Wacken Open Air 2012 vom 02.08. – 04.08.2012

”Spiel, Spaß und Spannung – Das Wacken Open Air 2012!”

Eventname: Wacken Open Air 2012/ Das 23.

Bands:
Agro, Amaranthe, Amon Amarth, Athonite, Aura Noir, Axel Rudi Pell, Betontod, Blaas of Glory, Blechblos’n, Broilers, BugGirl, Channel Zero, Chthonic, Circle II Circle, Cold Snap, Coroner, Corpse Garden, Cradle of Filth, Crimes of Passion, D-A-D, Danko Jones (Spoken Word), Dark Funeral, Darkest Hour, Dead by April, Decapitated, Delain, Devil’s Note, Diablo Swing Orchestra, Dimmu Borgir, Dio Disciples, Disquiet, Djerv, DRI, Ease of Disgust, Edguy, Electric Hellride, Electric Wizard, Eisenherz, Endstille, Epsilon, Eschenbach, Exuviated, Faanefjell, Fateful Finality, FDJ, Forbidden, Frantic Amber, Gamma Ray, Gehenna, Ghost Brigade, Gone Postal, Gothic, Graveyard, Hamferd, Hammercult, HammerFall, Helmut, Henry Rollins (Spoken Word), Hone your Sense, In Extremo, In Flames, Ingrimm, Inquisitor, Insomnium, Jim Breuer, Kamelot, Kellermensch, Keule, Kobra and the Lotus, Kylesa, Leaves’ Eyes, Leningrad Cowboys, Liquid Meat, Lord Shades, Machine Head, Mambo Kurt, Manimals, Manticora, Massacre, Megaherz, Midnight Priest, MindthreaT, Ministry, Mono Inc., Moonspell, Napalm Death, Nasum, Oomph!, Opeth, OverKill, Opifex, Panteón Rococó, Paradise Lost, Rain Shatter, RavenBlood, Red Fang, Riotgod, Russkaja, Rust2Dust, Sacred Reich, Santiano, Sanctuary, Saor Patrol, Saxon, Schandmaul, Scorpions, Sepultura mit Les Tambours du Bronx, Shredhead, Sick Of It All, Six Feet Under, Skyline, Suffocated, Suicide Silence, Sylosis, Testament, The Black Dahlia Murder, The BossHoss, The Falling, Torfrock, U.D.O., Unearth, Victims of Madness, Vogelfrey, Volbeat, Volksmetal, Volxrock, Wacken Open Air Firefighters, Warbringer, Warpath, Warrior Soul, Watain, We Butter the Bread with Butter, Weto, Winterfylleth, Winterstorm, Wölli und die Band des Jahres, Yaksa, Zygnema

Running Order: Wacken Open Air 2012 Running Order

Location: Wacken, Nähe Itzehoe, Schleswig-Holstein, Deutschland

Homepage: http://www.wacken.com

Datum: 02.08.2012 – 04.08.2012

Einlass: Dienstag ab 15 Uhr, danach 24/7, Großteil der Stände ab 10:00 Uhr bis spät in die Nacht (teilweise 5:00 Uhr) offen / Konzertbeginn: größtenteils ab 11:00 Uhr bis 03:00 Uhr nachts

Kosten: VVK als X-Mas Special: 130 € + 10 € VVK-Gebühr; Restlicher VVK: 150 € + 10 € VVK-Gebühr

Kosten des Festivals: ca. 10 Million Euro

Besucher: 86.000 Menschen, davon 75.000 zahlende Besucher sowie 10.780 weitere Teilnehmer (gefühlt: ca. 115.000)

Größe des Geländes: ca. 240 Hektar (324 Fußballfelder)

Anzahl der Bands: 138 inkl. Comedians

Bühnen: Neun Stück: Black Stage, True Metal Stage, Party Stage, W.E.T Stage (im Bullhead City Circus), Headbanger Stage (im Bullhead City Circus), Wackinger Stage, Beergarden Stage, Bühne im Metal Markt-Zelt und Presse Bühne (im Pressebereich)

Sanitätsdienst: ca. 600 Mitarbeiter

Feuerwehr: 23 Wehren mit rund 650 Kameraden im Einsatz

Bierausschank: ca. 100.000 Liter

Müll: ca. 600 – 700 Tonnen

Anzahl der Toiletten: ca. 1500 mobile Toiletten

Veranstalter: ICS Festival Service GmbH (http://www.ics-int.de)

wacken_2012_poster

Index:

Es ist „Hochsommer“ in Deutschland und wir sind auf dem Weg zum 23. Wacken Open Air im hohen Norden des Landes. Dort wollen wir für euch berichten, was auf und um das Festivalgelände, in der Stadt und auf den Bühnen vor sich geht, damit ihr, selbst ohne dabei zu sein, passende Eindrücke vom Festival erhaltet und nächstes Jahr vielleicht mit von der Partie seid. Nun heißt es also wieder Rain Or Shine in Wacken und wie sich herausstellen soll: Im wahrsten Sinne des Wortes!


Tag 1 – Dienstag:

Anreise und die erste Nacht:
Dienstagmorgen halb zehn in Deutschland und ric1452 steht vor KamiKatzes Tür, um diesen zum Niederrhein zu fahren, wo der Konvoi Richtung Wacken Open Air losfährt und bei Kollege Gordon anhält, um endlich vollzählig zu werden. Eigentlich haben wir bereits 24h Verspätung auf dem Zettel stehen, doch das Unwetter vom letzten Wochenende hat eine Anreise am Montag unmöglich gemacht. Die Fahrt verläuft an sich problemlos und man sieht mehr und mehr Fahrzeuge mit Wacken Open Air-Beschriftung, je näher man seinem Ziel kommt.

Kurz vor Wacken biegen wir dann rechts ab und bewegen uns Richtung Pressebändchen-Ausgabe, um von dort aus weiter zum normalen Campingplatz zu fahren. Wir werden zum Zeltplatz H weitergeleitet, doch mehr als in vier Reihen Parken passiert erst mal nicht, bevor nicht alle anderen Plätze unterhalb (also Richtung Plaza) von H belegt sind.

Wir holen also unsere Campingstühle aus den Autos und gesellen uns zum nächsten Steward (Nr. 5026) und versuchen diesen mit einer Sitzblockade davon zu überzeugen, dass wir neben unseren Autos campen dürfen, denn eine offizielle Erlaubnis gibt es noch gar nicht, obwohl Leute bereits aufbauen. Auch das Zelebrieren der vorbeifahrenden Fahrzeuge mit ständigen La Ola-Wellen überzeugt den Steward nicht, der sich stets darauf beruft, dass die Supervisors das Sagen haben und er keinen Einfluss auf die Entscheidung hat.

Doch gegen 20 Uhr dürfen wir tatsächlich unsere Zelte neben den Autos aufschlagen und keine Stunde später stehen zwei Pavillons, Zelte, Tische und Stühle und wir können unsere Ankunft endlich vollends genießen und mit einem Kaltgetränk in der Hand zusehen, wie gegen 22-23 Uhr das komplette Gelände durch Lotsen aufgefüllt wird. Gegen unsere Erwartungen bleibt die erste Nacht jedoch sehr ruhig, da alle ziemlich K.O. von der späten Aufbauphase zu sein scheinen. Daher wird praktisch von 24:00 Uhr bis mindestens 8:00 Uhr durchgeschlafen, bis auf zwei Ausnahmen, die sich bereits um 6:00 Uhr nicht mehr gegen das Erwachen wehren können (ric1452 & KamiKatze), dafür aber bereits einen ersten Blick auf die Sanitäranlagen und das Frühstückszelt werfen können.
Anreise von Maddin:
Was eigentlich bereits Montag starten soll, wird durch die Wetterlage kurzfristig verhindert: Sämtliche Felder stehen unter Wasser und eine gescheite Anreise zum Wacken Open Air ist so nicht möglich. Schade! So geht’s dann am Dienstag los. Von Wilhelmshaven aus nach Hollen, Gepäck umladen und mit zwei Bekannten weiter ins gelobte Land.

Die Anreise läuft relativ reibungslos, der Wagen füllt sich, aber wir bleiben zu dritt. Bei Burger King auf der Raststätte trifft man die ersten Metalheads.

20:30 – Endlich angekommen, hallo Wacken! Doch als wir auf den Campingplatz fahren, folgt prompt die Ernüchterung: Matsch, soweit das Auge reicht. Nachdem wir bereits zweimal unser Auto aus dem Dreck schieben mussten, ist dies beim dritten Mal nicht ohne Weiteres möglich und so mache ich mich auf, um zu Fuß die Kollegen von Time For Metal, die bereits vor Ort sind, zu suchen. Nach diversen Stunden des Umherwanderns klappt das auch (ich hasse meinen Orientierungssinn… Wie war das noch mit links und rechts?). In der Zwischenzeit hat uns auch ein hilfsbereiter Traktorfahrer das Auto aus dem Schlamm gezogen (Kosten: 20€).

Infrastruktur 1 – Der Campingplatz:
Der Campground macht den Großteil des 200 Hektar großen Geländes aus und einmal im Jahr ist es der größte Metal-Zeltplatz Deutschlands, auf dem Zelte, Autos, Pavillons, Stromerzeuger, Anlagen, Sofagarnituren und allerlei Schnickschnack Platz finden. Wenn man morgens aufsteht, ist irgendwo mindestens eine Anlage schon an, und wenn nicht, dann wird die eigene angemacht. Wenn man abends ins Bett geht, läuft irgendwo eine Anlage und nachts wird man meistens sogar noch davon wach, dass irgendwo die letzte Anlage ausgeht und man tatsächlich in Ruhe schläft. Morgens und vor allem abends unterhält man sich oft noch mit den unmittelbaren Nachbarn und trinkt zusammen noch einen Met oder Ähnliches, bevor es nach einem anstrengenden Festival-Tag in den Schlafsack geht.

Soweit also zur Stimmung auf dem Campingplatz, doch wie sieht es eigentlich mit dem Aufbau und der Infrastruktur aus? Die Anreise wurde ja wegen des Unwetters am Wochenende zuvor um 24h verschoben, dennoch lief alles glimpflich ab, wie bereits geschrieben. Die Wartezeit ist zwar wie immer ein großes Problem, doch letzten Endes haben wir ja die Erlaubnis bekommen, unsere Zelte neben den Autos aufzustellen und erst gegen 22 Uhr abends wurde der Platz wirklich aufgefüllt, sodass wir sogar ganz in Ruhe unserem Aufbau nachgehen konnten.

Wir sind hier also auf Zeltplatz H, der ungefähr drei weitere Plätze vom Wacken Plaza entfernt ist und auf zwei Nachbarplätzen befinden sich Sanitäranlagen, sowie Supermarkt und Frühstückszelt – also eine geniale Position ohne großen Radau, da die Volksversammlungen sich auf den anderen Plätzen abspielen. Von jedem anderen Zeltplatz aus sind die Verbindungen zu den verschiedenen Einkaufs- und Körperpflegemöglichkeiten gut erreichbar, außer man hat das Pech und muss im obersten Teil von Platz S oder V campen, der von allem, wirklich allem, am weitesten weg ist. Ansonsten sind die Laufwege von uns aus bis zu den Anlagen zwischen drei und fünf Minuten, sowie 10-15 Minuten zum Plaza (je nach Wetter- und Bodenlage). Von den weiter entfernt liegenden Plätzen, wie zum Beispiel U oder S, sind es wohl eher 20-25 Minuten, aber dennoch eine überschaubare Distanz. Trotz des miesen Wetters und dem weichen, matschigen Boden kann man sich recht gut fortbewegen, solange man den tiefsten Moorlöchern ausweicht. Nur unmittelbar vor dem Plaza ist es stellenweise kritisch und mit anderem Schuhwerk als (Gummi-)Stiefeln kommt man kaum voran.

Alles in allem kann man sich also in keinster Weise beklagen, außer man hat sich selber für den falschen Campingplatz entschieden. Die Laufwege sind überschaubar, die Bodenverhältnisse aushaltbar und für die Männerwelt sind die Toilettengänge eh meistens nur ein Katzensprung und selbst die Frauen haben es nicht weit zu den stets sauberen Sanitäranlagen.


Tag 2 – Mittwoch:

Maddins fataler Ausflug:
Nach einer relativ kurzen Nacht soll es am Mittwoch dann richtig losgehen und so entscheide ich mich morgens um 7:00 Uhr kurz mal in die Stadt zu gehen und noch das ein oder andere Getränk zu kaufen, bevor die Party richtig steigt.

Was erst als gute Idee scheint, da es noch angenehm kühl ist und man nicht nach 30 Schritten in Schweiß ausbricht, entpuppt sich auf dem Rückweg jedoch als dummer Zufall. Mit diversen Litern… ähm „Cola“ in der Tasche rutscht neben mir ein Metalhead aus und sorgt somit dafür, dass ich (übrigens zum zweiten Mal) schmerzhaft umknicke und kaum mehr laufen kann. Doch Metalheads halten zusammen und so stützen er und sein Kumpel mich, bis ich am Sani-Zelt ankomme. Von dort aus geht’s für mich dann noch mit einer sehr lustigen Truppe ins Krankenhaus, wo mir geraten wird, lieber nächstes Jahr wiederzukommen. Und so sei es.

Somit wird das Wacken Open Air 2012 im Handumdrehen für mich das kürzeste Festival meines Lebens und das Fußballturnier verpasse ich auch noch. Schade! Aber die Stimmung auf dem Campground ist spitze.

Infrastruktur 2 – The Holy Wacken Land:
Wie jedes Jahr gibt es auf dem Wacken Open Air immer wieder Optimierungen und Änderungen des Festivalgeländes. Dieses Jahr ist am auffälligsten, dass das Bullhead Zelt zum Bullhead City Circus gewachsen ist und der Viermaster zu einem sage und schreibe Achtmaster herangewachsen ist. Ebenso wurde die W.E.T Stage aus dem Headbangers Ballroom in das Zelt verlegt und der Ballroom bekommt mit der Headbanger Stage eine eigene Bühne im Circus.

Ebenso wurde sich für eine Zusammenlegung des Wacken Plaza und dem Bereich für die Wackinger entschieden, was wir als eher negativ wahrgenommen haben. Denn so geht man nicht mehr extra auf den Mittelaltermarkt sondern nur flüchtig daran vorbei. Ich denke, so geht dem Wackinger-Bereich etwas an Flair verloren.

Was noch auffällt, ist eine Verlegung des Aussichtspunktes für Rollstuhlfahrer. Dieser ist auf dem Vorfeld auf eine Plattform zwischen der True Metal Stage und der Party Stage gewandert, welche aber über das Centerfield erreichbar ist. Dieser Umbau ist wirklich eine Bereicherung, so muss man mit seinem Rollstuhl nicht mehr quer durch die Menge und vor den Bühnen entsteht so mehr Platz. Während des Volbeat-Konzertes können wir uns selbst von der genialen Aussicht von der Plattform auf fast alle Bühnen erfreuen.

Ansonsten ist alles noch da, wo man es vermutet, außer dass sich das Thrash Of The Titans Field heimlich in die untere Ecke des Wacken Plaza versteckt hat. Hier zeigen einige Künstler, wie man aus Metall allerhand Monster bauen kann, die während einer Feuershow fest eingebunden werden.

Sport ist Mord:
Das erste Event beim diesjährigen Wacken Open Air steht an, der Wacken Open Air Soccer Award, bei dem es um 4 Liter Freibier, einen Auftritt auf der W.E.T Stage und eine Menge Spaß und Stimmung geht. Insgesamt acht Gruppen mit je vier Teams treten an, um das beste Fußball-Team Wackens zu werden. Time For Metal sind natürlich auch dabei und dürfen gegen die Red Devils, Planet Machete und den 1. FC Gallien antreten, um sich eventuell ins Sechzehntelfinale vorzukämpfen. Daraus soll jedoch nichts werden, wie sich zeigen soll. Das erste Spiel gegen Planet Machete macht zwar tierisch viel Spaß, obwohl die 2×5 Minuten doch sehr anstrengen, doch ein 1:10 steht nach der kurzen Partie auf dem Zettel. Hier eine kleine Kritik an die Schiedsrichter, denn wir sind uns einig, dass es 5:8 ausgeht und nicht 1:10, aber verloren haben wir so oder so. Allgemein sind die Schiedsrichter teilweise auch mit einer sehr starken „scheiß-egal-Stimmung“ behaftet, da einige selber als Spieler antreten, was sowohl für Spaß, als auch für Aufregung sorgt.

Für uns bringt das Turnier im Übrigen auch herbe Verluste mit sich, da zwei von fünf anwesenden Spielern im Vorfeld und während des Spiels umknicken und Kollege Maddin sogar abreisen muss wegen eines lädierten Knöchels, während CyR4S sich mit Eis und Stützverbänden durch das Festival beißt.

Gegen den 1. FC Gallien gewinnen wir dann nur noch zu dritt mit 2:0 auf Grund von Abwesenheit des gegnerischen Teams. Gegen die Red Devils, die so fair sind und ebenfalls zu dritt antreten, verlieren wir ebenfalls haushoch, da wir in Gedanken bei unseren Kollegen im Sani-Zelt sind und eher ziellos durch die Gegend traben, als Fußball zu spielen.

Dennoch lässt sich sagen, dass dieses Turnier ein Spaß für alle Teilnehmer und Zuschauer ist und überall sind Anfeuerungsrufe von Deutschen, Dänen und Engländern zu hören. Alkohol fließt sowieso mehr als genug bei den meisten Teams und selbst die altbekannte Bierbong ist auf dem Feld dabei. Bis auf die Beschaffenheit des Platzes und die stellenweise nervende Unaufmerksamkeit der Schiris ist dieses Turnier ein voller Erfolg und eine tolle Abwechslung zu den anderen sportlichen Aktivitäten, wie Headbangen und Moshen, da letzteres sowieso wegen der Übermassen von Matsch ausfällt.

Tagesausflug 1 – Das Dorf Wacken:
Es ist Mittwoch, die Sonne scheint unerbittlich und was braucht ein Metaler neben Bier sonst noch zum Überleben? Genau, Fleisch! Um den Eiweiß-Haushalt wieder in geregelte Bahnen zu bringen, steht heute ein Besuch beim Edeka-Markt auf dem Tagesplan. Da auch noch andere Besorgungen anstehen, geht es für uns in der Mittagshitze los ins Wacken-Dorf. Ein kurzer Zwischenhalt am Head Office zeigt uns auch dieses Jahr, dass die Wacken-Shirts sehr beliebt sind und die meisten gängigen Größen bereits ausverkauft sind. Schade. Doch weiter geht es in Dorfkern. Auf unserem Weg sehen wir viele gut gelaunte Ureinwohner, die mit den Metalheads feiern oder diverse Verkaufsstände in ihren Vorgärten aufgebaut haben. Die Stimmung könnte ausgelassener nicht sein. Neben diversen Fressbuden und Getränkeständen gibt es auch dieses Jahr einen Außenverkauf von Obi, der alles bietet, was das Camperherz begehrt. Über Luftmatratzen in verschiedenen Größen, Campingstühle, Zelte, Fliegenklatschen, Pappteller und Pappbecher ist wohl so ziemlich alles zu normalen Preisen zu erhalten. Ähnlich ist es im wohl einzigen Lebensmittelgeschäft im Wackener Dorfkern, dem berühmt-berüchtigten Edeka Markt. Mehrmals am Tag wird der Laden neu beliefert – was auch wirklich nötig ist, denn schließlich macht diese Edeka-Filiale während des Wacken Open Airs 1/3 ihres Gesamtumsatzes. Dank regelmäßiger Belieferung erhalten wir alles, was wir kaufen wollten (Fleisch, Baguettes, etc.) und sogar noch mehr, denn nicht nur an die Metaler, nein, auch an die Lieben zu Hause wird gedacht und so können im Markt verschiedene Wacken-Postkarten und diverse andere
Fanartikel (z.B. Stofftaschen) erworben werden. Glücklich und mit vollen Taschen geht es für uns schließlich Richtung Campground, denn es muss ja auf dem Grill noch etwas Fett verbrannt werden! 😉


Tag 3 – Donnerstag:

Tagesausflug 2 – Das Schwimmbad:
Auch wenn das diesjährige Wacken Open Air eher unter dem Schlammstern steht, haben wir am heutigen Donnerstag doch schon genügend Sonnenschein genossen, um uns zu entschließen, dem Wackener Schwimmbad einen Besuch abzustatten. Da kommt es uns doch sehr gelegen, dass es den sogenannten Pool Shuttle gibt. Für einen Euro pro Fahrt kann man mit diesem bis zum ein wenig außerhalb gelegenen Schwimmbad fahren. Starthaltestelle ist am Wacken Open Air Bus Shuttle, Fahrtzeiten sind laut Plan von Donnerstag bis Sonntag täglich zwischen 9:00 und 18:00 Uhr. Am Wacken Open Air Bus Shuttle werden wir von einem ziemlich unbequemen Untergrund begrüßt – große spitze Steine wurden hier aufgeschüttet, um ein Versinken der Busse im Matsch zu verhindern. Jedoch sind eben diese Steine für die potenziellen Passagiere ein eher größeres Übel, da es kaum möglich ist, ohne zu stolpern bis zur Bushaltestelle zu gelangen (und stolpern möchte man auf diesem gefährlichen Untergrund gewiss nicht!). An der Lokalität, die mit einer großen „Pool Shuttle“-Fahne markiert ist, angekommen stellt sich die Frage „Wann kommt denn nun der besagte Shuttle-Bus?“. Denn einen Abfahrtsplan sucht man hier vergeblich. Lediglich durch Gespräche mit anderen Wartenden lässt sich erahnen, in welchen Zeitabständen der Bus die Starthaltestelle anfährt. Nach geschätzten 10 Minuten ist es dann soweit und der Shuttlebus kommt. Ein heiteres Gedrängel beginnt und jeder versucht, so weit wie möglich zum Einstieg zu kommen. Dort angekommen wird jeder von einem Helfer aufgefordert, den einen Euro für die Fahrt zu bezahlen. Hier kann man nur hoffen, dass jeder passend bezahlt, denn das Wechselgeld-Prozedere gestaltet sich doch ein wenig schwierig und verzögert die Abfahrt doch ungemein. Doch auch dies ist irgendwann geschafft, sodass sich der Bus auf den Weg machen kann. Im Bus selbst ist die Stimmung ausgelassen, die Metaler singen zu angestimmten Liedern wie z.B. den Bommerlunder-Song lauthals mit. So endet die Fahrt dann doch schneller als erwartet und das Ziel Schwimmbad ist erreicht. Für 2,50 € kann man unbegrenzt im kühlen Nass baden. Und was hat das Wackener Schwimmbad so zu bieten? Neben einem Springbrunnen, der als Kleinkinderbecken dient, gibt es ein tiefes Becken mit Springturm und ein flacheres Becken. Nach einem überraschenden Zwischenspiel von Blaas Of Glory (siehe nachstehender Bericht), geht es mit einem Wasserball bewaffnet erst einmal in das kühle Wasser des flacheren Beckens. Und da in fast jedem Metaler auch ein Kind steckt, entsteht recht bald eine große Wasserballrunde, die später noch durch mehrere Circle-Pits und Wall of Deaths getoppt wird. Dieser Schwimmbadbesuch ist definitiv der lustigste seit langem! Auch für den Hunger nach der Wasserschlacht ist gesorgt – für humane Preise kann man Currywurst mit Pommes, Pommes mit Mayo, Frikadellenbrötchen, Eis, Kaffee, etc. erwerben. Einziges Manko: Die Duschen. In beiden Umkleidekabinen gibt es nur je eine einzige (offene) Dusche. Die Umkleide an sich ist recht klein und bietet keinerlei Privatsphäre. Aber zumindest sind genügend Toiletten vorhanden – was braucht man auch mehr? Die Rückfahrt gestaltet sich ebenso problemlos wie die Hinfahrt und schließt so unseren Schwimmbadbesuch glorreich ab.

Blaas Of Glory – Schwimmbad, 12:00-12:20 Uhr:

Blaas Of Glory haben ein ähnliches Timing wie Santiano, allerdings bin ich über deren Gestalke sehr erfreut: Am einzigem, fast durchgängig schönen Tag, treten die Damen und Herren im Schwimmbad auf, welches neben fairen Eintritts – und Essenspreisen und unerwartet sauberen Sanitäranlagen auch mit zwei sehr schönen, wenn auch etwas kühlen, Becken aufwartet. Als Randnotiz sei hier erwähnt, dass man kaum bis gar keinen Chlor gerochen hat. Wer es nicht weiß: Der Chlorgeruch entsteht durch das Urinieren, da der typische Geruch durch die Vermischung von Chlor und Urin entsteht. Was sagt uns das? Metaller pissen nicht ins Becken! Sehr vorbildlich.

Zurück zu Blaas of Glory: Der Einmarsch beginnt mit The Final Countdown, auf welches dann ebenfalls sehr bekannte Rock- und Metallieder folgen, die alle wunderbar für die genutzten Instrumente angepasst wurden. Ausnahmslos jeder im Freibad ist von dem kurzem, aber dafür intensiven Auftritt mit Fannähe begeistert.

Land unter!
Kaum haben wir ein paar schöne Sonnenstunden im Wackener Schwimmbad genossen, soll sich dies auch schon wieder rächen. In der prallen Hitze sind ein paar von uns ein bisschen auf den Campgrounds unterwegs, um sich mit anderen Metalheads auszutauschen, als auf einmal der Himmel schwarz wird. Gerade rechtzeitig gelangen wir zu unserem Zeltplatz, denn das Unwetter, was jetzt einbricht, hat es in sich. Selbst unter zwei Pavillons findet sich kein trockenes Fleckchen mehr, der Regen ist so stark, dass es aussieht, als wäre es nebelig oder man hätte einen merkwürdigen Schleier auf den Augen.

„Wolkenbruch“ wäre als Bezeichnung für das, was gerade passiert, noch harmlos. Einige nutzen den relativ warmen Starkregen, um zu duschen, andere versuchen, einen zumindest halbwegs trockenen Flecken zu finden. Nach einer gefühlten Ewigkeit lässt das Unwetter nach, zurück bleiben tiefe Pfützen, nasse Metalheads und eine etwas graue Stimmung, die aber schnell durch ein paar Pfützenschwimmer aufgelockert wird.

Infrastruktur 3 – Der Metal Markt
Wie jedes Jahr bekommt auf dem Wacken Open Air der Metal Markt einen relativ großen Platz zugewiesen. So ist zwischen Moviefield und dem Polesitting ca. ein Sechstel des gesamten Festival-Platzes für den Konsum der Metalheads reserviert. Hier gibt es wie immer eine große Auswahl an Merchandise-Artikeln, Szene-Kleidung, Schnitzereien, mittelalterlicher Artikel und natürlich die Stände einiger Modelabels und Mailorder. Einzig das Metal Market Tent verlangt für eine Besichtigung einen Eintritt in Höhe von 3,50 €. Doch bekommen die Gäste des Zelts Einiges geboten, denn von Musik-Workshops über Bondage-Shows bis hin zu Meet & Greets und verschiedenen Lesungen ist am Freitag und Samstag alles dabei. Wer jetzt denkt, er hat nach einem Spaziergang alles gesehen, der sollte auf jeden Fall nochmal die Augen offen halten, wenn er durch den Eingang zur Party Stage geht, denn im Vorfeld findet man neben den ganzen „Fressbuden“ auch noch das Zelt von Nuclear Blast und einigen anderen.

 

Infrastruktur 4 – Beschäftigungen
Da das Wacken Open Air bekanntlich das größte Heavy Metal Festival der Welt ist, sorgt der Veranstalter jedes Jahr dafür, dass seine Gäste neben den Konzerten, auch noch einiges anderes als Beschäftigung für zwischendurch zu tun bekommen.

Wenn man auf der Karte des Holy Wacken Land von rechts anfängt, fällt einem ganz eindeutig das Movie Field auf, auf dem am Mittwoch der Motörhead Film, The Wörld Is Yours Vol.2: Anyplace Crazy As Anywhere Else, gefolgt von Livemittschnitten von Type O Negative (Wacken 2007) und Gottvater des Metals Dio (Wacken 2004), gezeigt werden. Wer am Donnerstag um null Uhr noch nichts vor hat, sollte sich dazu den Film Lemmy – The Movie auf der Großleinwand nicht entgehen lassen.

Direkt vor dem Movie Field, bzw. auf dem Movie Field, finden sich die beiden Fußballfelder des Wacken Soccer Cups zu dem man sich bereits im Vorfeld anmelden musste. Gespielt wird hier am Mittwoch im Turniermodus mit K.O.-System.

Wer sich für etwas einsetzten möchte – und das im wahrsten Sinnes des Wortes – hat die Chance, während des gesamten Festivals beim Polesitting/Pfahlsitzen teilzunehmen. Die Regeln sind im Prinzip relativ einfach:

Zitat
Regeln:
Nachdem jeder Teilnehmer seinen Platz auf einem Pfahl (in etwa 2,5 Meter Höhe) eingenommen hat, darf er sich nur noch zu den zehnminütigen Pausen, die alle zwei Stunden erlaubt sind, von seinem Platz erheben. Natürlich müsst ihr keine 196 Tage (Weltrekord) sitzen, sondern maximal 6 Stunden durchhalten.
Damit ihr auch alles mitbekommt, werden die Pfähle direkt auf dem Wacken Center mit Blickrichtung Infield positioniert.Spende:
Für jeden Teilnehmer spenden unsere Sponsoren pro Teilnehmer einen gewissen Geldbetrag an die Wacken Foundation, welche sich um Förderung und Hilfe junger Musiktalente im Musikbusiness kümmert (mehr Infos unter http://www.wacken-foundation.com). Das heißt also, je länger ihr aushaltet, desto mehr Geld kommt für die Wacken Foundation als Spendenbetrag zusammen.

Wer jetzt nicht gerade einen Hintern aus Stahl hat und eher eine Rüstung braucht, der hat auf dem Wacken Plaza die Möglichkeit, den Wackingern bei ihrem Treiben zuzuschauen. Neben den Rollenspielen mit Schaukampf und Highlandgames fällt eine Mittelalterliche Sportart sehr stark auf: Das Bruchenball Spiel. Bei der eher harten „Sportart“ versuchten damals die Knappen zu beweisen, dass sie aus „hartem Holz“ geschnitzt waren. Heute wird alles durch zwei Frauenteams nachgestellt, wer aber denkt, hier geht es deswegen weniger ruppig zu, der ist auf dem falschen Weg, denn es wird geschubst, getreten und gerungen was das Zeug (oder die Bruchen) hält (Regeln zum Bruchenball findet ihr Hier).

Wenn man jetzt nicht viel mit der mittelalterlichen Vergangenheit verbindet, kann man auf dem Wacken Plaza auch in eine Steampunk ähnliche Zukunft blicken: Dem Thrash Of The Titans Field. Hier wurde eine Mischung aus Altmetall und Feuerwesen aufgebaut, die täglich zwischen 14:00 Uhr und 23:45 Uhr in eine Art Endzeizshow eingebunden werden.

Was fehlt? Ja klar, die Wrestlingshow und das Air Guitar – Metal Battle – Worldwide, die ihren Platz im Bullhead City Circus gefunden haben.

Wem das alles noch nicht genug ist, kann noch einen Abstecher in den Wacken Pool, dem Freibad des Dorfes, machen oder am Stand von Ubisoft mit dem Videospiel Rocksmith ein paar Lieder jamen.

Wem das jetzt noch immer nicht reicht, kann ich nur sagen: „Verdammt nochmal… das ist ein Festival!grosses Lachen

Amaranthe – Headbanger Stage, 18:20-18:55 Uhr:
Am Donnerstag erfreuen uns zwischen 18:20 Uhr und 18:50 Uhr die Dänen und Schweden von Amaranthe auf der Headbanger Stage im Bullhead City Circus. Im 30-minütigen Set befinden sich acht Songs, welche meiner Meinung nach sehr gut gewählt sind und allen Anwesenden eine Menge Hörspaß bereiten. Begonnen wird der Auftritt mit Leave Everything Behind und geendet mit dem wohl bisher größten Hit der Band, Hunger. Die Soundqualität ist durchweg gut und sogar die bei manchen Auftritten schwer zu unterscheidenden Sänger Elize und Jake E. sind hier so gut abgemischt, dass ein stimmlicher Unterschied definitiv herauszuhören ist. Wer die Bühne hier nicht sehen kann, hat Glück gehabt. Eine Leinwand ermöglicht es auch den kleineren Leuten, etwas vom Geschehen auf der Bühne mitzubekommen. Und die nett anzusehende Elize möchte sich an diesem Abend bestimmt keiner entgehen lassen.
Saor Patrol – Wackinger Stage, 19:00-19:45 Uhr:
Die schottischen Folk-Metaller von Saor Patrol treten mit stolzen drei Trommlern und jeweils einem Dudelsack-Spieler und einem E-Gitarristen auf. Das heißt also, dass es sich hier um instrumentale Folk-Musik handelt, was aber eine wirklich gelungene Abwechslung zu den ganzen bekannten Bands darstellt. Vor allem wenn man gerade von dem dreistimmigen Auftritt von Amaranthe kommt. Also gibt es ein wenig Met für die Stimmbänder, während man entspannt dem schottischen Folk-Ensemble bei ihrem durchaus überzeugenden Instrumental-Auftritt lauscht.

Chthonic – W.E.T Stage, 20:05-20:40 Uhr:
Mit sage und schreibe 9.204,39 km (Entfernung von Taiwan nach Wacken, Deutschland) hat die Band Chthonic wohl die weiteste Strecke nach Hause. Die fünf Taiwanesen dürfen für uns wohl eine der ersten Bands sein, die wir im nagelneuen Bullhead Circus City Zelt zu sehen bekommen. Das Achtmasterzelt weiß schon mit einem sehr genialen Bühnenbild zu überzeugen, so sind neuerdings die W.E.T Stage, die vorher links neben des Haupteingangs zu den Mainstages stand, und die Headbanger Stage nebeneinander und werden nur noch durch einen Wrestling Ring und einer Leinwand getrennt. Somit werden die Wartezeiten (ähnlich wie bei der Black Stage und der True Metal Stage) auf fünf bis maximal fünfzehn Minuten reduziert.

Aber jetzt genug vom Zelt, denn Chthonic haben jetzt ihren Platz auf der Running Order. Da der Auftritt leider auf nur fünfunddreißig Minuten beschränkt wurde, wird die Band für die elf Alben, die Chthonic bisher produziert haben, auf nur sechs Lieder beschnitten. Aber naja, immer noch besser, als wären sie nicht auf der Bühne. Neben den fünf Liedern, die aus dem aktuellen Album Takasago Army entsprungen sind, kommt der Song Forty-Nine Theurgy Chains vom 2009er Album Mirror of Retribution. Allgemein ist der Auftritt solide, doch irgendwie will mich die Akustik nicht umhauen. So ist mal der Sänger Freddy, Left Face of Maradou zu wenig zu hören und die Erhu, das geigenähnliche Instrument, welches die Musik von Chthonic extrem prägt, ist zeitweise überhaupt nicht zu hören. Da haut es mich leider auch nicht um, dass der Geiger der Band Turisas für einen Gastauftritt beim Auftritt vorbei schaut. Ich will die Erhu hören und nicht die Geige.
Channel Zero – Headbanger Stage, 20:45-21:30 Uhr:
Da zwischen Chthonic und der Band Unearth auf der W.E.T Stage fast eine Stunde Zeit ist, geht es für uns erst mal zum Relentless Stand, wo wir unseren Flüssigkeitshaushalt mit der koffeinhaltigen Limonade auffüllen. Da die beiden Bühnen (wie bereits erwähnt) innerhalb des Bullhead City Circus direkt nebeneinander liegen, kommt man schlecht am Auftritt der Band vorbei, die gerade auf der anderen Bühne spielt. In diesem Fall haben wir das Glück die Band Channel Zero auf der Headbangers Stage sehen zu können. Auch wenn mir persönlich die Musik der fünf Thrash Metaller aus Belgien nicht wirklich zusagt, lässt sich nur berichten, dass das Publikum vor der Headbangers Stage Spaß an dem Auftritt zu haben scheint, was sich durch das Mitsingen des Publikums sehr klar erkennen lässt.

Unearth – W.E.T Stage, 21:35-22:20 Uhr:
Unearth, die US-amerikanische Band, die im Genre Metalcore unterwegs ist und zeitgleich extrem viele Parallelen zum Schwestergenre des melodischen Death Metals besitzt, ist nun an der Reihe. Also Unearth, die W.E.T Stage gehört euch. Der Vorhang geht auf und die fünf Amerikaner donnern mit dem 2008 veröffentlichen Stück My Will Be Done in das Zelt des Bullhead Ciry Circus. Leider ist es extrem auffällig, dass die Akustik, ähnlich wie beim Auftritt der Band Chthonic, nicht dem Standard, den wir vom Wacken Open Air gewöhnt sind, entspricht. So ist der Text, unabhängig von der Verständlichkeit der Shouts von Trevor Phipps zwischenzeitlich so übersteuert, dass man kaum ein Wort versteht. Zusätzlich ist die Mischung zwischen Bassgitarre und Gitarre auch nicht ganz perfekt gelungen. Aber naja, das neue Zelt braucht evtl. erst mal eine „Einspielphase“.

Die Höhepunkte des Auftritts sind ganz klar: Der sehr professionell wirkende Lückenfüller während des Ausfalls des Gesangsmikrofons, der Song Arise The Warcry und das Outro Black Hearts Now Reign, bei dem die beiden Gitarristen einen kleinen Abstecher in den Wrestlingring des Bullhead City Circus-Zelts machen, um für kurze Zeit die Instrumente wegzulegen, um sich nach WWF-Manier auf den Boden zu schlagen.

Zusammengefasst ist der Auftritt trotz der technischer Probleme und akustischer Makel sehr bodenständig und cool verlaufen – Unearth schaffen es, trotz Problemen, zu punkten.

Saxon – Black Stage, 20:45-22:15 Uhr:
Die musikalische Seite des Festivals beginnt für mich am Donnerstag, da ich, wie viele andere auch, neugierig bin, wie sich Volbeat als Headliner mit ihrem einzigen Deutschlandauftritt schlagen werden. Da irgendwer auf die Idee kam, überall kleinere oder größere Türmchen zu bauen (vor allem der Captain Morgan-Turm ist so überflüssig wie ärgerlich), laufe ich verfrüht zur Bühne und bin ungefähr bei der zweiten Hälfte des Saxon-Auftrittes auf dem weitläufigem Gelände.

Abgesehen davon, dass mir die Musik von Saxon nie so wirklich zugesagt hat, werde ich die Band wohl nie mehr vergessen: Ich kann mich nur schwerlich daran erinnern, dass eine Band so arrogant und selbstverliebt rüberkam wie Saxon. Natürlich kam das obligatorische „Wir sind total froh hier zu sein“, was so ziemlich jede Band ja mittlerweile sagt und mir tierisch auf die Nerven geht, aber die ganze Mimik und Gestik, die man dank der überdimensional großen Leinwände prima beobachten konnte, war regelrecht anwidernd. Da ist auch die Aussage, dass man zum 7. Mal da ist, keine Rechtfertigung. Den Höhepunkt stellt das Ende der Show dar: Die Fans dürfen zwischen zwei Liedern wählen. Lied eins bekam ein wenig Jubel, Lied zwei eine Nuance mehr, sodass ich als Unwissender selbst beim Schreiben dieser Zeilen keine Ahnung habe, welches Lied gespielt wurde. Ist mir aber auch nach dem Auftritt egal.

Volbeat – True Metal Stage, 22:30-0:00 Uhr:

Dann wird es voll. Sehr voll. Der „Headliner der Headliner“, also die Band, die am Donnerstag die längste Show spielen darf, kommt auf die Bühne. Die von der Fachpresse bejubeltenVolbeat betreten nach gar nicht allzu langer Wartezeit die Bühne und werden scheinbar von Fans und Leuten, die Fans werden wollen, empfangen, anders ist die Fülle nicht erklärbar.

Mir persönlich ging die Show zu lang, da die Stimme des Sängers mir auch schon auf Platte nach ein paar Liedern auf die Nerven geht, aber rein objektiv gesehen, ist das eine Bombenshow. Vor allem, dass Mille von Kreator extra für diesen Auftritt angereist ist und Evelyn Barney von Napalm Death bei Evelyn mitsingt, machen den Auftritt einmalig. Auf jeden Fall ein würdiger Donnerstagsauftritt!

 


Tag 4 – Freitag:

Santiano – Beer Garden Stage, 12:00-13:00 Uhr:
Beim Schlendern über das weitläufige Gelände kann ich zwischendurch immer mal wiederSantiano beobachten, welche auf einen von den neun Bühnen (viel zu viele!) täglich auftreten und mich vollends überzeugen, dass die Musik nicht nur auf Platte, sondern auch live unerträglicher, inhaltsleerer Mist ist, weshalb ich summa summarum vielleicht 3-4 Lieder sehe, obwohl ich vom Pech verfolgt war und die „Musiker“ immer dann spielten, wenn ich gerade unterwegs war. Schneller kann ich leider nicht weglaufen.

Hammerfall – True Metal Stage, 19:45-20:45 Uhr:
Nach sehr kurzer Pause, erscheint die Band Hammerfall auf der True Metal Stage des Wacken Open Airs. Eingeleitet wird das Spektakel um den Sänger Joachim Cans durch das Intro des Albums Infected, welches im Mai 2011 den Fans der Band vorgestellt wurde. Es folgen unter anderem die Songs: Heading The Call, Steel Meets Steel, Last Man Standing und der Klassiker Let The Hammer Fall. Durch die eingängigen Texte und Riffs schaffen es die fünf Schweden immer wieder, das Publikum zum Mitsingen zu animieren.

So erzeugen Hammerfall ein sehr stimmiges Bild, was meiner Meinung nach auch als Headliner des Abends überzeugt hätte. Einzig können die immer wieder auftauchenden Crowdsurfer meine Meinung zu dem echt genialen Auftritt mindern, denn aufgrund der Wetterlage ist dann nicht nur ein Fan auf der Masse unterwegs, sondern auch eine gut gefüllte Matschpfütze, die auf die gute alte Wacken-Manier unter den Stiefeln klebt wie flüssiger Teer. Als Abschluss des circa 58 minütigen Auftritts darf jeder Fan Hammerfalls beim Song Hearts On Fire mit Textsicherheit punkten.

Dimmu Borgir & Orchester – Black Stage, 21:00-22:30 Uhr:
Freitag, 21:00 Uhr ist es soweit. Auf der Black Stage beginnt der Auftritt der norwegischen Metal-Größe Dimmu Borgir.

Begleitet wird das Sextett vom Czech National Symphonic Orchestra sowie einem Chor. Die Bühnenshow ist gewaltig und die geballte Kraft der Band in Verbindung mit dem Chor und dem Orchester löst eine Gänsehautwelle nach der anderen aus. Vier Stücke werden sogar allein von Chor und Orchester performt – für Dimmu Borgir die Möglichkeit, zwischendurch neue Energie zu sammeln. Auch wer für die Norweger nichts übrig hat, kommt an dem Spektakel nicht ohne Staunen vorbei. Ganze eineinhalb Stunden dauert das Schauspiel an und es ist wirklich einfach nur empfehlenswert – für Fans jeglicher Musik.

In Flames – True Metal Stage, 22:45-00:15 Uhr:
Wir kommen beim Highlight des heutigen Freitags an: In Flames! Eineinhalb Stunden Spielzeit und den Titel „Headliner des Tages“ kommen den schwedischen Melodic Death Metallern schon mal zu Gute, doch das soll bei Weitem nicht das Beste des heutigen Abends sein. Allein das Intro macht diesen Auftritt schon sehenswert, denn man sieht nur eine Stoffleinwand und ein Baugerüst, was dahinter steht, während Jester’s Door als Intro die Show einleitet.

Doch auf einmal fällt dieses Gerüst Stück für Stück zusammen und man merkt so langsam, dass das keine normale Darbietung ist, sondern eine Beamer-Show die Performance der Göteburger unterstützt. Los geht es nun mit dem altbekannten Klassiker Cloud Connected, gefolgt von Trigger und spätestens jetzt ist das Publikum voll dabei, während In Flames in Hemd und Weste auf der Bühne ihr Bestes geben. Die Songs Only For The Weak, Reroute To Remain und Crawl Through Knives verstärken das Gefühl, dass dieses Konzert eher eine Best-Of-Show ist, als ein Promotion-Auftritt für das neueste Werk, Sounds Of A Playground Fading.

The Quiet Place und Chosen Pessimist sorgen für einen kurzen Stimmungswechsel und liefern die wohlverdiente Verschnaufpause, die man nach der langen Zeit des Haareschüttelns auch braucht. Lange soll die Ruhe jedoch nicht anhalten, den weiter geht es mit Fear Is The Weakness, Alias und meinem Wunschsong Mirror’s Truth, da dieser auf dem Devil Side Festival nicht gespielt wurde. Gerade bei schnelleren Liedern wie diesem nimmt einem die Pyro-Show wirklich den Atem und es wird immer spektakulärer, was In Flames da abliefern. Auch die Beamer-Show ist mit einigen optischen Täuschungen sehr faszinierend, doch kaum von jemandem in den hinteren Reihen zu sehen.

Um dem ganzen Trubel, der nun mal nach Konzertende herrscht, zu entgehen, bewegen uns bereits jetzt Richtung Campground. Während wir also über den Plaza und den Campground schlendern, hören wir die Jubelschreie zu zwei der bekanntesten In Flames-Songs: Take This Life und My Sweet Shadow. Mit anderen Worten ist das Publikum am Siedepunkt angekommen und feiert und verabschiedet die Band gebührend nach diesem überaus genialen und spektakulären Auftritt, der die Show beim Devil Side Festival locker in die Tasche steckt.


Tag 5 – Samstag:

Gamma Ray & Axel Rudi Pell – True Metal Stage, 13:00-13:45 Uhr & 15:00-16:00 Uhr:
Während wir im Camp die Ruhe vor dem Sturm genießen, uns um Körperpflege und Nahrung kümmern und auf unsere ersten Highlights warten, laufen bereits zwei deutsche Bands auf Hochtouren: Kai Hansen mit Gamma Ray gefolgt von Axel Rudi Pell mit seiner Truppe.

Wir sind zwar nicht vor der Bühne, doch der Sound wird unglaublich klar von den Hauptbühnen herangetragen, sodass man doch Einiges mitbekommt, wie zum Beispiel Heaven Can Wait oder die beiden Helloween-Klassiker I Want Out und Ride The Sky. Die Stimmung des Publikums zu dieser frühen Tageszeit kann man leider nicht hören, doch ich bin mir sicher, dass spätestens beim Publikumsliebling I Want Out mitgegrölt wurde bis zum geht nicht mehr.

Axel Rudi Pell zeigen sich wiederum mit einigen neueren Stücken vom Cirle Of The Oath-Album. Aus der Ferne klingen die Lieder Ghost In The Black und Before I Die sehr überzeugend, worauf ein Medley aus drei älteren Songs folgt: The Masquerade Ball, Casbah und Dreaming Dead. Der Titelsong des Albums muss natürlich auch noch gespielt werden, bevor ein weiteres kurzes Medley das Konzert der Hardrock-Urgesteine beendet. Alles in Allem ein hörenswerter Auftritt, zu dem man nicht die Bühne besichtigen muss.

Napalm Death – Black Stage, 14:00-14:45 Uhr:
Napalm Death tun wieder einmal alles dafür, ihren Ruf als Death Metal/Grindcore-Legende zu stärken: Die Jungs bolzen mit einer Intensität durchs Feld, dass, wenn es Grashalme geben würde, diese spätestens bei diesem Auftritt das Weite gesucht hätten. Spätestens jetzt zahlte sich aus, dass Wacken wahnsinnig viel Geld mit diesem Festival verdient: Der Sound ist bombastisch! Auch die Bühnenpräsenz stimmt, sodass kein Fan enttäuscht wurde.

Six Feet Under – Black Stage, 16:15-17:15 Uhr:
Endlich ist es soweit: Chris Barns, der Mann, der maßgeblich an der Erfolgsgeschichte des Death Metals beteiligt war, tritt mit einer quasi neuen Band auf: Ein Gitarrist ist ihm geblieben, ansonsten ist die Band rundum neubesetzt. Im Gegensatz zu der zweifelhaften Geschichte von Sabaton sind die Mitglieder freiwillig gegangen und Hand aufs Herz: Für die Fans könnte es besser nicht sein, denn vor allem der Schlagzeuger ist mindestens drei Klassen besser. Das neue Album rockt wesentlich mehr als die Vorgänger und live kann man dann auch mit eigenen Augen begutachten, was der Wechsel bedeutete: Hammer Smashed Face! Live! Mit vielen Spitzfindigkeiten, die Cannibal Corpse nicht zu bieten hat, klingt diese Version tausend Mal geiler. Liegt wohl auch daran, dass das Lied von Chris Barns damals geschaffen wurde. Ansonsten gibt es einen bunten Mix durch die Discographie mit dem obligatorischen TNT, das selbst die Bierverkäufer zum Mitgrölen veranlasst. Mehr Ehre für eine Band kann es einfach nicht geben!

Testament – True Metal Stage, 17:30-18:30 Uhr:
Viel Wirbel gab es um das neue Album der Urgesteine Testament. Da während der Festivalsaison in der Regel eh nicht viel neues Material von bekannteren Bands veröffentlicht wird, erhielt das Album eine Menge Aufmerksamkeit, für meinen Geschmack etwas zu viel.

Als Testament die Bühne betreten und die ersten Töne erklingen, bin ich schwer überrascht: Wieso klingt die Band nicht auf der neusten Scheibe so? Ist mir das neuste Album zu glatt, erhalten die Lieder live die so sehnlich vermisste raue Seite, die mich an meine Anfangstage zurückerinnern lässt. 2006 war ich ein riesiger Slipknot-Fan und konnte es kaum erwarten, diese Band live zu sehen. Zwischen dem Kartenkauf und dem Konzert lag die Veröffentlichung von Vol.3, dem Paradebeispiel einer glattgebügelten Produktion. Die Vorfreude raste auf den Nullpunkt zu, zu Unrecht, wie ich dann glücklicherweise feststellen durfte, da die Lieder damals (noch) im Stil der ersten beiden Scheiben live vorgeführt wurden. Genau das passiert mit Testament: Auf Platte „okay“, live „hey!“. Sollte eine neue Live-CD veröffentlicht werden, bin ich einer der Ersten, die diese kaufen würde!

Ingrimm – Wackinger Stage, 19:00-19:45 Uhr:
Ein weiterer Ausflug zur Wackinger Stage steht an und dieses Mal sind die Regensburger Folk-Metaler von Ingrimm mit ihrem Auftritt dran. Drei Alben wurden bereits herausgegeben und somit gibt es genug Material, wie zum Beispiel der Song Tagedieb, der auch für das erste Video der Band bekannt ist. Doch lange hält es mich nicht an der Bühne, da es durch den Versuch, die Hauptbühnen im Bereich um die Wackinger Stage zu übertönen, doch ein wenig zu laut wird. Dennoch liefern Ingrimm einen starken Auftritt ab und versuchen stets, das Publikum zu animieren.

Cradle Of Filth – Black Stage, 18:45-19:45 Uhr:
Da es leider nicht möglich ist, an jeder Stelle zur selben Zeit zu sein, fällt die Berichterstattung nur relativ kurz zur genialen Band um Dani Filth aus, denn das, was ich noch mitbekommen habe, war ein irgendwie sehr agil wirkender Dani Filth der stimmtechnisch wieder auf alten Höhen zu sein scheint. Dass für die Band Cradle Of Filth ein Auftritt von einer Stunde eindeutig zu wenig ist, dürfte jeder Fan der sechs Engländer ganz klar bejahen. Doch hat die Band mit ihrer Setlist eindeutig ins Schwarze geschossen.

Neben meinem Favoriten Her Ghost In The Fog bekommen die Fans auch Nymphetamine, The Forest Whispers My Name und als Abschluss From the Cradle to Enslave von der Wiege des Drecks auf die Ohren – jetzt macht es Sinn, sie haben den ganzen Schlamm zu verantworten.

Dark Funeral – Party Stage, 18:45-19:45 Uhr:
Was haben Dark Funeral, Ingrimm, Moonspell und Cradle Of Filth gemeinsam? Musikalisch nicht allzu viel, aber sie beweisen eines: Neun Bühnen sind zu viel. Die vier genannten Bands spielen entweder gleichzeitig oder überschneiden sich derbe. Ich würde gerne alle vier sehen, was aber nicht machbar ist, zumal Cradle Of Filth und Dark Funeral direkt nebeneinander spielen. Die Wahl fällt dann nicht wirklich schwer, ist Dark Funeral doch die einzige „pure“ Black Metal-Band des Festivals und bietet einen neuen Sänger, den ich heute zum ersten Mal höre: Emperor Magus Caligula hat die Band nach 14 Jahren verlassen und hinterließ 2011 ein derbes Loch, war seine Stimme doch unverkennbar und machte einen großen Reiz der Musik aus.

Der neue Frontmann ist Nachtgarm, vor allem bekannt als Sänger von Negator. Ist es eine gute Idee, auf einen bereits sehr aktiven Sänger zu setzen? Zumal Schweden, Heimatort Dark Funerals und Deutschland, Nachtgarms Herberge, nicht direkt nebeneinander liegen.
Schon nach dem ersten Lied ist klar: Nachtgarm ist bei Negator gut, bei Dark Funeral aber besser! Eine Art Best Of quer durch die Discographie folgt und beweist, dass die alten Lieder unter neuer Führung wunderbar funktionieren, der Klang ist, typisch für Black Metal, ohne Ohrstöpsel kaum erträglich, aber herrlich roh. Zwischen den Liedern nimmt sich die Band immer ein wenig Zeit, ambientlastige Konserven-Brücken zwischen den Liedern zu bauen, was im Kontrast zur sonstigen Hochgeschwindigkeit steht und den Auftritt abrundet. Nach Vobiscum Satanas ist allerdings für mich schon Schluss, da Moonspell rufen, was einem Kulturschock gleichkommt. Die dreißig Minuten, die ich gesehen habe, gehörten mit zu den stärksten, die ich dieses Jahr in Wacken erlebt habe, umso schmerzvoller der Abgang.

Moonspell – W.E.T Stage, 19:15-19:55 Uhr:
Wieso? Weshalb? Warum? Diese Fragen stelle ich mir, nachdem ich einen Sprint von Dark Funeral (Party Stage, welch Ironie) zum Zelt hingelegt habe und Moonspell gerade den begonnen hatten zu spielen. Die Quasi-Volkshelden Portugals verfolge ich seit The Antidote von 2003 und freue mich, sie endlich live sehen zu können. Doch halt, irgendetwas stimmt nicht: Die kleine Bühne ist gerammelt voll, zwölf Leute zähle ich, ohne Gewähr, der Schlagzeuger ist hinter einer Plexiglaswand verbunkert. Erinnerungen an die Christuskirche in Bochum werden wach, wo Empyrium und Dornenreich Akustiksets spielten und siehe da – Moonspell tun es ihnen gleich! Etwas irritiert schaue ich auf die Running Order, um zu gucken, ob ich unfähig zu lesen bin und muss feststellen, dass Moonspell im Gegensatz zu Dimmu Borgir oder Sepultura nicht speziell gekennzeichnet sind. Ein Medaillengefühl packt mich: Auf der einen Seite hätte ich gern die volle, metallische Kraft Moonspells erlebt, auf der anderen Seite weiß ich, dass Akustikauftritte richtig gut sein können, kann mir das bei Moonspell auch nur schwerlich vorstellen, da die Musik vor allem von den intensiven Wechseln zwischen harten und weicheren Parts lebt.

Aber Volkshelden können scheinbar auf solche Elemente verzichten: Der Auftritt ist der Wahnsinn und genau, was ich brauche. Nach dem Geballer von Dark Funeral und dem noch folgenden Kalibern von Amon Amarth und Nasum tut diese Abwechslung gut. Fernando Ribeiros Gesang klingt mit dieser Besetzung, die auch Hintergrundsänger mit sich bringt, einfach genial. Auf seine Schreistimme verzichtet er glücklicherweise nicht, sodass er sein komplettes Repertoire ausreizen kann, was natürlich im Kontrast zu den Streichern steht, ohne ins Absurde abzudriften. Man hätte diesen Auftritt viel größer bewerben und die Band auf die großen Bühnen verfrachten und nicht parallel zu anderen bekannten Bands spielen lassen MÜSSEN! Schade für die Band, die sich daraus aber nichts macht und trotzdem in einem gut gefülltem Zelt spielt und Leistung auf Headlinerniveau liefert. Mit der richtigen Werbung könnten Moonspell in zwei oder drei Jahren eine gesunde Alternative zu der aktuell etwas zu sehr beschränkten Headlinerauswahl der Festivals allgemein sein, vor allem, wenn das Set erweitert werden würde und auch elektronisch verstärkte Gitarren manchmal, aber nicht immer, zum Einsatz kämen. Wünschen kann ich es der Band nur!

Sylosis – Headbanger Stage, 20:00-20:35 Uhr:
Während gerade die schwedische Band Amon Amarth die Black Stage unsicher macht, verschlägt es Kamikatze und mich ins Bullhead City Circus-Zelt, denn die britische Band Sylosis hat einen Slot auf der Headbanger Stage des diesjährigen Wacken Open Airs ergattern können.

Leider merkt man der Menge der Fans an, dass gerade Amon Amarth spielt, denn aktuell stehen vielleicht 300 Leute vor der Bühne, die min. das Zehnfache hätte verkraften können. Aber umso besser ist es, dass die „paar“ Leute, die hier auf Sylosis warten, auch echte Fans der Band sind und neben Textsicherheit auch einen extremen Aktionismus mitgebracht haben. Gerade ist das Intro gespielt, fängt der erste Circle Pit hinter uns an und uns kommt es fast so vor, als ob die Länge des Circle Pits abhängig von der Uhrzeit wird, denn es folgt ein Pit nach dem anderen.

Man kann zu Sylosis nur Positives vermelden, denn die Band schafft es trotz der relativ geringen Anzahl an Zuschauern, noch zu überzeugen. Die Akustik ist bei Weitem besser als noch bei Unearth oder Chthonic, die am Tag zuvor dieselbe Anlage bespielt haben.

Nebenbei ist noch zu erwähnen, dass die Security hier echt vorbildlich und vorausschauend arbeitet, denn selbst zu dem Zeitpunkt, als eine Frau in der achten Reihe einen Schwächeanfall erleidet, schafft es die Security, diese aus der Menge herauszupicken. Ebenso gut finden wir die Reaktion bei einem Fan, der plötzlich auf Krawall gebürstet war – packen und raus! So muss das sein!

Amon Amarth – True Metal Stage, 20:00-21:15 Uhr:
Amon Amarth sind aktuell auf dem Hoch ihrer Karriere, sie einzuladen bedeutet immer automatisch ein volles Haus. Das ist vor allem dem neusten Album geschuldet, dass das bisher eingängigste der Jungs ist. Außerdem merkt man, dass die Lieder wie irre geprobt werden, ich habe vor einigen Monaten gelesen, dass bei den regelmäßigen Bandproben immer zwei (!) Sets durchgespielt werden. Dadurch spielt die Band natürlich ungeheuer sicher und schafft es, sich nicht anmerken zu lassen, dass sie die Lieder zum sicherlich eintausenddreihundertundsiebenundfünfzigsten Mal spielen.

Die Zuschauer dürfen sich nach dem Opener War Of The Gods, der auch der Opener der aktuellen Scheibe ist, über Runes To My Memory, welches auf With Oden On Our Side ebenfalls an zweiter Stelle steht freuen, welches mein persönliches Favoritenlied ist. Als drittes Lied folgt das sich auf Surtur Rising ebenfalls an dritter Stelle befindliche Destroyer Of The Universe, das bei mir wie immer zu einem Ohrwurm führt. Death In Fire bricht mit dieser Chronologie, es folgen noch sechs weitere Lieder, bevor die berühmt-berüchtigten Zugaben Twilight Of The Thunder God und Guardians Of Asgaard folgen. Ein wirklich solider Auftritt mit dem obligatorischem Spruch, dass man bei Death Metal eh nichts vom Gesang versteht (beim ersten Mal fand ich den sogar ganz lustig…), aber bis zur nächsten Platte werde ich Amon Amarth ausweichen, die Auftritte verlaufen mir zu ähnlich. Wer die Band zuvor noch nicht live erleben durfte, kommt aber definitiv auf seine Kosten!

Nasum – W.E.T Stage, 20:40-21:15 Uhr:
Totgeglaubte leben länger: Kennt die Jungs eigentlich noch irgendwer? Nach dem tragischen Tod von Mieszko Talarczyk im Jahre 2004 habe ich die Band ein paar Jahre später innerlich zu Grabe getragen. Und was sehe ich bei der Durchforstung der Running Order? Nasum! Extra für ihr (theoretisches) zwanzigjähriges Jubiläum werden ein paar Auftritte gespielt. Ich gehe mit der Erinnerung an den Lifelover-Auftritt in Essen zu der Show, die damals genutzt wurde, um den Tod des musikalischen Kopfes zu würdigen. Dabei wurde komplett auf Material von Lifelover verzichtet und ich habe mich mehr als auf einer Beerdigung eines Unbekannten gelangweilt. Nasum machen es richtig: Sie liefern die energiegeladenste Show des gesamten Festivals! Wer vorne stehen will, kann dies ohne Probleme machen, da das Zelt verhältnismäßig leer ist. Grindcore war eben noch nie ein Publikumsmagnet. Dafür stehen dann auch nur Leute vorne, die die Band auch wirklich sehen wollen, was die Stimmung beflügelt. Trotz einer riesigen Schlammpfütze vor der Bühne gibt es viel Bewegung, die Fans feiern den Abschied der Band mit viel Enthusiasmus und der Sänger springt sogar zweimal von der Bühne auf die Boxen, die direkt auf dem Boden vor dem Gitter stehen, was sehr cool rüberkommt. Nach dem Auftritt tritt Wehmut ein: Das Wissen, dass man die Jungs in der Konstellation nicht mehr sehen wird, strebt der Freude über das gerade Gesehene entgegen und hinterlässt ein schizophrenes Gefühl. Macht‘s gut, Nasum, es war eine geile Zeit mit euch!

Russkaja – Wackinger Stage, 21:30-22:15 Uhr:
Als ich nach dem Auftritt von Amon Amarth so über den Wacken Plaza schlendere, sehe ich zwei Dinge: Eine pechschwarze Wolkenfront, die genau in Richtung Gelände zieht und die Band Russkaja auf der Wackinger Stage. Beides gibt mir Grund für die gleiche Sache: Schnaps trinken! Wenigstens ein Schluck „Pech“ muss herhalten, um Mut für das kommende Unwetter zu sammeln, während man der Ska-Musik der österreichischen Kombi lauscht. Doch lange bleiben kann ich nicht, denn diese Wolkenfront wird sich noch als ein Fast-Weltuntergang zeigen.

Machine Head – True Metal Stage, 23:15-00:30 Uhr:
„Hey, willst du mit nach Wacken?“ „Wer spielt denn?“ „Volbeat, Scorpions, Ministry, Machine Head…“ „Machine Head? ENDLICH! Sowas von dabei!“
Machine Head waren mit The Blackening zum ersten Mal seit dem Lied Davidian wieder richtig gut, mit Unto The Locust konnte die Band sich selbst noch einmal übertrumpfen. Ich liebe diese Scheibe einfach. Umso erfreuter war ich über die Information, dass die Band diese Platte ebenfalls liebt und davon viel live spielt.

Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Gut eine Stunde vor Beginn des Auftrittes ziehen schwarze Wolken auf, ein riesiges Gewitter sollte der traurige Tiefpunkt des Wetters sein, ausgerechnet zu dem von mir am meisten erwarteten Auftritt. „Kein Problem, das bisschen Wasser ertrag ich schon“, denk ich mir als der Sturm beginnt. 5 Minuten später muss ich meine Meinung revidieren: Unser Pavillon will einen Abgang machen, ebenso mein Zelt und mit diesen Geschehnissen auch die Hoffnung, Machine Head live zu SEHEN.

Zumindest hören ist drin: Zeltplatz H + eine perfekte Windrichtung machen es möglich. Ganze 10 Lieder zähle ich, was eine ganze Menge ist, wenn man an die durchschnittliche Lieddauer denkt: Mein Lieblingslied Beautiful Morning fehlte zwar, dafür gab‘s alle Hits der Band: Locust, Darkness Within, I Am Hell, Halo und das vorhin schon erwähnte Davidian waren mit von der Partie und dürften gewitterresistente Fans in Ekstase versetzt haben. Mir persönlich gefällt der Auftritt sehr gut, auch ohne Optik.

Edguy – Ture Metal Stage, 02:00-03:00 Uhr:
Nach der apokalyptisch wirkenden Wolke vor ca. vier Stunden und dem Wolkenbruch, den sie mit sich brachte, ist jetzt Zeit für den Surprise Act. Wie jedes Jahr wird ein Act nicht bekanntgegeben und dieses Jahr hat die Kombo um Mastermind Tobias Sammet die Ehre.

Als „Late Night-Act“ spielen die fünf Musiker aus Fulda als letzter heute im zwei Uhr-Slot des Festivals.

Ich glaube, wir haben auf dem gesamten Festival keine Setlist gehört, die besser gemischt war. So greift Edguy fast jedes Album für ein Lied ab. Neben Tears of a Mandrake vom 2001 erschienenen Album Mandrake, Lavatory Lovemashine des Hellfire Club-Albums, Superheroes von 2006 oder dem Song Babylon vom Theater of Salvation-Album, sorgen die Stücke Robin Hood und Nobody’s Hero vom letzten Album Age Of The Joker für eine gekonnte Abwechslung. Wie von Edguy gewöhnt, schaffen sie es, das Publikum komplett mitzureißen – ein perfektes Abschlusskonzert für das diesjährige Wacken Open Air

Abreise Teil 1 – Die nächtlichen Flüchtlinge:
Da das Wetter dieses Jahr leider nicht so wirklich mit den Metalern war, fällt die Entscheidung für die Rückreise für einige Metalheads recht früh aus. So finden wir am Samstagabend bereits einige große Lücken im Campground wieder. Hin und wieder bestimmt ein im Schlamm steckendes Fahrzeug das Bild der Hauptwege und aktuell ist nicht viel vom Abreisestau zu merken.


Tag 6 – Sonntag:

Die letzten Eindrücke und die Abreise:
Nach dem letzten Konzert am Vorabend (Edguy), erblicken wir am Sonntagmorgen (ca. 8:00 Uhr) einen Campground, der mich ein wenig an zwei Schweizer Spezialitäten erinnert. Erstens an Schweizer Käse (weil mehr als 50% der Leute bereits über Nacht abgereist zu sein scheinen und somit viele Löcher hinterlassen haben) und zweitens an Schokoladenfondue, denn der Weg, der gestern noch einigermaßen passierbar wirkte, ist jetzt mit einer circa zehn Zentimeter dicken und schokoladenbraunen Schlammschicht bedeckt. Aber trotz aller böser Vorahnungen schaffen wir es wirklich ohne großen Probleme, den Campground zu verlassen und finden uns relativ schnell auf einer befestigten Straße wieder. Jetzt trennen uns nur noch eine Polizeikontrolle, ein Tankstellenbesuch und ein Halt bei einem Fastfoodrestaurant unseres Vertrauens von unserem zu Hause. Aber ihr wisst ja, für uns gilt es wie jedes Jahr: Nach dem Wacken ist vor dem Wacken!

Abschließende Bemerkungen & Fazit:
Was lässt sich also noch hinzufügen? Zu den 10.000 Leuten, die hinter und vor den Kulissen gearbeitet haben, kann man an sich nicht viel sagen, außer dass sie einen hervorragenden Job gemacht haben und das Festival durch die Techniker, Verkäufer, Security, Sanitäter, Organisatoren, Bands, das Sanitärpersonal usw. erst zu dem geworden ist, was sich Wacken Open Air schimpft.

Lediglich das Preis/Leistungs-Verhältnis der Fressbuden ist stellenweise unter aller Sau, sodass man mit 4,50 € für ein nach nichts schmeckendes Stück Pizza, was nicht satt macht, doch eher schlecht dabei ist. Ebenso sind 2,50 € für 200ml Kaffee einfach unverschämt, während 0,50 € für unbelegte Brötchen doch ganz in Ordnung ist. Aber das ist natürlich nicht an allen Ständen so und wenn man weiß wo, wird man auch für kleines Geld satt. Leider müssen wir auch die Security ein wenig kritisieren: Sie haben zwar einen tollen Job gemacht und selbst eine Nagelfeile, die kleiner als ein Zeigefinger ist, gilt schon als No-Go(Respekt davor!), aber so unfreundliches Personal hat man doch selten erlebt und für etwas angebrüllt zu werden, was man weder gesagt, noch getan hat, ist schon sehr doof und versaut einem die Stimmung unmittelbar vor einem Konzert. Aber auch hier gibt es natürlich Ausnahmen und man kann durchaus nachfragen, ob ein Security nicht eben ein Bild von uns machen kann, und schwupp, alles klappt super. Wie sagt man so schön: in jeder Familie gibt es mindestens ein schwarzes Schaf.

Das wohl Lächerlichste am ganzen Festival kommt aber erst noch: Der Werbepartner und sein Duschgel! Wer liest schon die Hinweise, die auf einer kleinen Shampoo-Flasche stehen? Niemand, richtig, aber man sollte dies tun, wenn dort doch geschrieben steht, dass es für Gesicht und Intimbereich ungeeignet ist, mit einem großen „ACHTUNG“ darüber. Das ist nicht nur peinlich, sondern gefährlich, da man das Label auf der Tube erst aufklappen muss, was man, wenn überhaupt, aus Zufall oder aus Langeweile macht, meistens aber erst dann, wenn es bereits zu spät ist. Sowas darf eigentlich nicht passieren und die Leute, die im Nachhinein ein Gefühl des Juckens im Schritt hatten, sollten sich definitiv beim Werbepartner des Festivals beklagen.

Die Sanitäranlagen wiederum waren stets sauber und nur am frühen Vormittag war es problematisch, auf die Toilette zu kommen, da offenbar alle zwischen 8:00 Uhr und 12:00 Uhr auf Klo mussten. Außerhalb dieser Stoßzeit war es aber zu keinem Zeitpunkt problematisch, sein Geschäft zu verrichten und der Körperpflege nachzukommen. Die Dixies braucht man dagegen eigentlich nicht zu erwähnen, da wohl bekannt sein sollte, dass ein Dixie-Klo mit jedem Tag schlimmer aussieht und noch viel schlimmer stinkt.

Wir fassen also zusammen: Das Wacken Open Air ist ein Festival wie kein anderes und entweder man fühlt sich wie zu Hause oder man gehört dort nicht hin. Hier kann jeder mit jedem reden und mit den richtigen Leuten ist selbst die dunkelste Wolke der Apokalypse ein grosser Spass. Das Personal war zum grössten Teil hilfsbereit und freundlich und die Technik immer auf höchstem Niveau und selbst wenn mal ein Fehler passierte, wurde dieser innerhalb von Sekunden ausgebügelt. Und selbst auf unserem Campingplatz war der Lärm immer auf einem ertragbaren Level, sodass man mit oder ohne Oropax erstaunlich gut und lange schlafen konnte. Wenn man nicht gerade zur morgentlichen Stosszeit auf den Pott musste, war auch die Sanitäranlage einen Besuch wert, da Sauberkeit dort stets regierte. Zu kritisieren gibt es somit wenig und die Ausnahmen wurden bereits oben erwähnt, wer aber noch mehr zu loben oder zu kritisieren hat, soll doch bitte an der jährlichen Umfrage vom Veranstalter teilnehmen.

Abschliessend möchten wir den gut 10.000 Leuten danken, die hinter diesem Festival standen, sowie den 75.000 Besuchern, die das Wacken Open Air zu dem gemacht haben, was es ist. Unter diesen 75.000 Menschen sind noch ein paar besodnere, denen unser Dank gehört: Unsere Zeltnachbarn, darunter Geburtstagskind Patrick, für die tollen abendlichen Stunden, Spontangast Yvonne für die tolle Zeit und den Humor, sowie Toni Gunner von Mondkringel Photography für ihre phantastischen Bilder. Dann darf ein Dank an unseren Partner Qorn (http://www.qorn.de) nicht fehlen, der uns mit massig Material unterstützt hat und wer bei jeder Danksagung zu kurz kommt, ist eindeutig das riesige Team, welches für das reinigen der Toiletten zuständig war! Ihr macht einen harten Job, danke euch für die meist sauberen Toiletten! Bleibt so wie ihr seid, denn wir kommen nächstes Jahr wieder und ihr!?

Fazit von Maddin:
„Veni Vidi Violini – Ich kam, sah und vergeigte.“ Trotz des Regens war die Organisation durchdacht und gut. Zu den Bands kann ich leider nichts sagen. Aber ich kann nun aus erster Hand sagen, dass die medizinische Betreuung vor Ort gut ist.

Fazit der Behörden vor Ort (Quelle: http://www.shz.de):

Fazit der Polizei:
Die Veranstaltungskriminalität reduzierte sich im Vergleich zu den Vorjahren. Das Wacken Open Air ist ein insgesamt sicheres Festival, weil Polizei, Ordnungsdienst des Veranstalters, Sanitätsdienst, Rettung, Feuerwehr und andere beteiligte Behörden und Dienststellen kooperativ zusammen arbeiten. Kurzum: Die Sicherheit in Wacken zieht an einem Strang.

Straftaten: Rund 430 Straftaten (davon etwas 100 Taschendiebstähle, 200 Diebstähle aus Zelten; 1 Raub sowie Ticketfälschungen und sonstige Delikte; rund 60 BTM-Delikte im Straßenverkehr; rund 100 Gramm sichergestellter Drogen und 3 Festnahmen

Fazit der Feuerwehr:
„Das auf dem Veranstaltungsgelände aufgestellte Großzelt mit einem Fassungsvermögen von 10.000 Personen machte einer höhere Kräftezahl erforderlich“, erklärte Matthias Venor (Wehrführer Wacken). Eingesetzt waren die Kräfte der Feuerwehr (Frauen und Männer) 103 Mal – in erster Linie waren Kleinfeuer auf der Fläche zu löschen; aber auch ein Gasgrill, der in Flammen stand und die von den Betreibern nicht gelöscht werden konnten. Matthias Venor: „Beteiligt haben wir uns auch am Abpumpen von nassen Flächen im Infield, damit die Veranstaltung weiter gehen konnte.“ Insgesamt sei Wacken 2012 für die Feuerwehr ruhig gewesen. „Das lag an der Wetterlage.“ Venor bedankte sich für die gute Zusammenarbeit unter den BOS-Kräften (BOS = Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben). Kontakt: Matthias Venor – 0172/8631067).

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