Various Artists – A Tribute To Japanische Kampfhörspiele

“Das Ende einer Dekade Musikgeschichte“

Artist: Various Artists

Album: A Tribute to Japanische Kampfhörspiele

Spiellänge: 02:39:57 Minuten

Genre: unterschiedlich

Release: 01.12.2011

Label: Unundeux / Cargo Records

Link:

  1. http://www.unundeux.de/
  2. http://www.cargo-records.de/de/

Produziert in: unterschiedlich

Tracklist:

CD 1.
CD 2.
  1. R3000 – Hardcore in Echtzeit
  2. Bastard Peels – 1 t Mensch
  3. Unchallanged Hate – Gott ist satt
  4. Rummelsnuff – Minderleister
  5. Wrong – Unpünktlichkeiten
  6. The Anal Treatment XXX-Perience – Effizienz
  7. Layers – Abflussbestattung
  8. All Good Comes In Chains – Fan von gar nichts
  9. Schwule Nuttenbullen – Der Homo Sapiens
  10. Jaka wie Hosso – Pogoläden
  11. Reanima – Pogoläden
  12. Deuscastiga – Sai Fora
  13. Warfield Within – Zieh die Jacke falschrum an
  14. Slobodan Kajut – Auto
  15. Cortisol – Lebendgewicht
  16. Psycarnage – Es lernt sich von selbst
  17. By Brute Force – Wir gehen in den Knast
  18. Heifetz – Die behinderten Punks von Peking
  19. Phobiatic – Die Kündigung
  20. Geld Et Nelt – Alle müssen weg
  21. Der Warrior – Die Punks von Ehrenfeld
  22. Anytime But Yours – Töte den Roboter
  23. Desamaldo – Cozido para animalis
  24. Vaulting – Mann dreht Mann durch Fleischwolf
  25. Beat Vox – All das muss verunstaltet werden
  26. Walking Dinos – Diese Blackmetalband aus Dortmund
  27. Gröhl Karaoke – Das Gift ist da
  28. Kruste – Minderleister
  29. Lower Than Zero – Der Westen ist geschockt
  30. Mozek Motors – Nostradamus in Echtzeit
  31. All N4tural – Die Opfer und die Täter
  32. Eulenkrampf – Alle Regler auf Anschlag
  33. Clone – Hand ausrutscht
  34. Pigs With Chainsaws – Dement
  35. White Eyes – Klavier seziert
  36. Spoilt Flesh – Detonation Deutschland
  37. Test – Todo mundo quer ficar bem [E Nao Fazê-Lo]
  38. Yacöpsae – Schicht im Schacht
  1. The Kandidate – Jaka vs Deine Mutter
  2. 100000 Tonnen Kruppstahl – All das muss
  3. Glöckner Brodschneider – Was wenn?
  4. No One Gets Out Alive – Wir werden Gott
  5. Clássico Eternos – Ein blutiger Vormittag
  6. Lieutenant Dave & The Vohwinkels – Komm, wir drehen einen Porno
  7. Christoph da Babalon – Wir haben nicht gewusst, dass es solche Lager gibt
  8. Benninghoff – Sektion JaKa
  9. Zengaia – Das Experiment
  10. Tenderloin Hooker Needles – Business Class
  11. J. Schiel – Abflussbestattung (auf der Kirchenorgel)
  12. All The Ashes – Verpackt in Plastik
  13. Excrementory Grindfuckers – Verbrennt euer Geld
  14. Re.Creator – Wissenswertes/Verrückter Traum/Überall
  15. Stern Fucking Zeit – Geräte hassen mich
  16. Hool Tripleseven – Verbrennt euer Geld
  17. Jack Slater – Verrat am Metal
  18. Esgibtauchgeld – Kaputte nackte Affen
  19. My Gold Embrace – Wir Reaktoren
  20. Panzerfront – Vorort
  21. You Kill It We Grill It – Komm, wir drehen einen Porno
  22. Kannibal Krach – Werd doch
  23. Enddarm – Musik
  24. Coggy – Meine spannenden Nachbarn
  25. Noisebazooka – Egal
  26. Satanische Farhstuhlmusik – Leben weggeschmissen
  27. Fruity Bongo Grind – Komm, wir drehen einen Porno
  28. Die Chranks – Koscher
  29. Gods Will Be Done – Effizienz
  30. Makaaba – Wir gehen in den Knast
  31. Akolyth – Geistesblitz
  32. Schwarzer Storch – Eruiert
  33. Lattenrost – Goldene Mitte
  34. Anilingus – Dement
  35. Schlachtung – Dresscode
  36. Zeroed – 1 t Gott
  37. World Downall – Scheisse der Lehrer
  38. R3000 – Outro

VariousArtists_TributeToJapanischeKampfhörspiele_Cover

Die Japanische Kampfhörspiele kündigten im Dezember 2010 nach 13 Jahren Bandgeschichte und über 220 Tracks – zum Leidwesen ihrer Fans – ihre Auflösung im Januar 2011 nach dem Release der neuen Platte Kaputte nackte Affen an. „Die Luft ist nach 13 Jahren endgültig raus!“ wie Sänger Markus „Bony“ Hoffs die Auflösung kommentierte.Nun wollten sie aber nicht ganz ohne Aufsehen zu erregen ihre Musikinstrumente an den Nagel hängen und so riefen sie Mitte diesen Jahres weltweit dazu auf, ihre Songs aus der 13-jährigen Bandgeschichte zu covern und den eigenen Musen freien Lauf zu lassen. Diesem Aufruf folgten nicht nur heimische bzw. bekannte Bands, wie Excrementory Grindfuckers, Jack Slater, oder auch Warfield Within, sondern auch Cortisol aus Kanada, Re.Creator aus den USA und auch einige, mir auch unbekannte, Bands aus Großbritannien, Brasilien und der Schweiz. Somit wurden weit mehr als zwei Stunden Spielzeit in mehr als 76 Tracks auf die beiden Silberlinge gepresst und veröffentlicht.

Keine der Bands, oder Solointerpreten scheute sich davor, die Songs der JaKa heile zu lassen, bzw. einen nichttextlichen Wiedererkennungswert beizubehalten. Die Songs wurden einzeln zerhackt, durch den Fleischwolf gedreht, neu vertont, ins Portugiesische oder ins Griechische übersetzt und wieder zusammengebastelt – hier klingt echt kein Song wie das Original (selbst die drei Neuinterpretationen des Songs Komm, wir drehen einen Porno klingen total unterschiedlich), geschweige denn überhaupt ansatzweise wie die Original-Band. Wenn ich nun auf die einzelnen Song eingehen soll, würde es bezüglich der Länge des Reviews jeglichen Rahmen sprengen, deswegen lasse ich das an dieser Stelle.

Soviel sei gesagt: es sind Death Metal mit ordentlichem Doublebassgewitter, dahingerotzter 1A Grindcore und geschrammelte Gitarrenriffs zu finden. Doch nicht nur metallische Cover sind zu erwarten. So bieten Lower Than Zero eine funkige Interpretation des Songs Der Westen ist geschockt. Stern Fucking Zeit generierten zu Geräte hassen mich einen 8-Bit-Sound, der jedem Gamer von 90er Jahre Konsolen bekannt sein dürfte. All The Ashes tauchen mit Verpackt in Plastik den Hörer in ein Industrial angehauchtes Gewand und J. Schiel daddelte den Song Abflussbestattung sogar auf einer Orgel.

Fazit: Musikalische Abwechslung ist, was diese beiden Platten betrifft, mehr als vorhanden. Vom wirklich sehr gelungenem Orgelgedudel über Elektro-Pop, schrammenden Death Metal bis hin zum total zerrotzen Grindcore. Hier werden neben den Fans der Japanischen Kampfhöspiele (für die diese Scheibe einfach ein Must Have ist) bestimmt auch andere Musikliebhaber so einige Glanzstücke entdecken. Ein gelungener Tribut! Anspieltipps: Panzerfront - Vorort, You Kill It We Grill It - Komm, wir drehen einen Porno, Jack Slater - Verrat am Metal, Bastard Peel - 1 t Mensch
Mathias D.
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