Ty Morn – Istor

Geballte Ladung Power Metal mit Gefahr der Überladung

Artist: Ty Morn

Herkunft: London (England)

Album: Istor

Genre: Heavy Metal, Power Metal

Spiellänge: 49:19 Minuten

Release: 03.03.2019 (CD) / 16.08.2019

Label: Doc Gator Records

Link:  https://www.docgator.com/releases/ty-morn-istor-2/

Bandmitglieder:

Gitarre, Bass, Keys und Orchestration – Aron Biale

Gastmusiker:

Gesang – Raphael Gazal
Schlagzeug  – Per Mikkelsen
Lead Gitarren  – Eric Maldonado, Rafael Sequera, Simon Cacace, Raphael Gazal, Federico Tarquini, Greg Studley, Yam Levi
Orgel – Eugene Moiseienko

Tracklist:

  1. Reign Of The Hunter
  2. Hey Poseidon
  3. Die Where We Stand
  4. Fall On Your Sword
  5. The Language Of Beasts
  6. Kings Of Dishonour
  7. Bring Forth The Night
  8. Harvest Of Souls
  9. Hunt Leviathan

Das kleine, aber feine auf Vinyl spezialisierte Label Doc Gator Records kommt im August mit neuen Veröffentlichungen. Eine davon ist Ty Morn mit dem Titel Istor.

Nachdem das Album bereits im Frühjahr in England in Eigenregie als CD vertrieben wurde und schnell ausverkauft war, wird es nun über Doc Gator Records sowohl auf CD, als auch auf limitierten Vinyl erhältlich sein.

Ty Morn als Band zu bezeichnen ist eigentlich falsch. Bei Ty Morn handelt es sich im Grunde um den englischen Musiker Aron Biale, der auf Istor selbst die Gitarre und den Bass einspielt und die Orchestrierung des Werkes übernimmt. Dabei bedient er sich einiger Gastmusiker, die zum Gesamtwerk beitragen.

Reign Of The Hunter ist der bombastische Opener von Istor. Bombastisch wird es bei jedem Song auf dieses Album bleiben. Da wird eine Menge Orchestrierung hineingelegt. Etwas hymnischer folgt Hey Poseidon.

Die Where We Stand erinnert sehr stark an einen Sabaton Act mit martialischen Gehabe, welches in den nächsten Song Fall On Your Sword weiter Grundthema ist.

The Language Of The Beast nimmt dann im Stile eines Songs von Dio Fahrt auf.

Ach ja Dio, da war doch mal was!? Der hat mal was mit Black Sabbath gemacht!? Sind wir jetzt zwischen Heaven And Hell? Also nehmen wir ein paar Doom Anleihen und fertig ist Kings Of Dishonour. Alle Ehre für diesen Song.

Ein Schwenk zum klassischen Heavy Metal gibt es anschließend in Iron Maiden Manier mit Bring Forth The Night.

Großes opulentes Kino folgt mit Harvest Of Souls, wo wieder einmal eine Menge Symphonien herrschen. Ein kleiner dunkler Passus bleibt in diesem Song.

Das Album schließt mit Hunt Leviathan. Der Song beinhaltet sogar eine kleine Uriah Heep Anleihe. Ich schaue nach: Hat Ken Kesey hier etwas an der Orgel ausgeholfen? Ah, leider nein.

Fazit
True Heavy Metal und Power Metal Fans, die bombastischen Sound lieben, könnten vom Pojetkt Ty Morn des Briten Aron Biale begeistert sein. Ty Morn wildert mit seinem Album Istor durch einige Gebiete des Heavy Metal und Power Metal. Die Songs sind sehr bombastisch orchestriert. Neben der opulenten Orchestrierung weist das Album zudem einen mehr als satten Sound auf, der mir manchmal jedoch ein wenig zu übertrieben satt wirkt. Bei Istor wurde viel in die Produktion reingelegt, da will man es gleich wissen. Hier liegt für mich jedoch die Crux. Es gibt eine Regel, die besagt, dass weniger oft mehr ist. Die Gefahr, dass diese Produktion einen doch stark erdrückt, liegt genauso nahe, wie die Freude darüber. So würde ich sagen: Ein Album, welches die Fans spalten könnte. Einige werde es lieben, andere hassen. Bestes Beispiel hierfür der Song: Die Where We Stand, der stark an Sabaton erinnert. Sabaton werden schließlich auch nur gehasst oder geliebt und spalten die Metalgemeinde doch gewaltig. Jedem halt das seine!

Anspieltipps: The Language Of The Beast, Kings Of Dishonour und Hunt Leviathan
Juergen S.7
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