ROCKHARZ Festival 2012 vom 12.07.2012 bis 14.07.2012

Location: Flugplatz-Ballenstedt

Homepage: http://www.rockharz-festival.com/

Datum: 12.07.2012 – 14.07.2012

Kosten: VVK: 75,- Euro Euro

Besucher: 10.000 (Ausverkauft)

Mittwoch:

Mittwoch. Der Offizielle Startschuss des 19. ROCKHARZ Festivals wird in entspannter Atmosphäre dort eröffnet, wo im Vorprogramm im eigentlichen Partyzelt das Finale des Deutschen Wacken Metal Battles ausgetragen wurde. Bei diesem haben sich Fateful Finality ganz knapp gegen Kyonic durchsetzten können. Den lockeren Anreisetag untermalen Punish My Heaven, Earthship, The Spook und Bulletmonks musikalisch, sodass die Euphorie und Vorfreude auf die nächsten Tage gekonnt gesteigert werden kann.

Donnerstag:

Am Donnerstagmittag ist die letzte große Anreisewelle überstanden und alle sind heiß auf die erste musikalische Unterhaltung, die wegen schlechten Wetters sowie einer Unwetterwarnung um zehn Minuten nach hinten verlegt wird. Da passt es doch wie die Faust aufs Auge, dass eine niedersächsische Band das Rockharz 2012 eröffnet. Sturmfest und erdverwachsen präsentiert sich die Band Drone aus Celle gewohnt stark und macht noch einmal deutlich, warum die Metalszene diese junge Truppe um bedingt auf dem Zettel haben sollte. Mit guter Leistung wird die – durch das wechselhafte Wetter bedingte – viel zu kurze Spielzeit durch gut arrangierte und publikumsnahe Leistung wettgemacht!

Ebenfalls jung und talentiert sind die jungen Männer der Hardcore-Gruppe 5th High & Rising, die mit heftigen Breaks und elektronischen Elementen versuchen, das Ballenstedter Publikum auf ihre Seite zu ziehen, was jedoch bei dem „bescheidenen“ Wetter etwas schwieriger wird. Mit etwas verhaltenem Feedback der Hardcore-Fans lassen sich die zu ersten Mal auf einer derartig großen Bühne stehenden 5th High & Rising nicht aus der Ruhe bringen. Keine glanzvolle Show, dafür aber eine recht ordentliche, die noch etwas Luft nach oben lässt.

Die Amerikaner Red Fang hingegen schlagen in eine ganz andere Kerbe: Schroffer Stoner Rock steigt wie ein dunkler Schleier aus den dröhnenden Boxen. Auf die Band aus Portland wird noch immer verhalten reagiert. Dicht gedrängt in den ersten Reihen wird den Klängen gelauscht und dazu mit den Köpfen genickt, doch die gewünschte Explosion der Meute will sich noch nicht einstellen. Eigentlich nicht verwunderlich, da das Festival gerade erst begonnen hat und die nächsten drei Tage noch viele Bands folgen werden, die auf ihre Weise alte Fans begeistern und neue hinzugewinnen möchten.

Auf Stoner Rock folgt Melodic Death Metal in Form von Night In Gales, deren Frontmann (Björn Goosses) man auch von The Very End kennt. Mit kräftiger Stimme stimmt dieser die rasanten Stücke an, die sich zu einem ansprechenden Gesamtgebilde zusammenfügen. Die Jungs zeigen auf, welche Leidenschaft sie die letzten zehn Jahre in die Band, die sich durchaus sehen lassen, gesteckt haben. Insgesamt ein guter Auftritt, der Lust auf mehr macht. Diese Lust kann man z.B. am 20.07-21.07 auf dem Metal4Splash in Rotenburg/Wümme stillen.

Municipal Waste aus den Staaten, die u.a. mit ihrem neuen Werk The Fatal Feast auf der ROCKHARZ-Bühne stehen, lassen einen Mix aus neuen und älteren Werken über den Acker erschallen. Schön mit anzusehen ist dabei, dass Municipal Waste Thrasher aller Generationen, die gemeinsam die Köpfe schütteln, die Fäuste recken und sichtlich Spaß am Thrash Metal haben, an die Bühne binden können. Was will man mehr als eine derart geballte Power, die für Außenstehende zwar etwas eintönig wirkt, bei Fans aber einen heftigen Adrenalinschub verursacht?

Mit Tanzwut kehrt das gute Wetter zurück. Mit viel Power stimmen sie ihr ROCKHARZ-Debüt an und wissen die in einer großen Schar versammelten Fans zu begeistern. In ihren typischen Trachten werden Dudelsäcke und Flöten, die stets mit einem Schuss elektrischer Einflüsse gespickt sind und dadurch die beste Mischung zum Abtanzen anbietet, gequält. Wie Phönix aus der Asche, Wie Das Meer und Der Wächter werden sehnsüchtig aufgenommen und sorgen für eine grandiose Stimmung, an der der charismatische Frontmann ganz klar einen großen Anteil hat. Mit lockern und flapsigen Kommentaren schafft er es nach wenigen Sekunden in die Herzen der Anwesenden und bleibt bis zum Ende fest dort drin verankert. Eine Wiederholung ist wünschenswert! Vielleicht schon 2013?

Als Emil Bulls vor meist jungem Publikum die ersten Saiten zupfen, merken eingefleischte Fans gleich, dass da was nicht stimmt, womit sie auch leider recht haben. Jamie ist gesundheitlich angeschlagen und wird durch einen Ersatz, der nur zwei Tage Zeit hatte, die Songs der blutjungen Combo zu lernen, vertreten. Aus dieser kurzfristigen Umstellung macht die Alternative Rock- bzw. Metal-Band aus München das Beste. Es fällt fast nicht auf, dass Emil Bulls nicht in Originalbesetzung auftreten können. Ein fürs Genre gesehen guter Auftritt, dem offene Alternative-Liebhaber zurecht ein offenes Ohr schenken.

Etwas auf sich warten lassen Pain um Mastermind Peter „der Lebende Musikgott“ Tägtgren, der auf dem ROCKHARZ ein gern gesehener Gast ist. Die abendliche Sommersonne lässt sein weißes Zwangsjackenähnliches Outfit in der Sonne funkeln. Im Publikum kommt schlussendlich mit Dirty Woman, Great Pretender und Same Old Song Bewegung auf. Die Folge: Der erste Ansturm von Crowdsurfern muss von den Securitys vor der Bühne aus bewerkstelligt werden. Am Anfang noch recht mürrisch aus der Wäsche schauend, kommen die Sicherheitsprofis immer besser mit der Situation klar. Wie bei der Eingangskontrolle basiert dieses auf gegenseitigem Vertrauen, welches penetrantes Abtasten und Taschenkontrolle etwas auflockert. Mit dem Überhit Shout Your Mouth verabschieden sich Pain bei den deutschen Musikkonsumenten und machen den Weg für die Niedersachsen Oomph! frei.

In der Metalszene möchte man über die in Seemannskostümen gekleideten Herren denken was man möchte, aber die Show, die sie zum wiederholten Male auf dem Festival im Harz abziehen, ist einfach eine Bank. Tausende Fans haben es sich vor die Bühne geschafft und feiern ihre Helden. Eröffnet wird die Party mit Labyrinth, dem kurz danach schon Gott Ist ein Popstar folgt. Fans der harten Klänge verdrehen dabei die Augen, alle anderen klatschen in die Hände und machen Ballenstedt zur größten Partymeile des Wochenendes. Neben der dicken Feier, bekommt unsere Angela Merkel nebenbei ihr Fett weg. Armes Deutschland, aber bald wird ja wieder gewählt! Für die Pisa-Studienteilnehmer gibt es dann noch Augen Auf auf die mathematisch gebeutelte Mütze. 2,50 € bekommen die meisten dennoch zusammengekratzt, um sich ein preiswertes Bierchen auf die Leber zu gießen.

Direkt im Anschluss dann das Kontrastprogramm: Herr A. Kisser führt die Death Metal-Legende Sepultura auf die Bühne. Im Programm ist ein Mix aus alten und neuen Stücken, die beim Harzer Death Metal-Heer allesamt gut ankommen. Neu-Drummer Eloy Casagrande haut derart heftig in die Felle, das es nur so über den Hof knallt. Derrick Leon Green punktet zudem mit teilweise deutschen Ansagen, die das Fass zum Überlaufen bringen. Als Spezialgast steigt kurzzeitig Johann Kisser mit auf die Bühne und lässt mit der brasilianischen Bande die Korken knallen. Dauerbrenner wie Roots, Bloody Roots oder Ratamahatta werden wie eh und je abgefeiert. Einen deftigen Kick in die Gehörgänge gibt es wenn Derrick Leon Green den Bandneuling durch zusätzliche Trommeleinlagen unterstützt. Das Fazit: Keine Wünsche werden offen gelassen und Sepultura beweisen einmal mehr, dass sie auch in einer neuen Bandbesetzung überstehen können. Zwar nicht mehr Old School, sondern von Grund erneuert, wird das ROCKHARZ in Schutt und Asche zerlegt, was bei der Stimmung heute Abend keinen interessieren dürfte!

Voller Vorfreude versammeln sich unzählige Hatebreed-Fans und warten auf den Headliner des heutigen Donnerstags. Die amerikanischen Hardcore-Superstars lassen nicht lange auf sich warten. Bei glasklarem Sound kann an sich nichts mehr schiefgehen. Die Anhänger fest in der Hand, wird das ROCKHARZ zu einem tobenden Moshpit, der nur durch einen sehr ärgerlichen Stromausfall gestoppt werden konnte. Hatebreed machen jedoch das Beste daraus und halten die immer noch heißen Fans rund 30 Minuten bei Laune, bis alle Funktionen wieder hergestellt wurden. Die Show wird nur noch wütender weitergeführt – da ist es schon fast makaber, dass der Klassiker Destroy Everything als letzter Song durch die frische Nachtluft gekloppt wird.

Durch die nicht planmäßige Pause von Hatebreed verzögert sich folgerichtig der Gig von Peavy, Victor und Andreas, die als Nightact den Heavy Metal-Schergen die letzten Kraftreserven aus den Knochen treiben wollen. Schlechte Laune ist Rage nicht anzusehen – ganz im Gegenteil: Die drei Musiker freuen sich über die noch rege Beteiligung an Paint The Devil On The Wall und Feel My Pain vom neuen 21 Album, welches am 24.02.2012 über Nuclear Blast den Weg in die Plattenläden fand. Der Song Serial Killer, der ebenfalls den Weg ins Set fand, wird mit kleinen Jugendgeschichten von Peavy serviert. Erst nach Higher Than The Sky und Soundchaser ist wirklich Schluss – nicht nur mit Rage, sondern mit dem ersten Festivaltag, der nach anfänglichem Scheißwetter ein versöhnliches Ende in allen Belangen findet.

Freitag:

Morgenstund hat Gold im Mund oder Blei im Arsch. Hierbei würde ich heute auf das Zweite schließen, denn als die Italiener The Foreshadowing mit Gothic Doom Metal den zweiten Festivaltag eröffnen, liegen die meisten noch im Zelt und erholen sich von der durchzechten Nacht. Mit brandneuem Material des neuen Second World-Longpayers wird recht annehmbar präsentiert, was die neuen Stücke live auf dem Kerbholz haben.

Nach diesem progressiv gehaltenen Start in den Tag dürfen die Skandinavier Sterbhaus die Dark Stage in ein Thrash / Black Metal-Chaosmanifest verwandeln, bei dem sie führenden Genreveteranen in nicht viel nachstehen. Nach dem Motto “Hits For Dead Kids“ und zugleich Titel ihrer aktuellen Scheibe, werden die müden Knochen durch aggressive Riffs wieder in die richtige Position gerückt, wobei sich das Open Air-Gelände am Blocksberg sichtlich zu füllen anfängt. Nach getaner Arbeit dürfen die Musiker unter Applaus und dem – nach ihrer eigenem Aussage – „One of the best festivals of the world“, die Bühne verlassen und sich ihr erstes Feierabendbier genehmigen.

Im Vergleich zum letzten Tag wirken die Damen und Herren, die auf dem ROCKHARZ kräftig feiern wollen, noch etwas müde. Selbst bei Djerv kommt noch keine Partystimmung auf, was bei dieser Rockkombo aber auch musikalische bedingte Gründe hat. Frontfrau Agnete Kjølsrud, die mit ihren Männern leichte Huntress-Parallelen aufweist, schlägt Kerben in abwechslungsreiche Rock-Strukturen, die durch harte Riffs aus Black / Thrash Metal oder Death Metal aufgewertet werden. Das Ergebnis ist eine nicht gerade leichte Kost, die beim Verdauen schon dem einen oder anderen morgendliche Magenschmerzen bereitet.

Leichter zugänglich sind dagegen Malrun, unsere dänischen Freunde, die mit Modern Metal / Rock / Alternative-Einflüssen den Harz in ausgelassene Stimmung versetzen wollen. Moving Into Fear vom The Empty Frame-Longplayer erzeugt ein wahres Melodien-Gewitter, welches traurigerweise zum schlechten Wetter passt. Nieselregen und Wind verwehren Malrun einige Headbanger. Jacob Løbner, der seine Ansagen kurzerhand im sympathischen und gut verständlichen Deutsch anschlägt, schafft hingegen eine sehr angenehme Stimmung, die durch dröhnende Shouts, gefolgt von einfühlsamem Clean Gesang und fetten Melodien eine geile Symbiose ergeben.

An die Konstellation Malrun und Engel dürfen wir uns schon einmal gewöhnen, denn beide Bands werden Ende des Jahres zusammen eine Tour spielen und dabei auch Halt in Deutschland machen. Engel, die mit Niclas Engelin einen prominenten Gitarristen (In Flames) in ihren Reihen führen, steigen ohne langes Vorspiel in den Ring nur Chef der Band kann wegen Verpflichtungen mit In Flames selber nicht mit die Seiten schwingen. Melodic Death Metal mit Metalcore Anlehnungen machen sich mit einprägsamem Gitarren-Sound im Tal breit. Wer die Parallelen zu In Flames sucht, wird dabei mehr oder weniger enttäuscht. Die Schweden wirken sehr eigenständig und von anderen Landsmännern wird in keinster Weise abgekupfert. Die einen freut es, die anderen nicht. Der Circle-Pit bei Six Feet Deep spricht jedoch ganz klare positive Bände.

XIV Dark Centuries, die Pagan Metal-Band, die auf Deutsch so viel wie „14 dunkle Jahrhunderte“ heißt, kann diesem Titel gerecht werden. Hungrig werden sie als erste Pagan Metal-Bestie von den Fans willkommen geheißen. Die heidnische Keule wird heiß brutzelnd bei Brennen Soll Das Alte Leiden über dem Grill geröstet. Hochgereckte Hörner und wehende Haare prägen das Bühnenbild. Bis Bragarful, der beliebteste Hit der Thüringer, die Reise in die nordische Kultur wieder beendet und Black Sun Aeon auf der Rock Stage den Startschuss geben.

Tuomas Saukkonen hämmert bei den Finnen in die Schlagzeugfelle und übernimmt zusätzlich mit seinem Funkmikrophon einige Gesangsparts. Was die meisten Besucher wohl gar nicht wissen, ist, dass Mastermind Tuomas Saukkonen für alles verantwortlich ist, was den Festivalbesuchern da grade um die Ohren weht. Der Ausnahmemusiker, der im Studio bei allem selber Hand angelegt hat, zeigt mit seinen Live-Musikern, dass Black Sun Aeon nicht nur ein Studioprojekt, sondern auch eine taugliche Live-Band ist. Das Feeling der Kompositionen, welches besser für dunkle gedrungene Konzerthäuser ausgelegt ist, kann jedoch nicht herübergebracht werden.

Die reinste Völkerwanderung können Coppelius vom Zaun reißen, bei denen es sich Anschein nach schon herumgesprochen hat, dass sie nicht nur Rock auf klassischen Instrumenten zelebrieren, sondern dabei eine Darbietung hinlegen, die seinesgleichen sucht. Der Mix aus unter anderem Klarinette, Cello, Kontrabass und einem guten Spritzer Comedy lässt die fünf Gentlemen und ihren Butler zu einem wahren Augen- und Ohrenschmaus heranwachsen. Durch technische Probleme bei Desperadoz können sie sogar noch zwei Zugaben nachlegen. Coppelius nutzen die Gunst der Stunde mit dem Iron Maiden-Cover Running Free, welches bravourös umgesetzt wird und den ein oder anderen neuen Fan zur Folge haben wird.

Nach diesen Exoten folgen die schon angesprochenen Western-Metaler Desperadoz, die dementsprechend eine kürzere Show spielen müssen, in die neue, alte und Cover-Songs ihren Weg gefunden haben. Vor allem die eigenen alten Werke und nachgespielten Werke Riders On The Storm und Ghost Riders From The Sky konnten Punkte bei den Ballenstedtern sammeln. Die neuen Songs hingegen hinken etwas hinterher.

Grade noch mit Black Sun Aeon am Schlagzeug/Gesang unterwegs, zeigt Tuomas Saukkonen jetzt, was er als Frontmann und Gitarrist auf der Pfanne hat. Progressiver Death Metal wird von der ersten Sekunde auf melodische Weise dem Publikum nahe gebracht, wobei sich Tuomas direkt beim ersten Track an der Hand verletzt und ein Stück Haut von der Hand zieht. Ohne groß die Mine zu verziehen, geht die Schlacht, die aufgrund der Umstrukturierung nur noch alleine und nicht mehr mit unterstützendem Clean Gesang eine mitreißende Stimmung erzeugen soll, mit dunkler Kehle weiter. Alten Before The Dawn-Anhängern dürfte das Zusammenspiel fehlen, Metalheads, die erst später auf die Truppe aufmerksam geworden sind, darf es heute an nichts gemangelt haben.

Nach dem Auftritt wird geschlossen von der Dark zur Rock Stage gewandert, da auch bei den Before The Dawn-Anhängern große Sympathie für die irischen Meister der Düsternis vorherrscht. Mit No Grave Deeo Enough führt der charismatische Alan Averill Nemtheanga die schwarzmetallisch angehauchte und von Folk-Einflüssen geprägte Band auf den Austragungsplatz. Wie gehabt ist in der Band kaum Bewegung. Wie ein Geisterschiff rollt diese durch die tosende Menschenflut, bei der ganz allein Alan das Steuer in der Hand hält. Alle Blicke kleben an seinem Körper wie er theatralisch die Botschaften der verkörperten Musik verkörpert und voller Leidenschaft auf der Bühne lebt. Kein Wunder, dass nach diesen 45 Minuten die Primordial-Shirts zum Kassenschlager werden.

Symphonic Metal in Form von Epica folgt den Iren. Die Holländer, die mit dem Requiem For The Indifferent-Album bereits diverse Shows gespielt haben und auf die noch unzählige Auftritte auf der ganzen Welt bis Ende 2012 warten, wissen auf ihre Art und Weise mit dem Publikum umzugehen. Eine starke Bühnenpräsenz erhält die Band mit der hübschen Simone Simons, die mit ihrem weichen Gesang epische Klangbilder zum Besten geben kann. Ihre liebliche Stimme und die abrundenden kernigen Growls werden förmlich aufgesogen. Die stark Keyboard-getränkten Rhythmen lassen so manche Hüfte locker kreisen, die bei zusätzlich eingespielten Samplern in der sich langsam senkenden Sommersonne ihr Bestes dazu tun.

Auf die Briten Paradise Lost haben sehr viele gewartet, der Funken will von Anfang an aus verschiedensten Gründen nicht überspringen. Die sehr statisch wirkenden Bewegungen werden misstrauisch beäugt, dazu muss man aber auch sagen, dass die Band bei Century Media keinen leichten Stand hat, was nach guten Auftritten der Bands davor und den deutlichen Stiländerungen in den produzierten Alben noch verstärkt wird. Am besten auf ihre Kosten kommen da noch Liebhaber des neuen Materials, die Freunde der älteren Sachen hingegen müssen einige Durststrecken hinnehmen. Wer jetzt denkt, dass Paradise Lost einen schlechten Auftritt hingelegt haben, hat die Worte ein wenig falsch verstanden. Das was gespielt wurde, konnte durch musikalische Raffinesse auf sich aufmerksam machen. Nur wenn man den Namen Paradise Lost hört, denkt man an eine Gänsehautstimmung, die den Besucher förmlich den Boden unter den Beinen wegzieht – von diesem Feeling ist heute nichts zu spüren.

Gothic Kunst-Banausen unter den Metallern (Gruß an Rene!) meinen, dass ASP mit ihrem Gothic Novel Rock auf einem Metal-Festival nichts verloren hätten. Tausende begeisterter Fans auf dem ROCKHARZ zeigen hingegen auf, was dieses Festival ausmacht: Vom Punk bis zum Gothic-Fan wird gemeinsam friedlich gefeiert. Zwar war der Gesang von Alexander „ASP“ Spreng während der ersten drei Stücke noch etwas dumpf abgemischt, legte sich aber schnell und die Klassiker der Hessen wie Und wir tanzten, Ich bin ein wahrer Satan, Werben oder Schwarzes Blut werden von Band und Publikum frenetisch gefeiert, wobei sich die ROCKHARZ-Besucher wieder einmal erstaunlich textsicher erweisen und einen um den anderen Chorus in die schwarze Nacht hinausschreien.

Das Jahr 2012 ist grade mal halb herum, doch für Blind Guardian – was die Live-Präsenz angeht – bereits beendet. Mit dem Konzert in Dischingen und auf dem ROCKHARZ 2012 verabschieden sich die weltweit beliebten Progressiv Power Metaler nicht nur für das Jahr 2012, sondern auch für 2013 und werden allen Fans erst ab 2014 wieder live ein Grinsen aufs Gesicht zaubern. Mit Welcome To Dying geht der Spaß im Harz jedoch erst richtig los. Aus vollen Kehlen wird mit Hansi Kürsch Nightfall, The Last Candle oder Past And A Future Secret angestimmt. Die Stimmung, die bereits am Überkochen ist, wird weiter aufgeheizt: Majesty, der von der Band nicht ganz geliebte Hit, wird mit voller Wucht in die zehntausend Herzen gespielt. Dieser kann nur noch von den beiden Highlights Mirror Mirror und Bard´s Song getoppt werden kann. Ohne Blind Guardian 2013 überstehen, wird hart, aber 2014 ist wenigstens ein Fixer Punkt, auf den sich alle freuen können!

Im Anschluss folgt der nächste Publikumsmagnet, der spätestens mit seiner Rammstein Tour seinen Bekanntheitsgrad in Deutschland enorm steigern konnte: Die Rede ist von den Schweden Deathstars. Ihr Industrial Metal, der irgendwo zwischen Rammstein und Maryln Manson liegt, lässt auch bei einsetzendem Regen die Menschen vor der Bühne verharren, die sich Blitzkrieg oder Metal nicht entgehen lassen wollen. Mit einer rundum zufriedenstellenden Songauswahl in einem optisch schick angereicherten Mitternachts-Dessert versetzen Deathstars noch ein paar tausend bei widrigen Umständen in Ekstase.

Mit dem Wetter am meisten zu kämpfen hat aber der letzte Act des Tages. Zweifelnd, ob Paul Di´ Anno wirklich noch spielen, stehen nur noch wenige bis fast keiner mehr vor der verlassenen Bühne, an der ein paar Techniker noch herumbasteln, zu finden ist. Schlussendlich wird der Banner gehisst und es dauert noch einige Minuten bis wirklich klar ist, dass es gleich noch weitergehen wird. Sichtbar alt geworden und rhythmisch pumpend, gibt Paul sein Bestes. Etwas voller wird es nach dem Einsetzen der ersten Töne dann doch noch, doch an Blind Guardian– und Deathstars-Verhältnisse ist nicht mehr zu denken. Sehr ruhig wird es auf dem Gelände und die meisten suchen eine Zuflucht vor dem Regen, der bis in die Morgenstunden anhalten soll.

Samstag:

Vom verhaltenden Interesse an den ersten Bands ist am Samstag nichts zu sehen. Die orientalischen Chthonic aus dem weit entfernten Taiwan regen das Interesse der Frühaufsteher vor der Rock Stage. Fernöstlicher Folk Metal wird in eine harte Black Metal-Schale gelegt, die zum Frühstück wie eine Bombe einschlägt und auch nachhaltig in aller Munde bleibt. In traditionellen Kostümen und mit einem ansehnlichen Freddy Lim, der neben diversen Gesangsfarben mit der Er-Hu den ganz feinen Chthonic-Unterschied ausmacht, heizen die Musiker zu früher Stunde gehörig ein. Man kann nur hoffen, das die Asiaten bald auf eine Club-Tour nach Europa zurück kehren.

De Profundis haben es nach der Steilvorlage von Chthonic schwer eine ebenso mitreißende Show auf die Beine zu stellen. Vorteil der Progressive Death Metaler ist, dass die Kollegen eine ganze Reihe Frühaufsteher aufs Gelände gezogen haben, was den Londonern ebenfalls gut zu Gesicht steht. De Profundis sind zwar gut dabei, für mehr reicht die Darbietung jedoch nicht aus. Leichtes Kopfnicken und zaghafte Rufe werden laut, über mehr Hingabe für die eigenen Leistungen kann sich die Band nicht freuen.

Skyforger, das Aushängeschild des lettischen Folk Metals setzt den ersten Streich für den heidnisch gestrickten Mittag, der direkt im Anschluss durch Gernotshagen erweitert wird. Neben standardmäßigen Instrumenten verfallen die Osteuropäer – wie es oft im Genre typisch ist – zu alten Instrumenten der Urväter, die durch kleine neuzeitliche Verfeinerungen einen ganz speziellen Sound entstehen lassen. Zweites Merkmal von Skyforger: Der professionell abgestimmte Gesang, an dem sich nur Drummer Edgars ‚Mazais‘ nicht beteiligt. Diese geballte Power lässt die intelligent aufgebauten Tracks noch klangvoller im Mittelohr ertönen. Heute werden nach Lust und Laune die Methörner und die Fäuste in die Luft gestreckt und das Tanzbein im Schottenrock geschwungen.

Von mehrstimmig drosseln sich Gernotshagen auf zwei Gesangsfarben herunter, die aber beide aus dem Kehlkopf Askans dringen. Gesanglich kann er diese nicht ganz einfache Aufgabe fast identisch wie auf dem Silberling umsetzen. Thursenhain wird von lauten Rufen begleitet, was den Nacken manches Besuchers ernsthaft zum Knacken bringt. Mit im Programm des 40minütigen Sets: Widgars Klagesturm und Einsam, die wie alle anderen Stücke im Harz mit offenen Armen empfangen werden.

Noch während Gernotshagen wird es vor der Nebenbühne immer voller. Gibt es gar etwas um sonst? Nein Spaß beiseite! Betontod rühren ihren felsenfesten Punk Rock an. Herr Meister am Mikrophon schafft neben seiner authentischen Ausstrahlung eine lockere Intervention mit dem Publikum, welches ihm förmlich aus der Hand frisst. Das buntgemischte Publikum aus Punks, Metalheads und Fans der alternativen Regionen liegt sich in den Armen, verschüttet Bier und feiert keine Popsongs, weil sowas will es auf gar keinen Fall hören. Diese Verbundenheit zeigt sich aber nicht nur in dem einen Punkt – schwarzes Blut fließt schließlich in unser aller Venen.

Deadlock, die wie eine Handvoll anderer Bands am nächsten Wochenende noch auf dem Metal4Splash zu bewundern sind, beschwert wieder das leidige Thema Wetter. Das Wetter kein Metal ist, weiß sowieso jeder, aber dass es immer wieder wie aus Eimern pissen muss, braucht echt nicht sein. Die Dame und die Herren machen jedenfalls das Beste aus der Sache, auch wenn die eine oder andere Leine etwas zu kurz gelassen wurde. Die Erkenntnis, dass John Gahlert wohl auch nach zehn Packungen Betäubungsmittel nicht ruhig zu stellen ist und hautnaher Fankontakt stets und ständig nicht nur eine Redewendung ist, sondern ein Punkt der immer in die Tat umgesetzt wird, ist der Gewinn des Tages. Sabine Scherer bewahrt als Ruhepol immer einen kühlen Kopf und benutzt auch bei Dauerregen ihr liebliche Stimme als tröstendes Werkzeug für die völlig durchnässten Fans.

The Ocean aus Berlin ziehen dafür die schlussendliche Arschkarte: Es schüttet so, als hätte jemand in der Badewanne den Stöpsel gezogen. Die bittere Folge für die ambitionierte Band: Massenflucht unter alles, was ein Dach hat und den eigenen Arsch trocken hält. Nach dem überstandenden Tropenschauer kriechen alle wieder aus ihren Löchern und lassen wenigstens die zweite Hälfte des The Ocean-Gastspiels zu einem würdigen Ambiente für die Musiker, die sich alle Mühe geben, dem Publikum gerecht zu werden, anschwellen.

Suidakra überraschen mit einer anderen schlechten Nachricht. Bassist Marcus verlässt die Celtic Metal-Band nach zehn Jahren nach dem ROCKHARZ Gig, der somit der letzter im gewohnten Line-Up ist. Auf dem Abschiedskonzert spielt die Band, die bei AFM Records unter Vertrag steht, groß auf. Der Titel – wie wollen wir ihn nennen? – Nachmittags-Headliner ist, wie ich finde, sehr zutreffend. Mit The IXth Legion werden schnelle keltische Rhythmen angestimmt, die gepaart mit dem einmaligen Gesang eine schöne Gänsehaut auf die noch feuchte Haut zaubern. Beim Zusammenspiel von Dead Man´s Reel, trockener Unterwäsche und einer Wall Of Death, die bei Suidakra eigentlich nichts zu suchen hat, wird jedem Anwesenden wieder warm. Jedem, dem immer noch kalt ist, hilft da nur ein großer Schluck Met und der abschließende Wartuns, der die Tür (Týr) für die nachfolgenden Musiker der Färöer Inseln weit aufstößt.

Diese Vorlage wird von den Männern um Heri Joensen, dem Kopf der Band, wohlwollend genutzt. Bei By The Sword in My Hand und der neuste Lieblingstrack aller Týr-Fans Hold The Heaten Hammer High, werden bunte aufblasbare Hammer geschwenkt, es wird geschunkelt, geheadbangt und jede Faser des Körpers zum Zucken gebracht. Neben diesen kraftvollen Ansätzen zeigen Týr auch die liebgewonnene Gegenseite mit Balladen wie Evening Star vom The Lay Of Thrym-Longplayer, die eine feine Naht zwischen harten Riffs und samtweichen Kuschelmelodien bilden.

Was soll man zu Freedom Call noch Großartiges sagen? Die immer gutgelaunten Power Metaler von nebenan sind Rockstars zum Anfassen, die sich in ihrer immer wieder neuen Freakshow gegen böse Lästermäuler behaupten. Mit flinken Soli werden die trägen Heavy Metaler auch noch zum Sport aufgefordert – die schiere „wir springen um die Wette“-Folter kommt scheinbar besser an, als die meisten gedacht haben. Schon fast freudestrahlend springen gestandene Männer im Matsch zum Takt. Wenn das mal keine Sauerei gibt. Babylon führt die Heavy Metal-Party weiter an, Bier, KickAss-Schlagzahlen und verknotete Haare drücken noch jedem Fan des Genres ein ungekünsteltes Grinsen aufs Gesicht.

Lacuna Coil haben das Glück, wie schon an den anderen Tagen, eine warme Prise Sommersonne auf die Mütze zu bekommen. Cristina Scabbia und Andrea Ferro können aber auch ohne diverse Sonneneinstrahlung die Meute zum Schwitzen bringen. Freudestrahlend wird ein Lady Gaga-Stück angespielt, wo im Refrain die Metalheads allesamt mitsingen! Pfui, da wurdet ihr mal schön verscheißert! Für alle, die bei der peinlichen Aktion teilgenommen haben, heißt es: Nicht traurig sein, ihr seid trotzdem „true“! Außerdem habt ihr als Belohnung noch den einen oder anderen Lieblingssong zu hören bekommen. Was Gewaltiges braut sich schon auf der anderen Stage zusammen: Morgoth sind bekanntlich zurück und heute auch im Harz.

Zusammengebraut aus dem tiefsten Schlund der Hölle lässt Marc Grewe seine fokussierenden, giftgrünen Augen über das Old School Death Metal-Publikum wandern. Body Count führt das Schlachtwerk an, welches durch harten Körpereinsatz, der in die Jahre gekommenen Schlächter geprägt wird. Kein Stück müde bewegen sich die Streitäxte wie Hinrichtungswerkzeug zwischen den Zeilen. Unreal Imagination zerfetzt noch den letzten Überlebenden, der mit dem seit Jahrzenten geliebten Isolated als verschandelte Leiche zurückgelassen wird. Ein Death Metal-Highlight für alle – wie sagt Herr Grewe so schön? – „Old School Death Metal-Pioniere“.

Es folgt die in den letzten Jahren immer beliebter gewordene deutsch-schwedische Melodic Death Metal-Kombo von Angela Gossow und Michael Amott, die gemeinsam mit ihren Komparsen das ROCKHARZ 2012 um einen Top-Act bereichern sollen. Was die Ansagen betrifft, hält sich die Frontfrau bis auf ihre ironische Bauch-Aktion ziemlich bedeckt. Für einige sicherlich schade, für die anderen ein Moment, die Musik zu genießen, denn die Zeit für Ansagen ist knapp bei einer Spielzeit von einer Stunde, welche bei einem breiten Set vollausgeschöpft werden soll. Erstaunlicherweise schaffen es viele ältere Stücke performed zu werden. Daher dürfen sich Arch Enemy-Fans u.a. über Dead Eyes The No Future, We Will Rise und Nemesis freuen.

Um 21:35 Uhr ist die Zeit gekommen, die Band, die 2008 auf ihrer Abschiedstour das ROCKHARZ durch ein dutzend Anschläge auf die Lachmuskeln verwüstet hat und nach ihrer Reunion letztes Jahr auch auf ihrer ersten Festivalsaison den Erfolg von 2008 noch toppen will, zu sehen. Der Ultimative Mann bietet das beste Sprungbrett für die Feierlichkeiten des Knorkator-Klans. Dafür holen sich die verrückten Musiker die Kameraleute auf die Bühne, die einmal Bilder in anderer Optik knipsen dürfen. Nur Fotografen auf der Bühne zu haben, wäre aber zu unbefriedigend: Sieben dicke Männer, auf denen gerne herum gehüpft wird, sind da schon ein anderes Kaliber. Trotz des ganzen Unsinns gibt es mit Du Bist Schuld, Du Nicht, Wir Werden Alle Sterben und Ich Lasse Mich Klonen genug zu feiern, dass Knorkator auch noch eine Stunde länger hätten spielen können.

Kurz vor dem Gig des langerwarteten schwedischen Headliners von Amon Amarth entern die Organisatoren des ROCKHARZ die Bühne und bedanken sich unter anderem beim, trotz der Wetterumschwünge, äußerst zahlreichen und feierfreudigen Publikum. Nach tosendem Applaus sagen die Veranstalter die „größte Viking Metal-Band der Welt“ an. Nun mag man sich über die Zuordnung von Amon Amarth zu Viking oder Death Metal bzw. beidem streiten, unstrittig ist aber, dass sie die „Größten“ sind. Und dies stellen sie gleich sehr eindrucksvoll unter Beweis. Der gesamte Auftritt ist ein einziger Kracher: Die textsicheren Fans ragen bis weit in die Dark Stage hinein, das Bühnenbild ist riesig und passt ebenso wie die tollen Lichteffekte und die geniale Pyrotechnik perfekt zur Songauswahl. Diese kann sich ebenfalls sehen lassen. Und so werden Nummern wie Destroyer Of The Universe, Cry Of The Black Birds, Fate Of Norns oder Under The Northern Star von den Metalheads begeistert abgefeiert. Da auch das schönste Konzert einmal zu Ende geht, verabschieden sich die Schweden mit dem immer wieder hammergeilen Guardians Of Asgaard und auch das abschließende Leeren des Trinkhorns während der sehr ehrlichen Verabschiedung enthält uns Frontmann Johan Hegg nicht vor.

Nach diesem Auftritt haben es die Jungs von Moonsorrow natürlich nicht leicht, zumal ein Großteil der Festivalbesucher direkt nach Amon Amarth das Gelände verlässt, ohne den Finnen auch nur eine Chance zu geben. Dennoch gelingt es den Jungs mit ihrem vom Keyboard getragenen Pagan Metal, einen soliden Auftritt abzuliefern und das verbleibende Publikum unter anderem mit Land Of The Dead zu begeistern.

The Other, die mit ihrem gelungenen neuen Horror Punk-Album The Devils You Know in der Handtasche gut gewappnet sind, haben hingegen das schwerste Los. Den Reisestrom in Richtung „heimische vier Wände“ oder „wochenendliches Zelt“ können sie nicht bremsen. Der Platz hinter dem Amon Amarth-Headliner Slot stellt sich für die Deutschen als kleiner Flop raus, sodass sie nur noch als Rausschmeißer das Festival beenden können.

Das Fazit zur 19. Auflage vom ROCKHARZ fällt sehr positiv aus: Organisatorisch wurde auf alles geachtet. Selbst witterungsbedingte Widrigkeiten bei der Abfahrt wurden durch Planänderungen in der Abfahrtsroute entspannt. Für den Stromausfall bei Hatebreed kann keiner was – in der Technik steckt man einfach manchmal nicht drin. Die Preise rund ums Festival sind angenehm, die Stimmung ist perfekt für eine großartige Party und vom Veranstalter haben alle Besucher das Versprechen, dass es trotz des diesjährigen Ausverkaufs – sprich 10.000 Besucher – keine Aufstockung des Festivals für das Jahr 2013 geben wird. Mit Accept und Subway To Sally können wir euch auch bereits die ersten beiden Bands für das nächste Jahr nennen. Laut Veranstaltern sollen diesen weitere besondere Bands folgen, die bis zum zwanzigsten Jubiläum noch nie auf dem ROCKHARZ aufgetreten sind bzw. sich durch ganz spezielle Shows einen Platz im Jubiläums Line-Up verdient haben! Wir sind gespannt. Ihr sicherlich auch, wenn es 2013 wieder an der Zeit ist, im Harz Rock, Metal, Gothic und mehr zu feiern.

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