Escape The Fate – Hate Me

“Einmal querbeet“

Artist: Escape The Fate

Herkunft: Las Vegas (Nevada), Vereinigte Staaten von Amerika

Album: Hate Me

Spiellänge: 53:21 Minuten (inkl. Bonustracks)

Genre: Alternative Rock, Alternative Metal, Metalcore

Release: 30.10.2015

Label: Eleven Seven Music

Link: https://www.facebook.com/escapethefate und http://www.escapethefate.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Craig Mabbitt
Gitarre und Backgroundgesang – TJ Bell
Gitarre – Kevin „Thrasher“ Gruft
Schlagzeug – Robert Ortiz

Tracklist:

  1. Just A Memory
  2. Live For Today
  3. Remember Every Scar
  4. Breaking Me Down
  5. Alive
  6. Get Up, Get Out
  7. Hate Me
  8. Les Enfants Terribles (The Terrible Children)
  9. I Won’t Break
  10. Let Me Be
  11. Redline (Bonustrack)
  12. End Of The World (Bonustrack)
  13. Just A Memory (Mozaix Remix) (Bonustrack)
  14. Live For Today (Mozaix Remix) (Bonustrack)

Escape The Fate - Hate Me

 

Gegründet im Jahr 2004 musste die Band Escape The Fate schon einige Besetzungswechsel verkraften. Das mag auch einer der Gründe dafür sein, dass bislang erst drei EPs und vier Studioalben veröffentlicht wurden. Auch der Sound wurde über die Jahre ein wenig „nachjustiert“, wobei Escape The Fate damit ja nicht allein sind. Am 30.10. erscheint das fünfte Studioalbum Hate Me, das in der mir vorliegenden Form gleich mit vier Bonustracks aufwarten kann. Ich bin ja auf die Remixe gespannt…

Gleich mit dem ersten Song Just A Memory gibt es erst mal ordentlich was auf das Fressbrett, und ich sehe die Circle Pits bei den Konzerten richtig vor mir. Bei dem ruhigen Zwischenpart, der dem sehr geilen Breakdown vorausgeht, kann man sich dann wieder einrenken, bevor der nächste Pit startet. Klasse Start!

Mit Live For Today gibt es aber auch gleich den ersten krassen Stilwechsel. Genau wie das folgende Remember Every Scar, das noch etwas ruhiger gehalten ist, erinnern mich diese Pop-Rock-Töne eher an die Zeiten, als Good Charlotte noch klasse Musik gemacht haben.

Was so manche Melodic Metal-Band nicht schafft, gelingt Escape The Fate im Handumdrehen. Die (Power-)Ballade Breaking Me Down erobert mein Herz im Sturm. Also Feuerzeug zum Konzert mitnehmen, sieht ja doch schöner aus, als so ein Handy-Display 😉

Aber bevor es zu kuschelig wird, hauen Escape The Fate mit Alive gleich mal ein richtig gutes Stück Alternative Rock raus, das mich sogar an eine Band wie Alter Bridge denken lässt. Klasse Riffs, ein super Solo und Craig Mabbitt weiterhin in Hochform. Mit Get Up, Get Out kann ich dann zugegebenermaßen nicht so viel anfangen. Der Song setzt sich irgendwie zwischen die Stühle, möchte wohl eigentlich Alternative Rock sein, klingt größtenteils eher nach Pop-Punk. Der Titeltrack Hate Me reißt mich auch nicht wirklich vom Hocker. Ziemlich elektronisch, einige Skrillex-Effekte. Klingt wie ein Hybrid aus alten Linkin Park und 30 Seconds To Mars, wobei ich beide Bands heiß und innig liebe, zumindest die alten Sachen.

Mit Les Enfants Terribles (The Terrible Children) reißen Escape The Fate aber alles wieder raus, ein sehr geiles Metalcore-Werk braust da aus den Boxen, bevor es mit I Won’t Break wieder auf die rockige Schiene zurückgeht. Sehr gelungen der zweistimmige Gesang mit den Fast-Growls von TJ Bell. Bei Let Me Be wird dann noch die mittlerweile ja schon wohlbekannte Prise Pop hinzugefügt, wobei man fast sagen müsste, zu einem Popsong wird eine Prise Rock hinzugefügt.

Damit wären wir dann auch schon bei den Bonustracks. Ein richtig gutes Stück Alternative Rock, wenn auch sehr elektronisch, mit einem sehr eingängigen Refrain und einigen Shouts gibt es mit Redline auf die Ohren. Das Elektronische fällt bei End Of The World weg, hier gibt es nur noch gut gemachten Rock in Form einer weiteren Power-Ballade. Tja und dann die beiden Remixe von Just A Memory und Live For Today. Erklärt mich für bekloppt, aber ich liebe diese beiden Techno-Versionen und hatte beim Hören und Mittanzen einfach nur ein fettes Grinsen im Gesicht! 😀

Fazit: Da dies das erste Album ist, das ich von Escape The Fate höre, weiß ich nicht, wie sie früher mal klangen. Aber mir gefällt dieser Stilmix richtig gut. Wer Alternative Rock gern hört, kann den Jungs auf jeden Fall eine Chance geben, denn das ist doch das, was hier hauptsächlich zu hören ist.

Anspieltipps: Live For Today, Breaking Me Down, Les Enfants Terribles (The Terrible Children), Redline, Just A Memory (Mozaix Remix) und Live For Today (Mozaix Remix)
Heike L.
8.5
Leser Bewertung0 Bewertungen
0
8.5
Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast
<iframe src="" width="100%" height="185">
Where To Listen: