Pop Evil – Onyx

“Nichts für harte Kerle, die Damenwelt dürfte dennoch begeistert sein!“

Artist: Pop Evil

Herkunft: Grand Rapids, USA

Album: Onyx

Spiellänge: 56:39 Minuten

Genre: Modern, Rock, Metal

Release: 16.05.2014

Label: Eleven Seven Music

Link: https://www.facebook.com/popevil/info

Bandmitglieder:

Gesang – Leigh Kakaty
Gitarre – Davey Grahs
Gitarre – Nick Fuelling
Bassgitarre – Matt DiRito
Schlagzeug – Chachi Riot

Tracklist:
1. Goodbye My Friend
2. Last Man Standing
3. Deal With The Devil
4. Trenches
5. Moster You Made
6. Torn To Pieces
7. Divide
8. Beautiful
9. Boss´s Daughter (feat. Mick Mars)
10. Silence & Scars
11. Sick Sense
12. Fly Away
13. Behind Closed Doors
14. Welcome To Reality
15. Flawed

Pop Evil - Onyx Cover

Heute darf ich tatsächlich über die neue Platte der Amerikaner

Pop Evil berichten. Wer die Band wie ich in der Vergangenheit noch nicht gehört hat bzw. nicht einmal wusste, dass es sie gibt, wird wahrscheinlich ganz unsanft über den Namen stolpern, jedenfalls erging es mir so. Den neuen Longplayer Onyx in die Anlage eingeführt, schwant mir Böses, allein die Tatsache, dass sich US-Boys Pop Evil nennen, ist eine gefährlich Kombi, die auf grauenhaften Plastik Sound schließen lässt, der einem das Mittelohr vergiftet.

Doch nach ein paar Sekunden ist die ganze negative Haltung wie weggeblasen. Goodbye My Friend startet zwar mit elektonischen Einspielungen, der Kern der Kunst liegt jedoch im modernen Rock, der sich ganz wild durch Einflüsse von alten Linkin Park, Ill Nino und Siddharta-Handschriften arbeitet. Lässige Beats, druckvolle Momente und den nötigen Kick legen Pop Evil ohne Frage an den Tag. Gesanglich kann Leigh Kakaty sich besser als dedacht ins Szene setzen, beim Songwriting darf in Sachen Dauerschleifen-Refrains noch einmal nachgebessert werden. Last Man Standing geht nichtsdestotrotz in die Ohren und bleibt auf der Hüfte hängen. Glücklicherweise verzichten Pop Evil auf die Klischee-Studenten-Maschinerie, die Bands des Genres gerne mal eingehen, nur um im Mainstream erfolgreicher zu sein. Wild wie Black Stone Cherry mit einem leichten John Bone Jovi-Swing im Blut, lässt sich die Zusammensetzung von leichten Gitarrenmelodien in noch leichteren Bass-Rhythmen ganz gut ertragen. Ohrwürmer versuchen die fünf Musiker mit der rockigen Nummer Deal With The Devil, der Ballade Torn To Pieces oder mit dem groovigen Stück Fly Away zu platzieren – und das nicht ganz unerfolgreich. Am Sound, der Produktion und der Aufmachung von Onyx gibt es nichts zu meckern, vielmehr entpuppt sich das gute Stück als gute Laune Rohling für Genreanhänger.

Fazit: Fans von modernen Rocknummern können ohne Probleme bei Onyx von Pop Evil zugreifen. Metalheads hingegen müssen auf der Hut sein, da die Werke schon recht soft sind. Wer sich auf alte Linkin Park-Stücke einstellen kann oder Siddharta aus Slowenien verdammt fett findet, wird sich auch mit Pop Evil den Wolf tanzen. Reinhören solltet ihr allemal - vielleicht sind die US-Boys genau euer Ding.

Anspieltipps: Last Man Standing, Beautiful und Behind Closed Doors
Rene W.
7.7
7.7
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