Northern Light und Hostage am 22.08.2020 im Livestream aus dem Krachgarten, Wesel

Es wird wieder laut im Krachgarten

Bands: Northern Light und Hostage

Ort: Livestream aus dem Krachgarten, Wesel

Datum: 22.08.2020

Kosten: gratis

Genre: Metalcore, Melodic Hardcore

Veranstalter: Northern Light (https://www.facebook.com/Northern.Light2019/) und Krachgarten Wesel (https://www.facebook.com/krachgartenwesel/ )

Link: https://www.facebook.com/events/615089836034044/

Setlisten:

  1. Self Destruction
  2. Cut Your Wires
  3. Vicious Circle
  4. Hold On
  5. Blind One
  6. Northern Light
  7. Out Of My Mind
  8. Strangling Ropes
  9. How To Live

  1. Rebellion
  2. Decisions
  3. Heaven Obsession
  4. Icarus
  5. Don’t Let Me Down (Chainsmokers Cover)
  6. Blow It Up
  7. Game Over
    Zugabe:
  8. Rebellion

Hatte ich gerade noch in unserer News zum ersten Video von Northern Light geschrieben, dass ich die Jungs noch nie live erlebt habe, soll sich gleich heute die Gelegenheit dazu bieten. Na ja, richtig live ist das natürlich nicht, aber besser ein Livestream als gar keine Show. Also um kurz vor 21:00 Uhr den Twitch-Kanal vom Krachgarten aufgerufen. Da poppt dann im Livechat leider sehr schnell die Meldung auf, dass der Start sich wegen technischer Probleme verzögert. Diese Verzögerung ist dann insgesamt 30 Minuten lang, aber während man bei richtigen Konzerten vielleicht noch einmal zur Theke schlendert, ist es hier der Gang zum Kühlschrank, um noch mal nachzulegen.

Dann geht es aber los, und wohl auch, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, macht Pascal nicht viele Worte, und Northern Light gehen mit Self Destruction gleich mal in die Vollen. Die Hitze des Tages hat sich wohl auch wieder im Krachgarten gestaut, nicht nur Pascal steht der Schweiß ziemlich schnell im Gesicht. Aber da müssen die Jungs jetzt durch, weiter geht es mit Cut Your Wires. Als Pascal dann erzählt, dass man jetzt natürlich viel lieber eine „echte“ Show spielen würde, bei der wir alle vor der Bühne stehen und die Bands anfeuern können, nicke sicherlich nicht nur ich zustimmend. Aber, so Pascal weiter, wir leben halt in einer Zeit, in der jeder auf sich und auch auf alle anderen aufpassen muss. Also müssen wir alle virtuell zu Vicious Circle in den Circle Pit eintauchen und abwarten, was die Zukunft, auch für Konzerte, bringt. Da passt ja der Titel des nächsten Songs Hold On.

Der Blick auf die Setliste war dann anscheinend ein wenig zu kurz, und die Ankündigung für den Song Northern Light zu früh. Das ist ja der Song, zu dem Northern Light heute um 10:00 Uhr morgens ihr erstes Video veröffentlicht haben. Den Song gibt es jetzt aber noch nicht, vorher kommt noch – Nomen est Omen – Blind One. In meinem Artikel zum Video zu Northern Light hatte ich es ja schon erwähnt, dass Northern Light in der komfortablen Lage sind, mit drei Sängern ausgestattet zu sein – zwei Shouter und ein Mal Clean – was sich natürlich auch bei dieser Show richtig gut macht, denn die Jungs kriegen das auch live gut hin. Im Song Out Of My Mind geht es um Drogenmissbrauch, was ja sicherlich leider immer ein Thema ist. In diesen außergewöhnlichen Zeiten, in denen viele noch mehr Zeit zu Hause verbringen, vielleicht auch allein sind, wächst natürlich auch der Druck, und Pascal bittet alle eindringlich darum, auf sich selbst und auch auf die Liebsten immer sehr gut aufzupassen.

Auch Pascal passt auf seine Bandkollegen auf, vor den letzten beiden Songs, die laut Pascal die neusten und auch die härtesten in der Bandgeschichte von Northern Light sind, müssen die beiden Gitarristen ihre Instrumente wechseln. Dann geht es auf zum Endspurt, Strangling Ropes eröffnet diesen. Den letzten Song How To Live haben Northern Light bislang erst ein Mal live gespielt, er schließt die heutige Show ab. Noch schnell ein „Dankeschön“ für die Möglichkeit, heute hier spielen zu können und natürlich auch an uns Zuschauer. Dann geht es in die Umbaupause, und man kann viele fleißige Menschen im Krachgarten herumwuseln sehen, die dafür sorgen, dass gleich noch Hostage spielen können.

Die stehen dann, bis auf Sänger Noah und Drummer Marvin, mit Mund-Naseschutz vor der Kamera, und ich bin sehr gespannt, wie lange sie das aushalten – um es vorweg zu nehmen: erstaunlich lang! Los geht’s mit meinem Lieblingssong, nämlich Rebellion, den Hostage gerade im April veröffentlicht hatten. Wie schon beim Livestream von der Releaseshow von Somebody Once Told Me Anfang August wird auch heute wieder mit dem Green Screen gearbeitet. So können also verschiedene Hintergründe bei Noah eingeblendet werden, wahlweise das neue, sehr gediegene Hostage-Logo oder einer der anderen Jungs. Sehr cooler Effekt wieder mal! Nach Decisions und Heaven Obsession vertut sich dann auch Noah in seiner Ansage mit der Setliste, da gibt es dann aber auch sehr schnell Zwischenrufe aus dem Hintergrund. So gibt es also jetzt noch nicht den Coversong, sondern zunächst einmal Icarus. Vorher weist Noah aber auch noch auf das Gewinnspiel hin, das aktuell läuft. Zu gewinnen gibt es ein customized Shirt von Hostage, da haben sich die Jungs tatsächlich was Feines ausgedacht. Icarus ist heute der Song, bei dem es den Jungs von Hostage besonders auffällt, dass eben kein Publikum vor der Bühne steht. Normalerweise würden wir uns hier nämlich an einer Stelle hinhocken und dann gemeinsam so hoch springen, wie es nur geht. Noah macht es vor, und auch ich raffe meine mittlerweile ziemlich müden Knochen noch einmal auf, um vor dem Bildschirm auch diesen Spaß noch mitzumachen.

Metalversionen von Songs, die eigentlich dem Pop zuzurechnen sind, gibt es ja mittlerweile zahlreich. Viele davon kann man in die Tonne kloppen, aber einige sind dann tatsächlich mal richtig gut gelungen. Dazu zählt sicherlich auch der Song, dem sich Hostage gewidmet haben, nämlich Don’t Let Me Down von den Chainsmokers. Der lief einige Zeit bei den Öffentlich-Rechtlichen Radiosendern, die Version von Hostage wird es in deren Playlisten bestimmt nicht schaffen, landet aber bei uns Zuschauern heute in der Gunst definitiv vorn. Vorn ist ein gutes Stichwort, denn Noah widmet sich auch dem Livechat, auf den er jetzt mal näher eingeht. Einige Namen liest er auch laut vor, dass er dann bei meinem Namen hinzufügt „ist natürlich dabei“, treibt mir doch ein Grinsen ins Gesicht. 😀 Auf die Aufforderung einiger Zuschauer, dass die Jungs doch bitte mal lächeln mögen, erwidert Noah „aber wir sind doch böse“, aber so ganz kann auch er sich dabei ein Grinsen nicht verkneifen.

Auch Hostage kommen so langsam zum Ende, aber zum vorletzten Track Blow It Up werden noch einmal alle Kräfte mobilisiert. So haben wir also bislang, bis auf die Coverversion, nur Songs gehört, die Hostage bereits veröffentlicht haben. Für den letzten Song Game Over steht das Veröffentlichungsdatum auch schon fest, es ist der 28.08. Ich durfte mir den Song schon mal anhören, und wir von Time For Metal werden natürlich auch über das Release berichten. Heute schließt aber die Show von Hostage damit ab, Noah bedankt sich bei uns Zuschauern, beim Krachgarten, bei Northern Light. Aber bevor die Lichter verlöschen erfüllen Hostage noch den Wunsch, der sehr oft im Livechat geäußert wird, nämlich den nach einer Zugabe. Und weil es hier von vielen gewünscht wird, gibt es noch einmal Rebellion auf die Ohren.

Dann ist aber endgültig Feierabend für heute, um 23:30 Uhr wird die Eurovisions-Hymne im Krachgarten-Style abgesungen und im Abspann wird wieder den neuen Krachgarten-Follower gedankt. Ich gehörte schon vor dieser Show dazu, wobei ich mich auf den Tag freue, an dem ich dem Krachgarten endlich mal einen persönlichen Besuch abstatten kann. Dann würde ich gern jedem, der uns diese tollen Livestreams frei Haus liefert, die Hand schütteln und persönlich „danke“ sagen.

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