DevilDriver – Bremen – 2010

Bands:
DevilDriver, 36 Crazyfists, Breed 77 + Support Vengince

Location: Tivoli in Bremen

Homepage: www.ah-entertainment.de

Datum: 03.12.2010

Besucher: 580

Norddeutschland versinkt zum ersten Mal in diesem Winter im Schnee, was die Freude auf das Metal- Event nicht dämpfen soll, welches unser Partner Ah-Entertainment gezaubert hat. Selbst als der Support Vengince die Bühne betritt, ist das Tivoli gut gefüllt. Den guten Eindruck, den sie bereits im November mit Pro Pain gezeigt haben, können sie erneut bestätigen.
Einziger negativer Punkt: Der durchwachsene Sound, welcher der Band nicht angekreidet werden kann, denn die haben ihren Keyboard- Metalcore durchgehend im Griff.

Gespannt wartet die Bremer Metal- Gemeinschaft auf die britische Band Breed 77, die sich mit ihren spanischen Bandmitgliedern schon einen Namen gemacht hat. Frisch und vollkonzentriert beginnen sie ihre Show. Leichtfüßig spielen sie die alternativ angehauchten Songs in die kalte Bremer Nacht. Parallelen zu System Of A Down liegen auf der Hand, sind soweit aber nicht störend. Besonders gut kommt das Cover Zombie an. Die Menge beginnt förmlich zu explodieren und ich muss ehrlich gestehen, mir bleibt die Spucke weg. Das Cover ist so gut umgesetzt, dass ich direkt Gänsehaut bekomme und sich der Song in mein Ohr brennt. Dieses haben Breed 77 auch beim Rest des Publikums geschafft und werden so als einer der Gewinner des Abends die Bühne verlassen.

Breed 77 haben gut vorgelegt, da haben es selbst die älteren Herren von 36 Crazyfists schwer noch eine Schippe draufzulegen. Mit ihrem doch eher standardmäßigen Metalcore gelingt es sofort das anwesende Publikum zu begeistern, welches trotz dessen noch die total überzeugenden Breed 77 im Kopf hat. Dem üblichen Metalcore verleihen 36 Crazyfists eine angemessene Show und geben auf der Bühne alles. Vor allem Frontmann Brock Lindow und Bassist Brett „Buzzard“ Makowski zeigen sich gut gelaunt, was der Bühnenshow sehr entgegen kommt. Die Metalheads lassen sich die Steilvorlage nicht nehmen und tun, was sie am besten können: Kräftig feiern und moshen. Mit ordentlichem Applaus verlassen 36 Crazyfists die Bühne um den Umbau für DevilDriver zu ermöglichen.

Doch DevilDriver wirken nicht ganz so gut gelaunt wie man sie sonst kennt. Angeschlagen betreten sie die Bühne, was auch mit der Tourbus-Panne, die sie bei der Anreise erlitten hatten, zu tun haben kann. Auch die Setlist ist nicht mehr ganz so stark wie noch vor einem halben Jahr. Auf Hits wie Clouds Over California und End Of The Line wird nicht verzichtet, was das volle Tivoli dankend feiert. Dennoch macht sich Enttäuschung breit, als die Amerikaner nach noch nicht mal einer Stunde die Bühne verlassen. Auch die kurze Zugabe kann das nicht wieder gutmachen.

Trotz dessen hat Ah-Entertainment wieder eine gelungene Veranstaltung auf die Bühne gebracht, die jedem Metalhead kräftig Nackenschmerzen beschert haben sollte. Die vier Bands haben durch die Bank weg eine gute Leistung gezeigt, der Sound war auch ordentlich (bis auf ein paar kleine Aussetzer). Negativ stieß nur bei einigen Metalheads die Tatsache auf, dass die Location während des Konzertes nicht verlassen werden durfte, was aber nicht an Ah-Entertainment lag sondern am Tivoli.

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