„Exzellenter amerikanischer Blues Rock der Band aus Gütersloh!“

Artist: The Picturebooks

Herkunft: Gütersloh / Deutschland

Album: The Hands Of Time

Genre: Rock, Blues Rock

Spiellänge: 37:45 Minuten

Release: 08.03.2019

Label: Century Media Records

Link: https://www.thepicturebooks.com/

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Fynn Grabke
Schlagzeug – Philipp Mirtschink

Tracklist:

  1. Horse Of Fire
  2. Howling Wolf
  3. Like My World Explodes
  4. The Hands Of Time
  5. The Day The Thunder Arrives
  6. Electric Nights
  7. Rain
  8. You Can’t Let Go (feat. Chrissie Hynde)
  9. Lizard
  10. Tell Me Lies
  11. The Rising Fall

The Picturebooks setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit Century Media Records fort. Nachdem bei Century Media Records 2017 das Vorgängeralbum Home Is A Heartache erschienen ist, wird beim gleichen Label am 08.03.2019 das neue Album The Hands Of Time erscheinen. Century Media wird es als CD und als schwarzes Vinyl (inklusiv beiliegender CD) verausgaben.

Bei The Picturebooks handelt es sich um eine 2 Mann Blues Rockband aus Osnabrück. Philipp Mirtschink am Schlagzeug und Fynn Grabke an der Gitarre / Gesang. 

Dabei ist anzumerken, dass Philipp Mirtschink vollkommen an seinem Schlagzeug auf den Einsatz von Becken verzichtet. Dafür hat er noch einige Perkussionsinstrumente, die für die Höhen zuständig sind.

Fynn Grabke ist der Sohn des mehrfachen deutschen Skateboardmeisters Claus Grabke, der auch als Produzent der Band fungiert. Claus Grabke dürfte der Musikgemeinde kein Unbekannter sein, denn er war unter anderem der Sänger der deutschen Crossover Legende Thumb (1993 – 2002).

Ich habe The Picturebooks Ende des letzten Jahres als Support von Clutch in der Live Music Hall in Köln gesehen, wo sie mit ihrer unorthodoxen Art das anwesende Publikum begeisterten. Hier geht es zum Live Review!

Horse Of Fire führt uns als a cappella Song in das neue Album von The Picturebooks ein. Sehnsüchtig beschwört Sänger Fynn Grabke trockenen Wüstenstaub herbei, dies authentisch mit klasse Stimme.

Es folgt mit Howling Wolf einer der Songs, wie ich sie bereits auf dem Konzert in Köln wahrnehmen konnte. Staubtrockener Gitarrensound, dazu eine geniale Percussionbegleitung und rotziger trockener Gesang. Der Wolf heult es aus der Wüste einfach heraus.

Weiter geht es mit dem bluesigen Like My World Explodes. Eine Harp begleitet diesen Song stilecht. Den Refrain Like My World Explodes schreit Fynn Grabke nur so heraus. Der Wolf heult. In einigen Sequenzen vernehmen wir sogar zurückhaltend ein Klavier. Was ist das nur für eine geile Litanei Like My World Explodes.

The Hands Of Time ist ein Country Stampfer mit Steelguitar. Man, was prasselt der Song. So richtig zum Mitwippen.

Bluesig, wälzend und schleppend rollt mit The Day The Thunder Arrives der Donner heran. Dieser Donner hat einen tollen Groove und nimmt einen mit. Zu jedem Zeitpunkt die richtige Akzentuierung und das Donnergrollen ist eindeutig zu vernehmen! Das ist kein einfacher Donner, das ist Südstaatendonner!

Electric Nights gibt es natürlich, wenn sich zuvor ein Gewitter aufgeladen hat. Die Electric Nights schlängeln sich nur so dahin, bis sie von einem Regen erloschen werden. Rain beginnt mit einem Pfeifen und könnte der Soundtrack eines jeden Italo Western sein. Eingängig und einen langen Ritt des Hauptdarstellers begleitend. Immer wieder das Pfeifen und der Einsatz verschiedener Percussioninstrumente. Der Regen prasselt langsam auf unseren Hauptakteur nieder und macht den Ritt überhaupt erträglich. Ganz großes Westernkino.

You Can’t Let Go ist so was wie ein Sklavengesang auf den Feldern von Mississippi. Zu den langsamen Sklavenchören singen Fynn Grabke und Chrissie Hynde. Ja richtig gelesen: Chrissie Hynde, die Frontfrau von The Pretenders. Die hat die Jungs wohl irgendwann mal bei einem Soundcheck in Saint-Tropez gehört und ihnen ihre Nummer gegeben. Halt für den Fall, dass sie mal was für die Beiden tun kann. Gesagt, getan, kam dabei You Can’t Let Go heraus.

Nach You Can’t Let Go geht es mit Lizard wieder schnell nach vorne. Auch hier kracht und scheppert es heftig, so wie man The Picturebooks mag.

Tell Me Lies ist dann wieder ein großartiger, bluesiger, mit Chorus begleiteter Song. Oh man scheiße, erzähle mir doch keine Lügen. Wieder ganz tief in den Südstaaten verwurzelt. Nicht viel schneller ist der abschließende Song The Rising Fall, ebenfalls ganz in der Tradition der vorangegangen Songs verhaftet. Treibend ohne schnell zu sein.

The Picturebooks sind ab April auf Headliner Tour. Die Tourdaten entnehmt bitte dem unten angefügten Tourposter, indem ihr auf das Bild klickt!

The Picturebooks – The Hands Of Time
Fazit: The Picturebooks kommen mit ihrem neuem Album The Hands Of Time ganz im Stile einer amerikanischen Blues Rock Nummer rüber. Überhaupt kein Stück Gütersloh ist da hängen geblieben. Den Jungs merkt man ihre mittlerweile große Tourerfahrung (über 350 internationale Gigs in den letzten drei Jahren) an. Sie haben sich da einiges mitgenommen und positiv in ihre Musik verarbeitet. Tolles Blues Rock Album des Duos und klare Kaufempfehlung für alle Blueser.

Anspieltipps: Control, Prepare For Chaos, Unwelcome Surprises
Juergen S.9.1
9.1Gesamtwertung
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