Niviane – The Ruthless Divine

Wenn Amerika und Europa musikalisch miteinander verschmelzen

Artist: Niviane

Herkunft: Sacramento, Kalifornien, Amerika

Album: The Ruthless Divine

Spiellänge: 62:12 Minuten

Genre: Power Metal, US Metal

Release: 30.10.2020

Label: Pure Steel Records

Links: https://www.facebook.com/nivianemetal
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https://www.instagram.com/nivianemetalofficial/

Produktion: Niviane, Zachen Ohren, Coverartwork von Dusan Markovic

Bandmitglieder:

Gesang – Norman Skinner
Gitarre – Gary Tarplee
Gitarre – Mark Miner
Bassgitarre – Rick Stallkamp
Keyboard – Aaron Robitch
Schlagzeug – Noe Luna

Tracklist:

  1. League Of Shadows
  2. Crown Of Thorns
  3. Dreams Crash Down
  4. The Ruthless Divine
  5. Fires In The Sky
  6. Fallen From Elysium
  7. Forgotten Centurion
  8. Niviane
  9. Psychomanteum
  10. Sinking Ships
  11. Like Lions

The Ruthless Divine ist das zweite Studioalbum der Kalifornier Niviane. Die Band besteht seit 2014 und habt zwischenzeitlich bei Pure Steel Records angeheuert. Für mich ist The Ruthless Divine zugleich die Premiere, da ich Niviane in den vergangenen Jahren nicht auf dem Schirm hatte.

Blastbeats getriebener US Power Metal mit reichlich Melodie, der insbesondere instrumentell etwas aufzubieten hat. In Fires In The Sky sind Gitarrenklänge zu vernehmen, die mich an die alten Helloween Alben erinnern und auch gleichermaßen technisch sehr tight eingespielt sind. Das Soundgefüge insgesamt besitzt Anleihen am europäischen Power Metal alter Tage. Die Grundausrichtung der Arrangements würde ich deshalb grundsätzlich als klassisch bezeichnen wollen. Die eingesetzten Keyboards verleihen den Songs eine epische bis symphonische Note. Letztlich aber sind es die Gitarren, Drums und der knackige Bass, die für ordentlich Druck und Groove sorgen. Instrumentell klingt das alles sehr durchdacht und vor allem harmonisch sowie flüssig.

Womit ich mich ein wenig schwertue, sind die Vocals. Wenngleich Norman Skinner ein Sänger ist, der durchaus nachvollziehbare und wohlklingende Melodien aus der Kehle hervorzaubert. Auch seine Modulation ist alles andere als eintönig. Er screamt, growlt manches Mal sogar und seine Range ist in der Tat beeindruckend. Aber insbesondere dann, wenn er seine Höhen beansprucht, und das tut er nicht selten, dabei eher aggressiv moduliert, strengt mich diese Art seines Gesangs zunehmend an. Das ist dahingehend schade, da er im angerauchten Cleangesang der mittleren Range durchaus überzeugen kann. In diesen Sequenzen kommt seine Stimmfarbe wesentlich besser zur Geltung. Wenn er wie bei Psychomanteum wie Robb Flynn von Machine Head klingt, geht bei mir das Herz auf, das hätte er gerne öfter zelebrieren dürfen. In Like Lions kommen mir punktuell und spontan gar Amon Amarth in den Sinn. Die hohen Screams hingegen verzerren das Gesamtbild meiner Meinung nach zuungunsten der Scheibe. Ist aber wohl auch Geschmackssache. Letztlich stellen die Vocals dennoch eine ausgewogene Ergänzung zur Musik dar und die Songs klingen trotz meiner Andeutung zu den Vocals echt rund.

Die technische Produktion sticht bei The Ruthless Divine sehr positiv hervor. Leidenschaftlich, transparent und gleichberechtigt abgemischt, kommen alle Instrumente und auch die Vocals sehr schön zur Geltung. Da hat jemand ein gutes Händchen für den Gesamtsound bewiesen.

Hier der YouTube Link zu Fires In The Sky.

Niviane – The Ruthless Divine
Fazit
Mit elf Tracks und einer Gesamtspielzeit von über 62 Minuten dürfen wir hier von einem vollwertigen Studioalbum sprechen. Musikalisch bleiben die absoluten Highlights zwar aus, die Songs in sich gesehen weisen allerdings eine breite Palette diverser Herangehensweisen an das Songwriting aus. Wie bereits erwähnt, dürfte an den Vocals nach meinem Geschmack nachgearbeitet werden, vielleicht auf die hohen Passagen tendenziell zu verzichten oder zumindest dezenter einzubringen, könnte der Band ein schärferes Profil mit einem Mehr an Wiedererkennung einbringen. Ein kräftiges „Daumen hoch“ allerdings für die Herren an den Instrumenten, die können was! Ein Ohr für Niviane zu riskieren, wird der Kreativität der Band in jedem Falle gerecht.

Anspieltipps: Fires In The Sky, Psychomanteum und Like Lions
Peter H.
7.8
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