Dark Season Fest 2012 im Phönix – Moormerland am 15.09.2012

Bands: Sharon Tate, To The Marrow, Bloodsplattered und Amok

Location: Phönix – Moormerland

Homepage: http://www.facebook.com/LUCAEvents?ref=ts

Datum: 15.09.2012

Kosten: VVK: 5 €; AK: 7 €

Besucher: ca. 30

Das Dark Season Fest, welches sich jedes Jahr im Phönix im Moormerland wiederholt, geht auch dieses Jahr in die nächste Runde! Im Programm sind vier Bands, die tief in der Underground-Szene verwurzelt sind und beweisen wollen, dass dies keinen Qualitätsabriss zur Folge haben muss. In der sonst schon sehr kontaktfreudigen Location wird es heute richtig familiär: Die Anzahl von Mitwirkenden und Besuchern liegt ungefähr auf gleichem Niveau, was einen Kontakt von Fans und Band kaum verhindert.

Amok, die den ungeliebten Opener Posten beziehen, starten in die Dark Season Fest-Nacht, bei der sie die vereinzelten Gestalten vorm Phönix ins Innere ziehen können. Die musikalische Ausrichtung ist von der Band aus Ludwigsfelde sehr klar gestrickt: Hardcore und Death Metal-Elemente werden vereint, sodass ein Totenmond ähnlicher Sound entsteht. Ähnlich wie bei einer Jam Session verlieren die Männer die Lust an ihrer Musik auch nicht vor einer Hand voll Interessenten.

Neben Amok aus Ludwigsfelde machen sich Bloodsplattered aus der gleichen Region auf, um Death Metal an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Vereinzelte Bewegungen sind bei den Anwesenden definitiv zu erkennen, die jedoch mit der sportlichen Leistung auf der Bühne nicht mithalten können. Dr. Cojones wird es gar zu warm, sodass er seine harten Growls oberkörperfrei zum Besten gibt. Neben den guten musikalischen Leistungen sind nur die Übergänge von den einzelnen Songs noch besser zu gestalten. Mehr Ernsthaftigkeit würde Bloodsplattered gut zu Gesicht stehen!

To The Marrow mit Frontmann Rupert beherrschen ihr Kunst besser und zeichnen sich als Hauptact des heutigen Abends aus. Vor der Bühne wird es ansatzweise voll, sodass ein ansprechendes Konzertfeeling aufkommt! Death Metal kombiniert mit Thrash und viel Feingefühl für mitreißende Riffs kann heute beim Publikum am besten ankommen. Das liegt unter anderem auch an der Körpersprache, die von den Musikern ausgeht und auch an der Interaction mit den Gäste.! Ein klasse Auftritt, der eindeutig mehr Metalheads verdient hätte!

Als regionaler Abschluss wollen Sharon Tate aus Aurich ein Zeichen setzen. Doch von angereisten Bekannten, Verwandten oder gar Fans ist keine Spur – und das bei einem Anfahrtsweg von etwa 25 km! Das ist schon ein wenig traurig. Die Quittung bekommt die Band direkt zu spüren: Nach dem guten To The Marrow-Auftritt haben nur noch sehr wenige Lust auf Metalcore bzw. von Hardcore beeinflussten Metal. Die Live-Darbietung ähnelt daher eher an einen Proberaumabend mit ein paar guten Freunden.

Das Fazit sieht auch trotz der ernüchternden Besucherzahl ganz gut aus; Musikalisch konnten alle Gruppen bis auf Sharon Tate den Gehörnerv des ostfriesischen Publikums treffen und auch der Eintrittspreis in Kombination mit den sehr günstigen Getränken kann sich sehen lassen!

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