätten auf keinen Fall mehr ins JUZ gepasst.

Los geht es ziemlich pünktlich mit Tri State Corner, den Erfindern des „Bouzouki Rocks“. Ich mag deren ganz eigenen Stil, Alternative Hard Rock, der durch die begleitende Verwendung eines, in diesem Genre doch sehr untypischen Instruments, der Bouzouki, einen orientalischen Touch erhält.

Bestens gelaunt präsentiert die Band dem Publikum in der gut gefüllten Halle ihr Set, besonders Sänger Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos unterhält mit allerlei Anekdötchen zu den einzelnen Stücken und erfreut die Fans immer wieder mit Hinweisen auf das sich in Arbeit befindliche, neue Album.

Das alberne „Auf-Zugaberufe-warten-Spielchen“ am Ende sparen sie sich, spielen das geplante Programm einfach durch und beenden ihr ca. 40-minütiges Programm mit dem starken Song Home.

Mein ganz persönliches Fazit ist, dass es gar nicht so einfach ist, sich auf gleichzeitiges fotografieren und mitsingen der Songs zu konzentrieren.

Nach relativ kurzer Umbaupause und Soundcheck kündigen sphärische Dudelsackklänge, eine Huldigung an ihr Herkunftsland Schottland, den Headliner Nazareth an.

Die Tour mit dem Titel 50th Anniversary deutet ja schon an, hier betritt eine Legende die Bühne. Und die legen auch gleich mit dem Hinweis Turn On Your Receiver passend los und lassen mit Razamanaz, This Flight Tonight und Dream On direkt drei Welthits folgen.

Doch auch Songs des 2018er-Albums sind mit Never Dance With The Devil, Change und dem Titelsong Tattooed On My Brain vertreten und zeigen eindrucksvoll, dass die Band problemlos den Sprung in die Neuzeit geschafft hat.

Nicht ganz schuldlos daran dürfte Carl Sentance sein, der seit dem Ausstieg von Dan McCafferty 2015 den Posten am Mikro besetzt, und somit das „jüngste“ Bandmitglied ist, was die Zugehörigkeit betrifft. Stimmlich ein Hard Rock Shouter erster Güte, schafft er es spielend, sowohl den alten, wie auch den aktuellen Songs seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Dazu beweist er in Interaktion mit dem Publikum auch seine Entertainerqualitäten, was nicht verwundert, kann er doch auch auf rund 40 Jahre Bühnenerfahrung mit unterschiedlichen Bands zurückblicken. Mir ist er noch gut aus seiner Zeit bei den Schweizern Krokus in Erinnerung.

Verantwortlich für die harten Gitarrenriffs ist Jimmy Murrison, seit 1994 festes Bandmitglied und meistens hinter seinen langen, weiß-grauen Haaren nicht richtig zu erkennen. Doch von Zeit zu Zeit blitzt ein Grinsen durch die Mähne, welches wohl erahnen lässt, mit wie viel Spaß er bei der Sache ist.

Als einziges Gründungsmitglied ist nur noch Pete Agnew am Bass dabei. Wahnsinn, wie engagiert der 73-Jährige sein Instrument bearbeitet, mit einem Lächeln auf dem Gesicht und cool gestylt mit Sonnenbrille, Rockmusik hält ganz offensichtlich jung.

An den Drums schließlich noch Pete’s Sohn Lee Agnew, auch schon 20 Jahre mit dabei, mit meist stoischer Miene, aber präzise wie ein Schweizer Uhrwerk.

Die Live-Qualitäten des Quartetts werden von den Zuhören immer wieder mit Applaus und Mitsingen der Refrains belohnt, ganz besonders inbrünstig natürlich bei der Megaballade Love Hurts. Nach gut 90 Minuten, inkl. Zugabe, wird das dankbar applaudierende Publikum mit Go Down Fighting schließlich in den späten Abend entlassen.

Fazit: Toller Abend mit den schottischen Hard Rocker Nazareth hier im JUZ in Andernach, glänzend supportet durch Tri State Corner mit ihrem eigenen Bouzouki Rock!

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