”Dong Open Air”

Bands: Act of Worship, Acyl, Aeons Confer, Any Given Day, Born From Pain, Crossplane, Dark Tranquillity, Elvenpath, Exotoxis, Finntroll, Fyrnreich, Godslave, Hatred, IN ARKADIA, J.T. Ripper, Kadavrik, Kamikaze Kings, Powerwolf, Ravian, Rotting Empire, Scornage, Skyclad, Sodom, Soulfly, Spectral, Superbutt, The Other, Truckfighters, Words of Farewell

Location: Neukirchen-Vluyn

Homepage: www.dongopenair.de

Datum: 11.07.2013 – 13.07.2013

Kosten: 44,99 €

Und auch in diesem Jahr findet das sagenumwobene Dong Open Air wieder statt, das ich selber noch nicht aufgesucht habe und was laut Erzählung aber ein spektakuläres Festivalgelände bieten soll. So soll sich dieses in einem Krater befinden (wahlweise – je nach Erzähler – auch auf einem kleinen Berg, einmal wurde mir sogar von einem alten Vulkan erzählt…). Fakt ist, dass das Festival auf dem Gipfel des namensgebenden Dong-Berges stattfindet. Spannende Notiz: Man darf nur am Fuße des Berges parken und darf dann seine Ausrüstung hochtragen. Es gibt aber mittlerweile günstige Shuttle-Dienste, die man nutzen sollte, wenn man keine Lust hat, 200 Meter bergauf zu stiefeln. Ich kann mir jedenfalls Lustigeres vorstellen!

Dafür ist man dann schön abgeschieden vom Rest der Welt und feiert gemeinsam mit knapp 2.000 Leuten ein Festival auf einem Berg. Die Voraussetzung für ein gutes Festival ist damit gegeben. Doch was gibt’s auf die Ohren? Kann man für knapp 45 € bei drei Tagen Laufzeit viel erwarten? Eigentlich nicht, könnte man meinen, aber allein schon der Blick auf die Headliner ist eine Überraschung: Zwar hat man nicht DIE großen Namen der Metalszene, aber jeder, der sich fünf Minuten mit dem Genre beschäftigt hat, dürfte mindestens die Hälfte der Headliner kennen: Soulfly als „der Headliner der Headliner“ ist auf jeden Fall ein Riesenfang, ebenso wie Sodom, Powerwolf oder Finntroll. Wer bisher aufgepasst hat, dürfte bemerkt haben, dass jeder Headliner aus einem anderen Subgenre kommt, was gewagt, aber vielversprechend ist. Für mich persönlich ist Dark Tranquillity der interessanteste Headliner, die Jungs haben sich in den letzten Jahren stark entwickelt und haben es geschafft, die Konzerte, die ich besuche, zu meiden.

Überraschenderweise lege ich beim Studieren des Line-Ups desDong Open Air einen für mich nicht gerade rühmlichen Rekord hin: Ich kenne KEINE(!!!) der Nicht-Headliner Bands. Das hatte ich noch nie. Ich habe mittlerweile in die ein oder andere Band reingehört und werde sie mir live anschauen, weil sie potenziell interessant ist, aber ich frage mich immer noch, wie das passieren konnte. Das man einen teilweise großen Teil der unbekannteren Bands nicht kennt, ist ja normal und auch sehr lobenswert, da so Nachwuchs gefördert wird, aber ich bin echt überrascht, dass ich so viele Bands auf einmal nicht kenne. Naja, es gibt für alles ein erstes Mal!

Fazit: Das Dong Open Air scheint dieses Jahr der Preis-Leistungs-Hit unter den Festivals zu sein: 3 Tage für 45 € und keine offensichtlichen Nebenkosten und trotzdem eine ganze handvoll bekannter Bands, die man außerdem teilweise nicht täglich zu sehen bekommt. Zusätzlich hat man (jedenfalls ich) die Möglichkeit, die ein oder andere Neuentdeckung zu machen und ein paar Bildungslücken zu schließen. In Kombination mit dem interessant wirkenden Festivalgelände wird das Dong Open Air zu einem vielversprechenden Ereignis!

Kommentare

Kommentare

130Followers
382Subscribers
Subscribe
14,944Posts