SikTh – Opacities

“Schön, dass sie wieder da sind“

Artist: SikTh

Herkunft: London, England

Album: Opacities

Spiellänge: 27:37 Minuten

Genre: Djent, Progressive Metal

Release: 22.01.2016

Label: Peaceville Records

Link: https://www.facebook.com/sikthofficial und http://www.sikth.band/

Produktion: Lincoln’s Chapel Studios von Dan Weller und Justin Hill, Mix von Forrester Savell

Bandmitglieder:

Gesang – Mikee W Goodmann
Gesang – Justin Hill
Gitarre – Dan Weller
Gitarre – Graham Pinney
Bassgitarre – James Leach
Schlagzeug – Dan „Loord“ Foord

Tracklist:

  1. Behind The Doors
  2. Philistine Philosophies
  3. Under The Weeping Moon
  4. Tokyo Lights
  5. Walking Shadows
  6. Days Are Dreamed

Sikth - Opacities

Die Band SikTh gibt es tatsächlich schon seit dem Jahr 2001, und sie ist auch bislang ohne Besetzungswechsel ausgekommen. Allerdings war es im Jahr 2007 zunächst mit der Kreativität vorbei, einige Mitglieder kümmerten sich um andere Projekte, schlussendlich nahm sich die komplette Band eine Auszeit. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man drei EPs und zwei Alben veröffentlicht. Nun erscheint am 22.01.2016, zehn Jahre nach dem bislang letzten Album Death Of A Dead Day neues Material von den sechs Männern. Opacities heisst die neue EP, auf der fünf Songs und eine kurze Ansprache darauf warten, sich in die Gehörgänge fräsen zu können.

Da die Band bislang komplett am mir vorbeigegangen ist, kann ich nicht beurteilen, ob die Songs auf Opacities da weitermachen, wo man mit dem letzten Album aufgehört hat. Auf jeden Fall kann ich nachvollziehen, dass sie neben Meshuggah als die Band gelten, die das Genre Djent überhaupt mal initiiert und bekannt gemacht haben.

Außerordentlich komplex und technisch höchst anspruchsvoll, ohne dabei in sinnbefreites Gefrickel zu verfallen, ballern die Jungs mit Behind The Doors gleich mal richtig los. Da gibt es Gitarrenläufe, bei denen ich mir gleich die Finger brechen würde, und auch die Saiten der Bassgitarre dürften mächtig geglüht haben. Am Schlagzeug muss ein Octopus gesessen haben, das ist der reine Wahnsinn, was Dan Foord da abliefert. Und mit zwei Sängern ist man außerordentlich gut besetzt, wobei sich die Stimmen oft nicht so wahnsinnig unterscheiden. Auch die folgenden Tracks Philistine Philosophies und Under The Weeping Moon bewegen sich überwiegend in einem rasanten Wechsel zwischen Uptempo und Highspeed, ab und an werden ruhigere Parts eingestreut, die mich ein wenig an TesseracT erinnern. Damit halten sich SikTh aber nicht lange auf. Die eine Gesangsstimme bei Philistine Philosophies hat mich ein wenig an Jonathan Davis (Korn) denken lassen, und auch die dazugehörige Show, die man im bereits veröffentlichten Video bewundern kann, erinnert sehr an die Action, die Jonathan Davis teilweise auf der Bühne abzieht. Nach der kurzen Ansprache in Tokyo Lights, die sich mir immer noch nicht erschlossen hat, gibt es mit Walking Shadows noch mal einen auf die Mütze, bevor die EP dann mit dem erstaunlich ruhigen Days Are Dreamed ausklingt.

Fazit: Beim Genre Progressive Metal muss man ja mittlerweile mal nachfragen, in welche Richtung das Ganze geht. Ist es eher vertrackt wie Dream Theater oder eingängig wie Symphony X, ist es eher ruhig wie TesseracT oder so krass wie Periphery? Bei SikTh geht es ganz klar in Richtung Periphery. Wer die mag, kann hier bedenkenlos zugreifen und sich die Wartezeit bis zum nächsten Periphery-Album mit dieser Scheibe verkürzen. Nach dieser EP hoffe ich auch, dass irgendwann auch mal ein Album von SikTh folgt.

Anspieltipps: Philistine Philosophies, Under The Weeping Moon und Walking Shadows
Heike L.
8.5
Leser Bewertung0 Bewertungen
0
8.5
Weitere Beiträge
Zero Theorem – The Killing II