” Sponsored by Wacken: Ein Wochenende von Metaller für Metaller – Musik – Workshops – Meetings!”

Eventname: 2. Hamburg Metal Dayz 2013

Bands: 5th Avenue, Accuser, Bombus, Caliban, Children Of Bodom, Eskimo Callboy, Insomnium, Maroon, Medeia, Orden Ogan, Paragon, Rage, Run Liberty Run, The New Black

Location: Markthalle (Klosterwall 11), 20095 Hamburg

Homepage: http://www.hamburg-metal-dayz.de/de/

Datum: 27.-29. September 2013

Kosten: Tagesticket: 28,50 € inkl. Gebühren; 2-Tages-Ticket für Fr/Sa: 45 € inkl. Gebühren – limitiert!; 3-Tages-Ticket: 67 € inkl. Gebühren – streng limitiert!

Besucher: ca. 3.000 zahlende Gäste

Veranstalter: ICS Festival Service GmbH (http://www.ics-int.de)

Vorwort:

Zum zweiten Mal finden in der schönsten Stadt der Welt die Hamburg Metal Dayz statt – parallel zum Reeperbahnfestival. So wird auch dem nicht Rock/Pop-Publikum etwas geboten, quasi als kleines Indoor-After-Wacken-Festival. Nicht nur musikalisch, sondern auch in Form von informativen Panels, Workshops und Lesungen an drei Tagen in Folge.

Die verschiedenen Veranstaltungen erstrecken sich über die gesamte Markthalle. Die Konzerte finden im großen Saal und im MarX statt. Workshops und Panels gibt es im MarX, Lesungen im großen Saal. Das Foyer steht offen für Merch, Meet & Greet, der Mandowar-Show und Tattoo-Lounge. Man kann sich kostenlos das W:O:A-Logo stechen lassen. Und es gibt tatsächlich Menschen, die diesem Angebot nicht widerstehen können!

 


Tag 1 – Freitag

Dieser Tag steht unter dem Motto Young Generation Night. Schon fast klar, was dort geboten wird: Metalcore. Das Vorprogramm besteht aus Merchandise-Panel, Black Mandel Lesung, und W:O:A-Kickoff. Der musikalische Abend beginnt mit Scarred by Beauty aus Dänemark. Trotz Publikumsflaute kommt die extreme Spielfreude an.

Zumindest als eine gute Einstimmung für die darauffolgenden und bekannten deutschen Eskimo Callboy. Wie man sie auch schon aus Wacken kennt wird es bunt, laut und schrill, quasi die Disco-Jungs des Abends. Als Begrüßung bringen sie eine leckere Bierdusche mit – sehr zur Freude der Fotografen. Genauso discomäßig wird es parallel im MarX bei Run Liberty Run, die in weißer Montur in blauem Licht getaucht die überschaubaren Zuschauer einheizen. Zwischendurch hat Mambo Kurt im VIP-Bereich für Entertainment zu sorgen. Seine Klimperversionen von bekannten Metalsongs sind eine nette Abwechslung und untermalen fantastisch die 3D-Vorschau des kommenden Wacken-Films, welcher mit 3D-Brillen auf Leinwand angeschaut werden kann. Das Highlight des Abends sind Caliban, die man hierzulande zwar sehr oft zu sehen bekommt, dennoch sind sie ein absoluter Stimmungsgarant.

Zu früherer Stunde stehen Caliban im Meet & Greet ihren Fans gegenüber und können dem Andrang kaum Herr werden. Trotz kleiner technischer Pannen feiern sie wieder eine brillante brachiale Show ab und zum Circle-Pit und Crowdsurfing wird animiert. Parallel spielen Bombus im kleinen Saal. Neben den Klassikern beenden Caliban den ersten Abend der Hamburg Metal Dayz mit dem Coversong Sonne von Rammstein.


 

Tag 2 – Samstag

Das Motto des Tages lautet Full Metal Night. Neben dem Vorprogramm Mambo Kurt, Panel: „Geld im Musikgeschäft“ und „Touring“ und der Lesung von Micha-El Goehre machen The New Black den Einstand in der Main Hall. Die Hard-Rocker aus Würzburg standen sogar schon mit AC/DC auf der Bühne.

Darauf gibt es im MarX einen Workshop mit Victor Smolski, Gitarrist und Klimpermann von Rage – dem Hauptact des Tages. Ein optisches Highlight sind aber definitiv die deutschen Orden Ogan. Mit Windmaschine und Endzeit-Kriegern à la Mad Max wird Power Metal-mäßig gerockt und das eine ganze Stunde lang.

Parallel geben sich 5th Avenue im MarX die Ehre. Hier dancen sich ein paar wenige Kuttenträger den Schweiß von der Stirn. Rage aus Herne betreten nicht ganz pünktlich die Bühne (es gibt wohl ein wenig Schwierigkeiten beim aufwendigen Schlagzeugset) – ganz ungewohnt zu dritt – wo man sie neulich in Wacken noch pompös mit Orchester und diversen Gesängen sah. Power Metal par excellence erfüllt den Saal und erfreut die an diesem Tag etwas betuchtere Masse. Straight To Hell ist ein Highlight der Show. Kurz vor Ende des Abends kann man noch schnell zu Paragon reinschauen, bevor dann pünktlich um 23 Uhr auch der Samstag vorbei ist.


Tag 3 – Sonntag

Eigentlich war dieser Konzerttag schon vor den Metal Dayz geplant, so wurde das Motto glatt nach dem Hauptact benannt: Bodom Night. Heute bietet das Vorprogramm: Recording & Producing Panel, diverse Meets & Greets, Mambo Kurt und einen interessanten Vortrag von Tim Eckhorst über „Cover Art“. Spannend sind hier die kleinen eingearbeiteten Micky Mäuschen in diversen Iron Maiden-Covers. Wer hätte das gewusst?

Die Finnen von Medeia starten heute die Bodom Night mit Metalcore als einzige Band mit weiblicher Besetzung am Synthi. Das kurze 30 minütige Set stimmt gut auf die folgenden großartigen und sympathischen Jungs von Insomnium ein. Sie kommen ebenfalls aus Finnland und ihr Melodic Death Metal ist allseits beliebt. So präsentieren sie an diesem Abend ihre erst neu erschienene EP Ephemeral. Warum sie nicht einmal eine Stunde spielen dürfen, ist unverständlich. Ebenso, warum deren Meet & Greet nach 10 Minuten mangels Interesse abgebrochen wird.

Dafür wird Children of Bodom eine umso längere Bühnenzeit gewährt – ganze eineinhalb Stunden. Sie halten es allerdings nicht für nötig, sich ihren Fans beim Meet & Greet länger als 15 Minuten zu stellen, obwohl 30 Minuten angedacht waren. Parallel stehen Accuser im kleinen Saal und geben ihren Thrash Metal zum Besten – ganz unfinnisch für diesen Themenabend. Wie man Children of Bodom kennt, kommen sie mit viel Lichtshow, einer Videoleinwand und dem BH-Sammelständer des Keyboarders auf die Bühne. Alexi posiert wie gewöhnt mit Nagellack, Kajal und silbernen Armreifchen. Die Show ist großartig, der Saal rappelvoll und das Finale der Hamburg Metal Dayz fulminant.

Leider weiß man auch nach den drei Tagen immer noch nicht, wer denn jetzt als Headliner zum Wacken Open Air 2014 kommt. Man munkelt ja so einiges…

 

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