Savn – Savn

“Ein Hoch auf die guten alten Zeiten!“

Artist: Savn

Herkunft: Norwegen

Album: Savn

Spiellänge: 49:39 Minuten

Genre: Gothik Metal / Folk Metal

Release: 25.04.2014

Label: CDR Records Norway

Link: www.savn-official.com

Bandmitglieder:

Gesang – Carmen Elise Espenæs
Gesang und Gitarre – Stig Johansen
Keyboard – Andres Thue

Tracklist:

  1. Musical Silence
  2. Hang On
  3. The Demons In Me
  4. Longing For Love
  5. I Am Free
  6. Sorrowful
  7. All I Want
  8. Now Or Never
  9. Lengselens Hand

Savn Coverbild Savn

Wenn man sich in der Metalszene so umguckt, wird man das Gefühl nicht los, dass viele Bands ihren Ursprung in Skandinavien haben. Im kalten Norden scheint der Nährboden für neue Metalbands besonders fruchtbar zu sein, aber genau so schnell wie manche Bands aus dem Boden geschossen kommen, verschwinden sie auch schon wieder. Ein Vetreter dieser Spezies dürfte wohl die Band The Sins Of Thy Beloved sein. Nach zwei Album wurde es seit 2001 sehr still um die Band und es kam zu einem Split. Der damilige Drummer Stig Johansen und der Keyboarder  Andres Thue haben sich zusammengetan und mit SAVN eine neue Band gegründet. Unterstützt werden sie von Sängerin Carmen Elise Espenæs, die durch Midnattsol bekannt wurde.

Auch wenn Stig Johansen und Andres Thue in der Vorgängerband maßgeblich den Ton angegeben haben, ist Savn kein bloßer Abklatsch von The Sins Of Thy Beloved. Die Bands unterscheiden sich so ziemlichen in jedem Belangen, was durchaus als positiv zu vermerken ist. Soundmäßig orientieren sich Savn in ihrem gleichnamigen Debutalbum an die goldenen Zeiten des Gothic Metals. Musikalisch ist die Band also irgendwo Mitte der 90er bis Anfang des neuen Jahrtausends verankert. Trotzdem klingt das Ganze zu keiner Zeit angestaubt oder altbacken. Trotz vieler atmosphärischer Momente wurden verdächtig viele tanzbare Viervierteltakte auf das Album gepackt, die von massiver Keyboarduntermalung begleitet werden. Zusammen mit der melodischen Stimme von Carmen Elise Espenæs weckt Savn über weite Strecken Erinnerungen an die guten alten Gothic-Zeiten. Nostalgiker kommen hier voll auf ihre Kosten und werden stark an die Vorreiter wie z.B. Tristania erinnert.

Auch wenn das ganze Album nicht wirklich dunkel daher kommt und schon fast zu viele lichte Momente für Gothic hat, können die starken Melodien voll überzeugen. Wenn man an der Stelle schon von starken Melodien spricht, muss man auch unbedingt das Highlight I Am Free erwähnen. Espenæs teilt sich in diesem Duett den Gesang mit ihrer Schwester. Begleitet wird das Ganze von Keyboards und Streichern. Das Stück lädt zum Träumen ein und versprüht regelrecht eine sehnsüchtige, positive Grundstimmung. Neben tragenden Stücken gibt es aber auch richtig poppige Nummern wie Hang On die mit tanztempeltauglichen Rhythmen zum mitfeiern einladen.

Dieses durch und durch homogene Album findet jedoch bei den Bonustracks ein abruptes Ende. Natürlich sind Extrasongs immer super für Fans, aber warum müssen es immer alternative Versionen von Albumsongs sein? Savn haben 40 Minuten lang eine malerische Atmossphäre geschaffen, die von den Bonustracks so radikal unterbrochen wird. Irgendwie fühlt man sich dem logischem Ende beraubt. Sinnvoller wäre es, die Bonustracks auf eine separate CD zu pressen. Wenn man die Kritik auf hohem Niveau außer Acht lässt, ist Savn aber trotzdem ein tolles Album.

 

Fazit: Vor allem Fans der goldenen Alten Zeit werden von den teilweise wunderschönen und positiv gestimmten Songs voll begeistert sein. Auch wenn nicht jeder Song einen Orginalitätspreis gewinnt, ist dieses Album wirklich toll Fans von Delain, Tristania oder Theatre Of Tragedy sollten unbedingt mal reinhören.

Anspieltipps: Hang On, I Am Free und All I Want
Patrick H.7.5
7.5

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