Unchained Horizon – The Guardian’s Call

13.03.2026 - Heavy Metal / Metal - Eigenproduktion - 55:51 Minuten

Mit The Guardian’s Call veröffentlichen die Wilhelmshavener Heavy-Metal-Recken Unchained Horizon ihr drittes Studioalbum. Vier Jahre nach dem starken Album Fallen Kingdom bricht für die fünf Musiker ein neues Abenteuer an. Elf neue Werke schmücken den Silberling, der auf eine Spielzeit von über 55 Minuten kommt und als Eigenproduktion den Weg in die Metallandschaft finden wird. Im Fokus steht dabei einmal mehr die klassische Handschrift, die in epischen Gefilden wildert und durch die markanten Vocals von Sascha Heese getragen wird. Ohne Frage eine ereignisreiche Epoche, die dieser Tage für Unchained Horizon anbricht. Bassist Andi Bauer, der seit sechs Jahren dem Tross angehört, wird nach dem Release musikalisch weiterziehen. Wer ihn noch mal live erleben möchte, sollte zur CD-Release-Party am 13.03.2026 nach Wilhelmshaven pilgern. Andi geht jedoch nicht still und leise, sondern mit einem lauten Knall, der sich The Guardian’s Call schimpft. Mit Fallen Kingdom konnte man sich eine Fanbase aufbauen, die sich jetzt auf The Guardian’s Call freuen darf.

Unchained Horizon gehen ihren eigenen klassischen Heavy-Metal-Weg

Bereits das Intro lässt es vermuten: Das norddeutsche Quartett hat seine Tugenden nicht über Bord geworfen. Klassische Atmosphären erklingen bereits beim Intro The Guardian’s Call Part I. Kein Schnickschnack, keine modernen Sampler, sondern ein ehrlicher Sound weht dem Hörer ins Gesicht. Die Geschichte nimmt mit Grim Reaper und Heroes ihren Lauf. Unchained Horizon agieren dabei härter als in der Vergangenheit. Griffig laden sie die Riffs ab, um immer wieder das Tempo anzuziehen, ohne dabei Sascha auf der Strecke zu lassen. Emotional und mit ergreifenden Tiefen lassen sich die Musiker in langsame Passagen fallen, um wie ein Phönix aus der Asche immer wieder emporzuschießen. Das Ergebnis erinnert an die erste Edguy-Scheibe oder auch an ihre norddeutschen Kollegen von Mob Rules. 80er-Iron-Maiden-Einflüsse prägen weiterhin die Handschrift, ohne ein eigenes Gesicht zu verlieren.

The Guardian’s Call besitzt alles, was ein gutes Old-School-Werk ausmacht

Krachende Refrains greifen in galoppierende Gitarrenmelodien. Arne Meinerts an den Fellen schiebt seine Vordermänner immer wieder an und hält die Geschwindigkeit hoch. Weniger Balladen-Passagen, mehr Refrain-Gewitter ziehen den Hörer durch The Guardian’s Call. Im Kopf bleiben als Höhepunkte in einem ohne Abstriche guten Werk War und No More Tomorrow. Wer die Band immer noch nicht auf dem Zettel hat, sollte in das Studioalbum hineinhören und die Lücke schließen.

HIER! geht es für weitere Informationen zu Unchained HorizonThe Guardian’s Call in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Unchained Horizon – The Guardian’s Call
Fazit zu The Guardian’s Call
Die Entwicklung ist stark, und wer hätte gedacht, dass Unchained Horizon ohne Probleme die Leistung von Fallen Kingdom auf The Guardian’s Call bestätigen können. Aktuell ist die Truppe ohne Label unterwegs und veröffentlicht auch diese neue Platte als Eigenproduktion. Da kann man zusätzlich den Hut abnehmen und die Daumen drücken, dass die verdienten Lorbeeren in den nächsten Monaten eingefahren werden können.  

Anspieltipps: War und No More Tomorrow
René W.
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