Canedy – Warrior

Manowar Gründungsmitglied mit neuer Band

Artist: Canedy

Herkunft: Scranton, PA, USA

Album: Warrior

Spiellänge: 45:35 Minuten

Genre: Heavy Metal, Hardrock, NWoTHM

Release: 07.08.2020

Label: SleaSzy Rider Records

Links: https://de-de.facebook.com/carl.canedy/
https://canedyband.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Mike Santarsiero
Gitarre – Charles Russello
Bassgitarre – Tony Garuba
Schlagzeug – Carl Canedy

Tracklist:

  1. Do It Now
  2. Not Even Love
  3. Lies
  4. Hellride
  5. Warrior
  6. 3rd Times A Charm
  7. In This Sign
  8. Out For Blood
  9. The Prize
  10. Attia

Der Name Carl Canedy wird sicher vielen Manowar Anhängern etwas sagen. Carl war der erste Drummer, allerdings verließ er bereits 1981 die Band, sodass beim Debütalbum Battle Hymns Donnie Hamzik die Felle bearbeitete. Bei The Rods sitzt er quasi seit fast 40 Jahren am Schlaginstrument und brachte 2019 mit Brotherhood Of Metal auch ein neues Langeisen auf den Markt. Nun also die zweite Soloscheibe, 2014 gab es unter Carl Canedy bereits das Werk Headbanger. Ansonsten arbeite Carl als Producer mit diversen namhaften Bands wie Anthrax, Exciter oder Helstar.

Was gibt es zu hören? Do It Now beginnt natürlich erst mal mit einem intensiven Drumming, es folgt eine traditionelle Hardrock-/Metal-Nummer, saubere Arbeit an den Saiten und auch der Gesang kann überzeugen. Not Even Love geht deutlich mehr in die Rock Richtung, solides Teil, aber nichts, was sich in meinem Gehörgang festsetzt. Lies kommt mit höherem Tempo aus den Startlöchern. Carl und die Saitenbearbeiter machen einen guten Job und auch der Gesang passt. Daumen hoch. Hellride startet erst mal mit einem Cello als Intro, drückt das Gaspedal dann aber sauber durch und liefert einen soliden Hardrocker. Der Titeltrack ist eine Huldigung an den Heavy Metal, welcher als True Metal um die Ecke kommt und gut hörbar ist. 3rd Times A Charm macht mit Hardrock weiter, in einigen Passagen etwas verspielter als die bisherigen Tracks. In This Sign bewegt sich in eine ähnliche Richtung wie sein Vorgänger, traditioneller Hard & Heavy Rock mit rundem Refrain, der live ganz gut funktionieren könnte. Out For Blood kommt recht speedig aus den Boxen, ein deutlich mehr in den metallischen Sektor sich bewegender Track, während The Prize eine andere Struktur zu den bisher dargebotenen Titeln zeigt, der für mich eher in den melodischen Rock gehört und mich zu keinem Preis aus meinem Bürostuhl beamt. Der Rausschmeißer Attia wird dann noch runder und es gibt melodischen, schönen, leicht angezuckerten, modern modischen Rock zum guten Schluss. Tut keinem weh, aber passt nicht so ganz zu dem Rest des Longplayers.

Canedy – Warrior
Fazit
Wirklich herausragende Songs sind nicht zu finden, viele, die gut bzw. solide sind, eine Nummer ist deplatziert, aber da kann man ja nach neun Titeln die Scheibe beenden. Solide ist eigentlich genau der richtige Ausdruck für das Material. Für Anhänger in Richtung Hardrock bzw. Heavy Rock der 80er und 90er evtl. ein Tipp, solange man nach neun Songs aussteigt.

Anspieltipps: Lies, Warrior und In This Sign
Jürgen F.
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