Coffins – Craving To Eternal Slumber

“Jahrzehntelanger Geheimtipp!“

Artist: Coffins

Herkunft: Japan

Album: Craving To Eternal Slumber

Spiellänge: 29:41 Minuten

Genre: Death Metal, Doom Death Metal

Release: 21.08.2015

Label: Hammerheart Records

Link: https://www.facebook.com/intothecoffin

Bandmitglieder:

Gesang – Tokita
Gitarre und Gesang – Uchino
Schlagzeug – Satoshi

Tracklist:

1. Hatred Storm
2. Tyrant
3. Craving To Eternal Slumber
4. Stairway To Torment
5. An Obscure Pain
6. Decapitated Crawl

coffins - craving to eternal slumber

Die Exoten Deather Coffins aus Japan treiben seit Mitte der neunziger Jahre ihr Unwesen und kündigen ein neues Release für den August 2015 an. Besagte Platte wird auf den Namen Craving To Eternal hören und liegt uns bereits vor. Mit sechs neuen Tracks und einer Spielzeit von einer halben Stunde fällt die EP auf dem ersten Blick recht mager aus – mal sehen, ob der Inhalt dieses Defizit wieder ausgleichen kann.

Der Old School Death küsst im Hause Coffins weiterhin den Doom Metal der frühen Neunziger. Schleppende Passagen findet man auf Craving To Eternal Slumber somit an jeder Ecke. Dumpfe Klänge greifen in rauschende Gitarrenläufe von Uchino,  der gerne mal den Leerlaufmodus einer handelsüblichen Kettensäge herausholt. Neben ihm agiert teils apathisch Satoshi, der (wie die eingespielten Schreie beim Titeltrack) wie in Trance wirkt. Am ähnlichsten agieren Coffins wie ihre niederländischen Vorbilder Asphyx. Mit Frontmann Martin Van Drunens, der auf dem Party.San 2013 mit Grand Supreme Bloodcourt vertretenen war, haben sie die Bühne regelrecht demontiert.

Ganz leichte Kost – das dürfte allen klar sein – spielen die Asiaten nicht. Chaotische Geschwindigkeitswechsel sprießen aus Midtempo-Metzeleien, Headbang-Beats fallen in Slow-Motion-Riffs, die wiederum in völlig andere Richtungen abdriften können. Dem brutalen Mix aus skaninavischen Old School Death Metal und britischer Doom Schule der ersten Stunde bleiben Coffins um Mastermind Unicho gewappnet und trauen sich zurecht, ein erneutes Ausrufezeichen zu setzen. Dass ihnen das ebenso wie ihren Kollegen aus den Staaten, Skeletal Remains, im August 2015 gelingen wird und sie darüber hinaus weiter ein Geheimtipp für alle bleiben, die mal von einem schwarzen, morastigen Todesblei durchlöchert werden möchten, ist offensichtlich.

Fazit: Das Schwächste ist die Spielzeit von Craving To Eternal Slumber. Die geboten Tracks präsentieren eine perfide Kunst. Ein Geheimtipp aus Japan sind Coffins seit nun mehr als zwanzig Jahren - daran wird sich nichts ändern, vielleicht gelingt aber ein kleiner Aufstieg, den sie sich - ganz ohne Frage - verdient hätten!

Anspieltipps: Stairway To Torment und Decapitated Crawl
Rene W.
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