Eventname: Samsara Record Release Show
Band: Dying Empire
Ort: Livestream aus der Chemiefabrik, Dresden
Datum: 10.05.2020
Kosten: kostenlos (es wird aber um Spenden gebeten)
Genre: Modern Metal, Modern Melodic Death Metal
Besucher: ca. 60 – 120 Besucher (schwankte während des Streams)
Veranstalter: Dying Empire (https://www.facebook.com/DyingEmpire/)
Link: https://www.facebook.com/events/2696330727311153/
Setliste:
- Wrath
- The Inner Void
- We Are Not Gods
- Samsara
- Bring The Chaos
- Incubus
- Impale Your Sun
- King Of Nothingness
- Pyramid
- The Last Goodbye


Nach dem Titeltrack Samsara sind die Jungs dann wohl endgültig auf Betriebstemperatur, Gastel ist es jedenfalls auch ohne Publikum und nur mit dem Team in der Chemiefabrik richtig warm geworden. Bei der Gelegenheit darf dann auch ein kurzer Hinweis erlaubt sein, wie man sowohl Dying Empire als auch die Location unterstützen kann. Mit Bring The Chaos ist dann auch die Hälfte der Songs von Samsara gespielt. Wie Gastel jetzt erzählt, hat man sich für dieses Album richtig viele Gedanken gemacht und wollte sich auch mal experimentierfreudig zeigen. Der Beweis folgt auf dem Fuße, denn das folgende Incubus ist tatsächlich eine Power Ballade par excellence. Steht den Jungs aber gut.

Schon steht mit Pyramid der vorletzte Song des Albums an, Gastel zählt noch einmal alle Möglichkeiten auf, die Band zu unterstützen „guckt Euch die Videos an, streamt die Songs, und vor allem vergesst uns nicht!“. Passenderweise heißt der letzte Song The Last Goodbye, Gastel weist noch auf das folgende Q&A hin, dann räumen Dying Empire nach einer Stunde Livestream die Bühne, und es geht zunächst mal in die Umbaupause. Die nächsten Livestreams aus der Chemiefabrik stehen an, aber für die Fragerunde bleibt noch Zeit. Die besteht dann auch ungefähr zur Hälfte aus Fragen der Fans. Die waren nach dem Aufruf von Dying Empire tatsächlich sehr kreativ und haben die Jungs ordentlich gelöchert.
Die erste Frage lautet natürlich „Wie war’s?“, und wie nicht anders zu erwarten, kann Gastel nur sagen „Komisch“. Jeder Künstler und jede Band lebt natürlich vom Feedback des Publikums, und das hat, laut Gastel, heute definitiv gefehlt, wenn auch das in der Chemiefabrik anwesende Team nach jedem Song applaudiert hat. Nach einer kurzen Bandvorstellung und einigen Informationen, worum es in den Songs von Samsara geht, erzählt Gastel, dass aktuell geplant ist, die Tournee im kommenden Jahr nachzuholen. Natürlich hatten die Jungs ihre privaten Zeitpläne an die ursprünglichen Termine angepasst, und auch finanziell war die Tournee ein fester Posten im Plan. Der ist natürlich, da in diesem Jahr ungefähr 50 Konzerte fehlen, mächtig in die Knie gegangen.

Zum Album Samsara gibt es noch kein Merch, das wird aber natürlich noch produziert und wird dann spätestens zur Tournee, wahrscheinlich schon früher, fertig sein. Hier haben Dying Empire umgeplant und lokale Unternehmen mit der Produktion beauftragt. Und um noch einmal auf den Entstehungsprozess von Samsara zurückzukommen, erläutert Gastel, dass bezüglich der Themen vorher verschiedene Brainstormings stattfinden. Hier ist es nicht nur schwierig, die verschiedenen musikalischen Einflüsse der Bandmitglieder unter einen Hut zu bekommen, auch die groben Textentwürfe durchlaufen einige Diskussionen. Schlussendlich schreibt dann Mag alle Texte.

Ich hatte mich ja schon bei einigen Livestreams gefragt, wie man als Künstler/-in oder Band damit umgeht, dass es natürlich ohne Publikum kein direktes Feedback, keine Anfeuerungsrufe und keine Reaktionen gibt. So ein ganz klein wenig Licht hat Gastel da jetzt rein gebracht, und auch Dying Empire haben definitiv das Beste aus dieser Situation gemacht. Abgesehen von den kurzen Tonproblemen kann ich aber nicht meckern. Die Chemiefabrik ist augenscheinlich eine sehr coole Location, und insgesamt hat das Team vor Ort die Jungs von Dying Empire ins rechte Bild gesetzt und auch einen guten Ton geliefert.





