PPM Power Prog & Metal Fest vom 18.04.2014 – 20.04.2014 in Mons

Ein rundherum gelungenes Festival“

Festivalname: PPM Power Prog & Metal Fest

Bands: Monument, Kells, Furyon, Epysode, Pagan’s Mind, In Extremo, Pain, Murderset Pieces, Burning Circle, Grenouer, Triosphere, Serenity, The Black Tartan Clan, Borealis, Emergency Gate, Masterplan, Evergrey, Rage, Amorphis, My Dying Bride, Existance, Amon Sethis, Fireforce, Sunburst, Ravenscry, Persefone, Dragonland, Vanden Plas, MaYaN, Fates Warning, Finntroll, Therion, Saxon

Ort: Lotto Mons Expo, Mons/Belgien

Datum: 18.04. – 20.04.2014

Kosten: 99,00 € VVK, 120,00 € AK

Genre: Heavy Metal, Power Metal, Progressive Metal, Folk Metal, Progressive Death Metal, Melodic Death Metal, Doom Metal, Gothic Metal, Djent, Metalcore, Alternative Metal, Alternative Rock, Symphonic Death Metal

Besucher: ca. 3000 Besucher

Veranstalter: Power Prog and Metal Fest (http://www.powerprogandmetal.com)

Link: http://www.ppmfest.com

PPM 2014 - Festivalplakat

Nachdem schon die ersten Bandankündigungen mein Interesse geweckt hatten, verfolgte ich mit steigender Spannung, wie es weiter ging. Als dann noch Bandnamen auftauchten, die schon lange auf meiner „Muss-Ich-Live-Sehen-Liste“ standen und irgendwann auch der Name meiner Lieblingsband erschien, stand mein Entschluss fest: Ich fahre auf dieses Festival!!

Die Anreise läuft mehr oder weniger problemlos. Abgesehen von einem Stau in Maastricht sind die Autobahnen frei, und ich komme gegen 13 Uhr am Festivalgelände an. Hier tauchen dann die ersten kleineren Probleme auf, da die Akkreditierung der Pressevertreter eigentlich erst ab 16 Uhr erfolgen soll. Da ich auch noch kein Campingticket habe, kann ich in der Zwischenzeit also auch mein Zelt noch nicht aufbauen, aber die erste Band steht ja schon um 17:40 Uhr auf der Bühne. Dank meiner Französischkenntnisse und vor allem der Hilfsbereitschaft der PPM-Crew schaffe ich es dann doch, um 15 Uhr sowohl mein Pressebändchen als auch ein Campingticket in den Händen zu halten. Also Zelt aufbauen und dann die Gegend erkunden. Danach erhalte ich noch meinen Fotopass, ohne den ein Reinkommen in den Fotograben unmöglich ist.


Tag 1


Für den ersten Tag sind sieben Bands angekündigt, drei davon kenne ich noch nicht und bin dementsprechend gespannt.

Pünktlich um 17:40 Uhr eröffnen Monument das Festival. Die Jungs aus Großbritannien spielen nach Aussage des Sängers True New Wave of British Heavy Metal und sorgen gleich für gute Stimmung unter den leider noch nicht so zahlreich vorhandenen Zuschauern. Das hält die Band allerdings nicht davon ab, ihr Bestes zu geben. Man wagt sich zu Ehren von Jon Lord auch an ein Cover des Songs Black Night von Deep Purple und kann auch hiermit punkten.

PPM 2014 - Bild01 Monument

Auch die zweite Band des Tages, Kells aus Frankreich, kenne ich bislang noch nicht, werde aber außerordentlich positiv überrascht. Sängerin Virginie Goncalves singt und shoutet, was ihre Lungen hergeben und auch die Show ist durchaus sehenswert. Auch die inzwischen doch etwas zahlreicher vorhandenen Zuschauer sind begeistert.

PPM 2014 - Bild02 Kells

Furyon aus Großbritannien spielen eine Mischung aus Rock und Alternative, vielleicht am ehesten vergleichbar mit Alter Bridge. Da die Band ebenfalls qualitativ überzeugen kann, bleibt der Stimmungspegel hoch.

PPM 2014 - Bild03 Furyon

Es folgt mein erstes persönliches Highlight des Tages. Epysode, das Projekt von Samuel Arkan, steht in kompletter Besetzung (teilweise mit zwei Sängern und zwei Sängerinnen gleichzeitig) auf der Bühne. Leider gibt es hier die ersten technischen Probleme, es fallen immer wieder Mikrofone aus. Irgendwann ist es dann sogar so weit, dass Tom Englund, der gerade keinen Einsatz hat, sein funktionsfähiges Mikrofon an seinen Sangeskollegen weiter gibt. Aber man sieht natürlich allen Beteiligten an, dass sie sich voll reinhängen und das wird vom Publikum auch entsprechend gewürdigt.

PPM 2014 - Bild05 Epysode

Die Pause bis zum nächsten Auftritt ist dieses Mal etwas länger. So ergibt sich dann auch die Gelegenheit, über den kleinen Metalmarkt zu schlendern, der sich direkt an der Halle befindet. Essen und Trinken gibt es hier ebenfalls. Wer sich lieber weiter bespaßen lassen möchte, wird ebenfalls nicht enttäuscht, denn es gibt, wie auch an den Folgetagen, sowohl drinnen als auch draußen immer mal wieder kurze Auftritte von verschiedenen Künstlern. Darunter ist Michelangelo, der seine Violine richtig gut beherrscht und Metalsongs in einer ungewöhnlichen Version präsentiert. Auch die Bands Metal Impact sowie Attila & Les Huns II, III, IV sorgen für Unterhaltung und gute Laune unter den Zuschauern und Zuhörern.

PPM 2014 - Bild04 Attila PPM 2014 - Bild09 Michelangelo

Nun aber schnell zur Stage Omega, denn hier starten Pagan’s Mind ihren Auftritt. Diese Band durfte ich bereits zwei Mal live erleben und auch wenn ein neues Album nach wie vor auf sich warten lässt, wie auch Sänger Nils K. Rue bedauernd feststellt, ist der Auftritt mal wieder eine Show für sich. Zwischendurch zieht Nils K. Rue dann sein Handy heraus und filmt die Reaktionen des Publikums. Das Ergebnis ist im Internet zu bewundern. Songs wie Eyes On Fire, Walk Away In Silence oder God’s Equation lassen bei den Fans kaum einen Wunsch offen und Pagan’s Mind dürften an diesem Abend auch sicherlich neue Fans hinzugewonnen haben.

PPM 2014 - Bild06 Pagans Mind

Ich muss gestehen, dass ich mich mit der Band In Extremo bislang nicht wirklich beschäftigt habe, aber die Show, die dann auf der Stage Alpha abläuft, ist schon sehenswert. Die Security hat alle Hände voll zu tun, die unzähligen Crowdsurfer sicher auf den Boden zu holen und bei Liedern wie Gaukler und Sängerkrieg tobt das Publikum.

PPM 2014 - Bild07 In Extremo

Der Zeitplan wird weiterhin bis fast auf die Minute genau eingehalten und so steht der Headliner des ersten Tages, die Band Pain, dann auch wie angekündigt auf Stage Omega. Auch diese Band gehörte bislang nicht zu meinen Favoriten, aber mit diesem Auftritt haben sie bei mir gewonnen. Mit Dirty Woman, End Of The Line, Suicide Machine oder Great Pretender gibt es einen guten Querschnitt über verschiedene Alben. Das Lied On And On wird von Peter Tägtgren als Disconummer angekündigt, damit hat er die Lacher auf seiner Seite.

PPM 2014 - Bild08 Pain

Und so geht der erste Tag auch schon wieder zu Ende, aber morgen geht es ja schon um 11:30 Uhr los, das wird also eine etwas längere Veranstaltung.

Tag 2

Der MetalBattle Gewinner No. 1 muss schon um 11:30 Uhr auf die Bühne, die Zuschauermenge ist dementsprechend überschaubar. Davon lassen sich Murderset Pieces aus Belgien aber nicht beeindrucken. Mit einer Schweinemaske auf dem Kopf kommt der Sänger auf die Bühne, man lässt es gleich richtig krachen und spielt eine Mischung aus Heavy Metal und Groove Metal.

PPM 2014 - Bild10 Murderset Pieces

Aus Serbien kommt die zweite Band des Tages. Burning Circle spielen Lieder von ihrem Debütalbum Ruins Of Mankind. Feiner Progressive Metal, der aber um diese frühe Uhrzeit noch nicht so wirklich begeistert aufgenommen wird.

PPM 2014 - Bild11 Burning Circle

Die Band Grenouer kommt aus Russland, was den Sänger aber nicht davon abhält, ein Shirt mit der Flagge der Ukraine zu tragen und das Publikum zu Peace-Rufen aufzufordern. Gespielt wird eine Mischung aus Metal und Alternative Rock, die mich aber nicht sonderlich zu fesseln weiß.

PPM 2014 - Bild12 Grenouer

Das ändert sich dann bei Triosphere aus Norwegen, eine Band, deren Namen ich mal gehört habe, das war es dann aber auch. Aber Sängerin und Bassistin Ida Haukland weiß genau so zu begeistern wie ihre männlichen Bandkollegen. Man spielt Songs von allen vier Alben, ein neues Album ist in Arbeit.

PPM 2014 - Bild13 Triosphere

Schlag auf Schlag geht es weiter, 10 Minuten nach Triosphere stehen Serenity aus Österreich auf der gegenüberliegenden Bühne. Zum letzten Album War Of Ages wurde bekannt gegeben, dass Sängerin Clémentine Delaunay nunmehr ein festes Bandmitglied sei. Und wie auch schon auf dem Album, ergänzt sich ihre Stimme wunderbar mit der von Georg Neuhauser. Serenity können ja auch schon auf eine ziemlich umfangreiche Discographie verweisen und spielen mit Songs wie This Coldness Kills, Velatum oder Legacy Of Tudors einen feinen Querschnitt aus ihrem Repertoire.

PPM 2014 - Bild14 Serenity

Da die Band Equilibrium auf Grund des Abgangs von zwei Bandmitgliedern kurz vor dem Festival abgesagt hatte, stehen nun die Mannen von The Black Tartan Clan aus Belgien auf der Bühne. Es gibt eine Mischung aus Folk Metal, Punk Rock und Saufliedern, die das Publikum zu einer Art Pogo-Pit animiert. Hier hätte eigentlich die Band Emergency Gate aus Deutschland auftreten sollen, die rutscht aber im Zeitplan zwei Slots nach hinten.

PPM 2014 - Bild15 Black Tartan

Headbangen kann man dann wieder bei der folgenden Band – Borealis, die aus dem fernen Kanada angereist sind. Bislang liegen zwei Alben vor, aber bei einer Spielzeit von 40 Minuten spielt man nur aus dem Album Fall From Grace und kann neben den Power Metal-Songs Breaking The Curse oder Forgotten Forever mit Watch The World Collapse auch eine Ballade unterbringen. Ein sehr gelungener Auftritt.

PPM 2014 - Bild16 Borealis

Der Härtegrad steigt mit Emergency Gate aus Deutschland. Ich durfte sie bereits zwei Mal live erleben und auch hier in Mons liefern sie wieder eine sehr energiegeladene Show und bringen den Melodic Death Metal unters Volk. Zu Double Suicide, Moshpit oder Point Zero kann man ordentlich headbangen.

PPM 2014 - Bild17 Emergency Gate

Nach diesem Auftritt wird uns dann eine längere Pause gegönnt. Masterplan aus Deutschland starten ihre Show mit Spirit Never Dies. Ursprünglich eingesungen von Jorn Lande kann Rick Altzi aber durchaus mit seinem Gesang punkten. Mit Crimson Rider, Keep Your Dream Alive oder Crystal Night (zur Erinnerung an die Reichskristallnacht) gibt es einen gelungenen Querschnitt aus dem bisherigen Schaffen der Band.

PPM 2014 - Bild18 Masterplan

Mit Eypsode stand er schon einmal auf der Bühne, jetzt tritt ein außerordentlich gut gelaunter Tom Englund mit seiner eigenen Band Evergrey auf. Es gab vorher schon Gerüchte und Ankündigungen, nun kann man es sehen. An der zweiten Gitarre steht wieder Erik Danhage, hinter dem Schlagzeug nimmt wieder Jonas Ekdahl Platz. Laut Tom Englund sei diese Besetzung aber zunächst nur übergangsweise zusammengestellt. Das Programm besteht hauptsächlich aus älteren Songs wie Blinded, The Masterplan oder Recreation Day. Nur Broken Wings ist neueren Datums.

PPM 2014 - Bild20 Evergrey PPM 2014 - Bild19 Evergrey

Man hat kaum den Auftritt von Evergrey gebührend abgefeiert, da stehen schon Rage auf der anderen Bühne. Zum 30jährigen Bandbestehen gibt es laut Ansage von Peter „Peavy“ Wagner Songs aus allen Jahrzehnten, die vom Publikum begeistert abgefeiert werden.

PPM 2014 - Bild21 Rage

Etwas länger ist dann die Pause bis zum Auftritt von Amorphis. Frontmann Tomi Joutsen ist gewohnt präsent und zieht mit seiner Show alle Blicke auf sich. Mit Liedern wie Skyforger, Nightbirds Song, Sky Is Mine oder Black Winter Day wissen auch Amorphis zu begeistern.

PPM 2014 - Bild22 Amorphis

Letzte Band und Headliner des zweiten Tages sind dann My Dying Bride. Auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen, kann ich weder mit der Musik (einer Mischung aus Doom Metal und Gothic Metal) noch mit dem Auftritt der Band etwas anfangen. Diese Kunstform erschliesst sich mir nicht und so verlasse ich die Halle vorzeitig.

PPM 2014 - Bild23 My Dying Bride

Tag 3

Auch am dritten und letzten Tag muss die erste Band, Existance aus Frankreich, bereits um 11:30 Uhr auf die Bühne. Diejenigen, die zu dieser Zeit noch nicht anwesend sind, verpassen wirklich etwas, denn der MetalBattle Gewinner No. 2 spielt richtig guten Heavy Metal à la Saxon.

PPM 2014 - Bild24 Existance

Wie schon der Sänger von Murderset Pieces kommt auch der Sänger von Amon Sethis mit einer Maske auf die Bühne. Diese soll allerdings eher auf die Ausrichtung der Band hinweisen. Die französische Band spielt einen sehr feinen Progressive Metal, der gekonnt mit ägyptischen Klängen verwoben wird. Damit gelingt es Amon Sethis, einen sofort in andere Welten zu entführen.

PPM 2014 - Bild25 Amon Sethis

Ganz ohne Masken aber dafür mit einer der aufwändigsten Bühnendekorationen kommen Fireforce aus Belgien daher. Produziert wird die Band von R.D. Liapakis, der auch Alben von verschiedenen anderen Bands den richtigen Schliff verpasst und auch als Sänger von Mystic Prophecy bekannt sein dürfte. Das neue Album ist in Arbeit, während des heutigen Auftritts, bei dem reinrassiger Heavy Metal präsentiert wird, wird ein Video gedreht.

PPM 2014 - Bild26 Fireforce

Die griechische Band Sunburst, die ebenfalls gerade an einem neuen Album arbeitet, präsentiert dann wieder feinen Progressive Metal. Sänger Vasilis Georgiou hat eine tolle Stimme, es gibt auch sehr schöne Gitarrensoli.

PPM 2014 - Bild27 Sunburst

Bei Ravenscry aus Italien handelt es sich um eine weitere female-fronted Band, die relativ leicht verdaulichen Gothic Metal zelebriert. Mir ist das zugegebenermaßen ein wenig zu belanglos.

PPM 2014 - Bild28 Ravenscry

Auf die nächste Band habe ich mich sehr gefreut, denn sie hat meiner Meinung nach das Album des Jahres 2013 veröffentlicht. Persefone aus Andorra sind so ziemlich die härteste Band auf dem diesjährigen PPM und liefern mit ihrem Progressive Death Metal eine klasse Show. Sänger Marc Martins steht schon nach relativ kurzer Zeit mit freiem Oberkörper auf der Bühne und growlt sich die Seele aus dem Leib. Trotzdem hat er noch Luft, von jetzt auf gleich von der Bühne zu stürmen und sich an dem Circle Pit zu beteiligen. Dass es ihm Spaß gemacht hat, betont er danach noch einmal ausdrücklich und bedankt sich bei den Beteiligten.

PPM 2014 - Bild29 Persefone

In einer ganz anderen Stimmlage geht es mit Dragonland weiter. Aber auch hier ist der Sänger, Jonas Heidgert, für eine besondere Aktion zu haben. Nachdem man ihn eine Zeit lang nur hört aber nicht sieht, stellt sich dann plötzlich heraus, dass er wohl Lust auf Crowdsurfing bekommen hat. Er wird ohne Zwischenfälle von hinten nach vorne getragen und singt dabei weiter, als ob das alles nichts wäre. Bei Liedern wie Astronomy, Contact oder The Black Man kommt richtig gute Stimmung auf und die Zugabe Neverending Story wird dann von uns allen gemeinsam gesungen.

PPM 2014 - Bild30 Dragonland

Bei der Band Vanden Plas aus Deutschland bin ich immer etwas zwiegespalten, denn um die zu hören, muss die Stimmung auf den Punkt genau passen. Heute passt sie leider nicht und ich bin von der Show relativ schnell gelangweilt. Dies liegt natürlich nicht an der Band, denn die Mannen um Sänger Andy Kuntz sind rein spieltechnisch gesehen unbestreitbar gut.

PPM 2014 - Bild31 Vanden Plas

Da die Signing Session von Dragonland doch länger dauert als geplant (die Jungs sind richtig gut drauf und unterhalten sich ausführlich mit allen Fans, die angestanden haben), verpasse ich leider den Großteil des Auftritts von MaYaN, die richtig guten Symphonic Death Metal spielen. Was ich noch höre und auch von der Bühnenshow mitbekomme, gefällt mir allerdings außerordentlich gut und ich werde mich mit dieser Band, die ich vorher nicht kannte, noch weiter beschäftigen.

PPM 2014 - Bild32 Mayan

Auch Fates Warning sind für mich so eine Band, bei der alles passen muss. Ich mag zugegebenermaßen Sänger Ray Alder lieber bei Redemption hören, deren Musik auch etwas zugänglicher ist. Heute kommen Lieder wie Point Of View, Monument oder Firefly bei mir nicht so gut an.

PPM 2014 - Bild33 Fates Warning

Ich weiss nicht, ob Finntroll immer mit diesen lustigen Spitzohren auf die Bühne kommen, aber die energiegeladene Show lässt mich nicht ruhig stehen. Da es die Crowdsurfer nicht erwarten können, zu ihrem Einsatz zu kommen, was ihnen natürlich gegönnt sei, verlasse ich den Fotograben schon während des ersten Liedes fluchtartig und sehe mir die tolle Show aus dem Publikum an. Die Ordner haben alle Hände voll zu tun, die verbliebenen Fotografen vor unliebsamen Zusammenstößen zu bewahren.

PPM 2014 - Bild34 Finntroll

Die vorletzte Band des Festivals, Therion, kenne ich nur aus ihrer Phase, in der Mats Levén an einem der Mikrofone stand. Aus dieser Phase gibt es dann auch das Lied Son Of The Staves Of Time und der aktuelle Sänger Thomas Vikström macht seine Sache ausgesprochen gut. Die Show kann ich einfach nur als „bombastisch“ bezeichnen, hier auch ein besonderes Kompliment an die Lichttechniker, die wieder einmal wirklich alles aus der Anlage rausholen.

PPM 2014 - Bild35 Therion

Und dann steht auch schon die letzte Band auf der Bühne. Über die fast schon als Institution im Heavy Metal zu bezeichnende Band Saxon muss man wahrscheinlich nicht mehr viel sagen. Die Männer liefern eine routinierte Show ab, strotzen aber nur so vor Spielfreude und auch Sänger Peter „Biff“ Byford hat seinen Spaß. Mit Liedern wie Sacrifice, Heavy Metal Thunder oder Cyber War trifft man den Geschmack des Publikums und lässt das Herz des Heavy Metal-Fans ein letztes Mal höher schlagen.

PPM 2014 - Bild36 Saxon

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass mir dieses Festival sehr viel Spaß gemacht hat, wenn es für mich persönlich natürlich teilweise recht anstrengend war, (fast) immer pünktlich im Fotograben zu erscheinen. Es gab eine sehr ausgewogene Mischung der verschiedenen Genres, die Organisation war tadellos, der Zeitplan wurde über alle drei Tage fast bis auf die Minute eingehalten. Die gesamte Crew war jederzeit ansprechbar (wobei Kenntnisse der französischen Sprache schon sehr hilfreich sind) und auch die Fans haben mitgespielt. Es blieb alles friedlich und man sah überall nur fröhliche Gesichter. Auf dem Campingplatz (ich hatte mein Zelt direkt an der Halle aufgeschlagen) war es ebenfalls bis zur Abreise sehr angenehm und vor allem auch sauber. Nächstes Jahr bin ich auf alle Fälle wieder dabei, auch wenn das Festival dann vielleicht (?) an einem anderen Ort stattfindet.

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