Elvenking – The Pagan Manifesto

Der Elfenkönig tanzt wieder!“

Artist: Elvenking

Herkunft: Italien

Album: The Pagan Manifesto

Spiellänge: 64:03 Minuten

Genre: Folk Metal, Power Metal

Release: 09.05.2014

Label: AFM Records


Link:http://www.elvenking.net

Produktion: Domination Studio, San Marino von Simone Mularoni

Bandmitglieder:

Gesang – Damnagoras (Damna)
Gitarre – Aydan
Gitarre – Rafahel
Bassgitarre – Jakob
Keyboard, Violine – Lethien
Schlagzeug – Symohn

Gastmusiker:

Gesang – Amanda Somerville (bei King Of The Elves)

Tracklist:

  1. The Manifesto

  2. King Of The Elves

  3. Elvenlegions

  4. The Druid Ritual Of Oak

  5. Moonbeam Stone Circle

  6. The Solitaire

  7. Towards The Shores

  8. Pagan Revolution

  9. Grandier’s Funeral Pyre

  10. Twilight Of Magic

  11. Black Roses For The Wicked One

  12. Witches Gather

Elvenking - The Pagan Manifesto

Seit dem Jahr 1997 existiert die Band Elvenking und hat sich nach und nach ihren Status im Folk Metal bzw. Power Metal erarbeitet. Das Debütalbum Heathenreel erschien im Jahr 2001, mittlerweile gehören Elvenking, neben Rhapsody Of Fire oder Lacuna Coil, sicherlich zu den bekanntesten italienischen Bands. So ganz ohne Besetzungswechsel ging es auch bei Elvenking nicht zu, zuletzt stiegen zwei der Gründungsmitglieder im Jahr 2011 aus. Diese Wechsel konnten mit den entsprechenden Neubesetzungen immer gut abgefedert werden und Elvenking haben in schöner Regelmäßigkeit Alben veröffentlicht. Das am 09.05.2014 erscheinende Album The Pagan Manifesto ist das achte in der Diskografie.

Mit The Manifesto startet das Album sehr ruhig. Man hört Spinett und Flöte, im Hintergrund knistert ein Lagerfeuer, der Wind heult, bevor dann Gitarre und Schlagzeug einsteigen.

Sehr mutig finde ich, dass Elvenking gleich danach den mit fast 13 Minuten bislang längsten Song der Bandgeschichte King Of The Elves setzen. Da dieser aber so abwechslungsreich ist, vergeht diese Spielzeit wie im Flug. Es gibt schön aggressive Gitarrenriffs in Highspeed, feine Power Metal-Einlagen und immer wieder die folkigen Parts, in denen nur akustische Instrumente zu hören sind. Nicht zu vergessen der schöne Gesang von Amanda Somerville. Auch die Stimme von Damna hat sich fein entwickelt, ist sehr kraftvoll und variabel.

Zum dritten Song Elvenlegions wurde vorab ein Video veröffentlicht. Ich denke, damit haben Elvenking genau das richtige Lied als Appetithappen ausgewählt, denn dieses steht im Grunde wie kein anderes für die Grundstimmung dieses Albums.

Auch The Druid Ritual Of Oak haut in diese Kerbe und mischt folkige Elemente mit härteren Einlagen. Bei dem Rhythmus hätte ich am liebsten ein Lagerfeuer angezündet und wäre drum herum gehüpft.

Etwas gedämpfter geht es bei Towards The Shores zu, fast komplett akustisch gehalten und hier wage ich, den Vergleich zu Bard’s Song von Blind Guardian zu ziehen. Dieses Lied dürfte bei Konzerten für den einen oder anderen Gänsehautmoment sorgen.

Twilight Of Magic ist dann ein feiner Power Metal-Song, der mich an die Bands Power Quest und DragonForce denken lässt. Elvenking streuen auch hier sehr geschickt einige Folk-Parts ein.

Und dann sind wir schon beim letzten Song Witches Gather angekommen, der zweitlängste Song des Albums. Dieser fängt sehr pompös, ich würde es „kamelotartig“ nennen, an. Und auch beim letzten Lied behalten Elvenking das sehr gut funktionierende Rezept bei, Power Metal-Passagen mit Folk-Elementen zu verbinden. Und dann denke ich bei 3:20 Minuten, ich höre nicht richtig, denn ab hier gibt es immer wieder mal Shouts und Growls auf die Ohren!! Das passt so hervorragend zu diesem Lied, ich bin hin und weg. 🙂

Fazit: Ich habe Elvenking im Jahr 2007 mit ihrem Album The Scythe kennengelernt. Langsam habe ich mich dann durch die älteren Alben gehangelt. The Winter Wake und Heathenreel gehörten zu meinen Lieblingsalben, aber mit den Alben nach The Scythe konnte ich dann nicht mehr so viel anfangen. Ein oder zwei Lieder auf jedem Album, die mal etwas länger hängengeblieben sind, das war es dann. Und jetzt endlich kommen Elvenking wieder da hin zurück, wo sie hergekommen sind. Natürlich haben sie den Sound der früheren Alben angepasst und auf den neuesten Stand gebracht, aber das ist endlich wieder das, was ich am liebsten von dieser tollen Band aus Italien höre. Ich denke mal, der ein oder andere Fan wird da mit mir einer Meinung sein. Und auch allen anderen, die gern modernen Folk Metal bzw. Power Metal hören, kann ich dieses Album nur wärmstens ans Herz legen.

Anspieltipps: Elvenlegions, The Solitaire und Twilight Of Magic
Heike L.
9.5
9.5
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