Riot In The Attic – Dawn

Das Beste aus den beiden musikalischen Welten

Artist: Riot In The Attic

Herkunft: Köln, Deutschland

Album: Dawn

Spiellänge: 53:21 Minuten

Genre: Stoner Rock, Hard Rock

Release: 13.11.2020

Label: Monkey Road Records

Link: https://www.facebook.com/riotintheattic

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Dan
Bassgitarre – Tobi
Schlagzeug – Flo

Tracklist:

  1. Head High
  2. Black Swan
  3. Astrovision
  4. Pleasureland
  5. Thalassa
  6. Vortex
  7. Be Calm
  8. Between The Lines
  9. Call Of The Void
  10. We Know Nothing

Die Beschreibung „The missing link between Stoner Rock and Hard Rock“ sieht man auf den diversen Online-Kanälen von Riot In The Attic des Öfteren. So etwas ähnliches habe ich auch gedacht, als ich die Jungs zum ersten Mal im September letzten Jahres in Duisburg live erlebte. Da waren sie im Steinbruch als Support für die schwedische Band Heavy Feather angetreten und haben sich als würdiger Opener erwiesen. Nach den vielen Shows, die sie seit ihrer Gründung im Jahr 2014 schon gespielt haben, nicht verwunderlich. Zwei EPs haben die Jungs bislang rausgehauen, am 13.11. – ein Freitag – soll nun das Debütalbum Dawn das Licht der Welt erblicken. Dass die Veröffentlichung nun genau in den zweiten Corona-Lockdown fällt, ist natürlich sehr bedauerlich, war aber vorher natürlich nicht abzusehen. Aber die zehn Songs, die sich die Spielzeit von knapp 54 Minuten teilen, sind ja unvergänglich.

Ich bin normalerweise weder im Stoner Rock noch im Hard Rock unterwegs, von daher kann ich keine Vergleiche zu irgendwelchen Bands aus diesen Genres herstellen. Vielleicht kann man das sowieso nicht, denn Riot In The Attic halten das Hörvergnügen über die gesamte Zeit hin doch auf hohem Niveau. Seien es die eher Stoner-lastigen Songs wie Astrovision, Be Calm oder Call Of The Void, die gern auch mal ein wenig Psychedelic hervorblitzen lassen, oder Uptempo-Tracks wie Pleasureland, Vortex oder Between The Lines. Da gibt es tonnenschwere Bass-Riffs und eine technische versierte Arbeit an der Gitarre mit coolen Soli, während der Gesang von Dan, der immer mal wieder von Tobi unterstützt wird, sich in der Musik behaglich einrichtet und von ihr getragen wird. Wobei Dan eher in den Uptempo-Tracks seine volle Stärke im Gesang ausspielen kann.

Apropos Gesang, den gibt es bei Thalassa nicht. Der drittlängste Song des Albums kommt vollkommen instrumental daher, ist für mich aber trotzdem einer der stärksten des gesamten Albums. Eingeleitet mit leicht orientalischem Touch, und das Gitarrenspiel auch über den gesamten Song immer mal wieder mit Effekten versehen, dazu die tonnenschweren Bass-Riffs, und irgendwo bei mir im Hinterkopf tauchen die Doors mit Riders On The Storm am Horizont auf. Sehr abwechslungsreich und wahnsinnig intensiv geht natürlich auch instrumental.

Auch beim letzten Song We Know Nothing ziehen meine Gehirnzellen diverse Schubladen auf, erinnert mich das Riff doch so ein ganz klein wenig an Hells Bells von AC/DC, hier allerdings in der Stoner Rock-Version. Der längste Song des Albums kommt mit relativ wenig Gesang, dafür aber mit umso längeren und sehr geilen Instrumentalpassagen um die Ecke, und nimmt neben Pleasureland und dem bereits genannten Thalassa seinen Platz in meinen Favoriten ein.

Der zweite Song auf dem Album war auch die zweite Single, hier gibt’s das Video zu Black Swan:

Riot In The Attic – Dawn
Fazit
Wie schon gesagt, bin ich in den Genres, in denen sich Riot In The Attic musikalisch aufhalten, eher nicht zu Hause. Aber es ist ja auch mal ganz schön, wenn man nicht bei jedem zweiten Riff denkt, "boah, klingt wie xyz oder abc". So habe ich mich aber über die gesamte Spielzeit gut unterhalten gefühlt, denn die Jungs haben das Album wirklich sehr abwechslungsreich gehalten. Es passt dann auch tatsächlich das "the missing link…", denn das klingt nicht nach unentschlossenem Hin- und Herpendeln zwischen den Genres oder einem Zwischen-den-Stühlen-Sitzen, sondern nach einem selbst gewählten und für gut befundenen Platz in der Weite des Genrekosmos.

Anspieltipps: Pleasureland, Thalassa und We Know Nothing
Heike L.
8
Leser Bewertung0 Bewertungen
0
8
Punkte
Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast

Where To Listen: