Artist: New Hate Rising

Herkunft: Stendal, Deutschland

Genre: Hardcore, Metal, Punk

Label: Swellcreek Records

Link: http://www.newhaterisingband.bigcartel.com

Bandmitglieder:

Gesang – Andi
Gitarre – Schlacks
Gitarre – Tino
Bassgitarre – Gunther
Schlagzeug – Tobi

New Hate Rising - Own The Night

Time For Metal / Rene W.:

Ein kräftiges ‚Hallo‘ an die Männer von New Hate Rising,

eure letzten beiden Alben Paint The Town Red und Own The Night sind unsere Rubrik CD-Reviews durchlaufen, daher wird es einfach mal Zeit, euer aktuelles Geschoss mit einem kleinen Interview intensiver zu durchleuchten.

Auf Own The Night ist eine Entwicklung vom letzten Werk Paint The Town Red zu den aktuellen Stücken zu spüren. Kein Umbruch, sondern eine kleine Weiterentwicklung durch die Erfahrung des letzten Jahrzehnts. Wie habt ihr selber diesen Prozess beim Songwriting wahrgenommen?

New Hate Rising:

Wir haben diese als gar nicht so gravierend wahrgenommen, da wir wie die letzten beiden Alben eine ausgiebige Vorproduktion gemacht haben, sodass wir gut vorbereitet ins Studio gegangen sind.

Time For Metal / Rene W.:

Im klassischen Hardcore mussten diverse Bands nach dem Hype vor einigen Jahren ordentlich Federn lassen. Bei New Hate Rising ist das anscheinend nicht der Fall. Was macht euch stärker als andere aufstrebende Acts der Szene und wie sehr hilft euch die heimische Fan Base?

New Hate Rising:

In erster Linie machen wir die Musik für uns selbst und gucken dabei wenig nach links oder rechts. Wer unsere Alben kennt, kann eine spürbare Sound-Entwicklung erleben. Dadurch, dass wir nie stehen geblieben sind und unser Sound uns nie gelangweilt hat, ist der Spaß an der Sache nie verloren gegangen. Auf Grund der Sound-Veränderungen sind bestimmt einige Fans bestimmt auf der Strecke geblieben, aber im Großen und Ganzen sind im Endeffekt mehr dazu gekommen.

Speziell der Osten der Republik ist ein wichtiges Standbein für die Band, der uns bis heute nicht im Stich lässt und uns immer wieder großartige Shows beschert.

Time For Metal / Rene W.:

Ihr kommt aus Stendal – für viele nicht zwingend ein Begriff. Ich persönlich kenne die Region recht gut durch meine Frau, da sie aus Brandenburg stammt. Wie schwer ist es im ländlichen Raum über die regionale Szene hinauszuschießen, so wie ihr es geschafft habt und welche Vorteile bzw. Nachteile hätte ein Ballungsgebiet mit sich gebracht?

New Hate Rising:

Als wir begonnen haben, war die deutsche Hardcore-Szene extrem vital und es war in der Zeit von Myspace einfach ein Netzwerk unter vielen kleinen Bands aufzubauen. Dadurch kamen wir schnell und viel in der Republik herum. Momentan spüren wir eine ähnliche Stimmung wie zu unserer Anfangszeit. Das es momentan gerade wieder so viele junge Hardcore-Bands in Deutschland gibt, wie zu unserem Beginn.

Der Vorteil kann sein, dass man fünf Mal im Jahr in einer Stadt spielen kann und einen immer noch nicht alle Leute gesehen haben, was aber auch gleichzeitig ein Nachteil sein kann, weil einem die nötige Motivation fehlt weitere Strecken in Kauf zu nehmen, um seine Musik weiter an die Leute zu bringen.

Time For Metal / Rene W.:

Bei Swellcreek Records fühlt ihr euch sichtbar wohl und arbeitet auch in der Zukunft mit dem Label. Wie wichtig ist euch ein gleichbleibendes Fahrwasser anstelle eines dauernden Partnerwechsels?

New Hate Rising:

Swellcreek Records bietet alles, was man als kleine Band benötigt um seine Musik unter die Leute zu bringen. Da die Band ganz klar ein Hobby ist und uns vom Eigentümer Bauke De Groot absolut kein Druck gemacht wird, ist die Arbeit absolut harmonisch. Mit den Jahren ist natürlich ein freundschaftliches Verhältnis entstanden und wenn wir uns nach Hamburg verirren, dann sieht man sich auch auf das eine oder andere Pils.

Time For Metal / Rene W.:

Um nicht weiter abzudriften, wollen wir noch mehr über Own The Night hören. Wie verlief der Aufnahmeprozess im Studio und wie entstand das Artwork zum Album?

New Hate Rising:

Nach der Vorproduktion hatte wir ca. 20 Songs zur Auswahl. Anschließend sind wir mit 15 Songs ins Studio gegangen und haben dort mit André Hofmann in den Hofmann-Studios an den finalen Arrangements und Gesangslinien gearbeitet und haben uns schlussendlich für die 12 stärksten Songs für das Album entschieden.

Das Artwork und das Konzept dahinter stammt komplett von unserem Gitarristen Schlacks, wobei das Konzept ganz klar an den Titel des Albums angelehnt ist und dabei die Kinder der Nacht thematisiert.

Time For Metal / Rene W.:

Wir haben schon einiges über die neuen zwölf Komposition gehört, um aber noch intimer zu werden, würde ich euch einmal bitten, in einem kleinen Track-By-Track das Album zu sezieren.

New Hate Rising:

Whenever I Want – Statement zur Stimmung in der Band zu der Zeit der Aufnahmen herrschte, abgesehen davon ist es ein Absage an Szene-Polizisten, die einem vorschreiben wollen was Hardcore ist oder nicht.

Pure Hate – Unsere “Liebeserklärung” an alle besorgten Bürger

Own The Night – Schließt direkt an Paint The Town Red an, d.h. wenn man nicht auf sich selbst aufpasst und es einem selbst nicht gut geht, dann kann man nicht positiv auf andere wirken. In diesem Sinne: “Die Nacht gehört denen, die sie sich nehmen.”

C.O.H. – Was du nicht willst, daß man dir tu‘, das füge keinem andern zu!

Prepare For War – Behandelt die Filterung der der Nachrichten durch unsere Medien, die für uns entscheiden, was für uns wichtig ist.

Not My Time – Der Song eröffnet unser Todes-Quartett auf der Platte. Die Nummer beschäftigt sich mit der Aufgabe des Todes.

No Regrets – Stellt die Frage, was wäre wenn es kein Morgen gibt und ob man dann mit sich im Reinen wäre.

Hands Of A Dyiing Man – Überlege nicht zu lange um etwas zu ändern, sonst sorgt das Schicksal dafür.

No Saviour – Behandelt die Phase der Trauer um einen geliebten Menschen und die Tatsache, dass man den ersten Schritt in Richtung Verarbeitung von einem selbst kommen muss.

Words Of Freedom – Erzählt eine Geschichte eines Mittelmeerschleppers. Dabei nimmt unser Sänger Andi die Position des Schleppers ein.

RKO – Geschichte eines Getränkeunfalls unseres Drummers erzählt mit Wrestling-Zitaten

DayBy Day – handelt von Krankheiten der modernen Leistungsgesellschaft, wie Depression oder auch Burn Out.

Time For Metal / Rene W.:

Nach einem neuen Werk stehen meistens – anstatt des Studios – die Bühnen der Welt auf dem Programm. Habt ihr schon Shows für den Herbst geplant oder wird es gar eine Tour geben, um das neue Material auch live bewundern zu können?

New Hate Rising:

Bis dato ist keine Tour geplant. Wir richten unser Augenmerk auf die Shows, die wir am Wochenende geben können, da die Koordination aufgrund von Arbeit und Familie sehr viel schwieriger ist als vor 10 Jahren.

Time For Metal / Rene W.:

Es gibt zwei Formen von Bands: Einmal die verschlossene Variante und die aufgeschlossene. Darf man New Hate Rising nach einem Gig aufgreifen und als Fan in ein kurzes Gespräch verwickeln oder bleibt ihr lieber für euch Backstage, um den Abend ruhig ausklingen zu lassen?

New Hate Rising:

Jeder, der uns auf ein Bier einläd, ist herzlich willkommen an unserem Merch-Tisch oder an der Bar. Aber warum man mit uns Fotos machen will, wird uns bis auf ewig ein Rätsel bleiben.

Time For Metal / Rene W.:

Ich bedanke mich für das Interview und wünsche euch alles Gute für die Zukunft.  Ganz „traditionell“ gehört euch das letzte Wort und ihr könnt dieses ganz offen an eure Fans und unsere Leser richten.

New Hate Rising:

Wir freuen uns euch endlich neue Noten zu präsentieren und dies mit euch auf den Bühnen der Republik zu feiern.

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