„Die Herren der Dunkelheit treten wieder ans Licht“

Artist: Atrocity

Herkunft: Ludwigsburg / Deutschland

Album: Master Of Darkness

Genre: Death Metal, Avantgarde

Spiellänge: 17:05

Release: 08.12.2017

Label: Massacre Records

Link: http://www.atrocity.de/

Bandmitglieder:

Vocals – Alexander Krull
Guitars, Bass – Thorsten Bauer
Guitars – Pete Streit
Drums – Joris Nijenhuis

Tracklist:

1. Masters Of Darkness
2. Menschenschlachthaus
3. Gates To Oblivion
4. Devil’s Covenant

Atrocity sind zurück – und wie! Als Teaser für ihr nächstes Album servieren sie uns eine 4 Track EP. Erhältlich auf CD und zudem löblicherweise auch als 2 Track Single auf schwarzem Vinyl verfügbar für die Sammler.

Masters Of Darkness wurde von Atrocity Mastermind Alexander Krull im Mastersound Studio produziert. Das Cover Artwork wurde von Stefan Heilemann / Heilemania (u.a. Lindemann, Epica, Kamelot) erstellt. Zudem tat man sich mit der kanadischen Sounddesignerin Katie Halliday (Saw V, Saw VI, Saw 3D (VII), The Devil’s Carnival und Todd Und Das Buch Des Ultrabösen) zusammen.

Gleich vorweg: Es erwarten uns vier saustarke Songs, die da weitermachen, wo das letzte Album Okkult aufgehört hat und wohl das nächste Album Okkult II anknüpfen wird.

Atrocity haben zu einer unglaublichen brachialen Härte zurückgefunden. Trotzdem bleiben die Songs sehr eingängig und wirken nie sperrig. Hierfür sorgen vor allem auch die in allen vier Songs eingesetzten Frauenchöre, die aus meiner Sicht ein wirklich geniales Pendant zu Alexander Krulls Growls darstellen.

„Der Tod ist ein Meister aus Deutschland“. Mit diesen Worten beginnt der Opener und Titelsong der EP. Ein Frauenchor stimmt wunderbar schön ein, sodass es einem die Nackenhaare sträuben lässt. Dann beginnt Alexander mit den Growls und dem Master Of Darkness wird mit tiefen Growls gewürdigt. Und immer wieder dieser geniale Frauenchor, der dem Stück partiell einen klassischen Anstrich gibt. Dann kommt auch noch Pete Streit mit einem genialen Gitarrensolo daher. Absolut genial dieser Song.

Weiter geht es mit dem deutschsprachigen Song Menschschlachthaus, der mit einer Maschinengewehrsalve beginnt und dann in Blastbeats übergeht. Hier wird geknüppelt und gegrowlt, was das Zeug hält, dazu Bassstakkatos ohne Ende. Und immer wieder der Chor, der auch Menschenschlachthaus so eindringlich macht.

Gates Of Oblivion beginnt mit dem Frauenchor. Irgendwie okkult beschwörend. Dann sorgen die Growls von Alexander Krull dafür, dass nichts in Vergessenheit gerät. Und immer wieder der Refrain: Growls und Chor zusammen, einfach entzückend. Alles brachial und hart. Die Drums dürfen auch wieder Blastbeats hervorbringen. Die Gitarre darf aufheulen wie ein Hengst.

Der letzte Song Devil’s Covenant wirkt beschwörerisch. So, wie wir uns eine Beschwörungsszene in einem guten Horrorfilm vorstellen können. Das ist schon genial, wie hier der Teufelsbund heraufbeschworen wir. Unterlegt mit treibendem Metal. Wohldosiert peitschen die Chöre wieder hervor. Gerade bei diesem Song merkt man den Einfluss der kanadischen Sounddesignerin Katie Halliday.

Atrocity – Master Of Darkness
Fazit: Atrocity bieten uns mit der EP Master Of Darkness einen tollen modernen Death Metal mit einem gehörigen Schuss Avantgarde drin. Atrocitiy, eine der experimentellsten und abwechslungsreichsten Bands überhaupt, legen uns ihr Werk 2018 vor. Es ist brutal, bombastisch, düster und eingängig zugleich! Schade, dass es nur eine EP mit einer Länge von 17 Minuten ist. Die Vorfreude auf das Album Okkult II ist riesengroß!

Anspieltipps: Master Of Darkness, Menschenschlachthaus
Juergen S.9.9
9.9Gesamtwertung
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