Ein weiterer Klassiker von Pagan Altar kehrt zurück
Pagan Altar genießen im Metal-Underground seit Jahrzehnten einen nahezu ehrfürchtigen Ruf. In der klassischen Besetzung mit Terry Jones am Gesang, Alan Jones an der Gitarre, Trevor Portch am Bass und Mark Elliot am Schlagzeug entwickelte die Londoner Band einen unverwechselbaren Stil zwischen Heavy Metal und okkultem Doom. Mythical & Magical ist das dritte Album dieser Ausnahmeband und nimmt innerhalb der Diskografie eine besondere Rolle ein.
Obwohl die Platte erstmals 2006 erschien und das offiziell dritte Album der Band ist, stammen die Songs aus den Jahren 1976 bis 1983. Bereits mehrfach neu aufgelegt, folgt nun am 27.02.2026 eine weitere Wiederveröffentlichung auf CD und Vinyl über Dying Victims Productions. Möglich wurde dies nach der Auflösung von Temple Of Mystery Records, die 2019 für die letzte Neuauflage verantwortlich waren.
Musikalische Ausrichtung, Atmosphäre und der Gesang von Terry Jones
Musikalisch bewegt sich Mythical & Magical zwischen NWoBHM, klassischem Heavy Metal, frühen Doom-Anleihen und einem ausgeprägten folkigen Unterton. Doom Metal ist zwar weiterhin präsent, doch insgesamt dominiert eine erdige, oft rockige Grundhaltung. Immer wieder schimmern Einflüsse aus den Siebzigern durch, mit deutlichen Bezügen zu Folk- und Hard-Rock-Traditionen. Besonders prägend ist der Gesang des 2015 verstorbenen Terry Jones (RIP). Sein gehetzter, klagender und zugleich eigenständiger Stil verleiht den Songs eine düstere, okkulte Aura, die bis heute einzigartig wirkt und Pagan Altar klar von ihren Zeitgenossen abhebt. In manchen Momenten fühlt man sich durch die außergewöhnliche Stimme von Terry Jones an die frühen Jethro Tull erinnert – allerdings ohne Querflöte, dafür mit schwereren Gitarren und dunklerer Grundstimmung.
Die Songs im Überblick
Nach einem kurzen Intro eröffnet Samhein das Album als stimmungsvoller Rocksong, getragen vom markanten Gesang von Terry Jones. The Cry Of The Banshee überzeugt mit melodischer Gitarrenarbeit, während The Crowman durch akustische Passagen tief in den Siebzigern verwurzelt ist. Daemoni Na Hoiche (Demons Of The Night) bringt erstmals mehr metallische Schwere ins Spiel und glänzt mit mehrstimmigen Gesängen.
Sphärisch wird es mit The Sorcerer, bevor Flight Of The Witch Queen deutliche Folk-Einflüsse zeigt und sich zu einem kraftvollen Rocktrack steigert. Später setzen Dance Of The Druids und The Erl King auf Atmosphäre, Twin-Leads und erzählerische Spannung. Mit The Rising Of The Dark Lord endet das Album schließlich in einem epischen, intensiven Höhepunkt.
Hier! geht es für weitere Informationen zu Pagan Altar – Mythical And Magical (Re-Release) in unserem Time For Metal Release-Kalender.



