Full Metal Mountain 2016 vom 28.03.2016 – 03.04.2016 in Nassfeld, Österreich(Vorbericht)

“Vom Acker über das Schiff zum Berg”

Eventname: Full Metal Mountain

Bands:  Accept, Alkbottle, Avantasia, Battle Beast, Bembers, Beyond the Black, Blaas of Glory, Blechblosn, C.O.P. UK, Da Rocka & Da Waitler, Devil’s Train, Die Drescher, Dog Eat Dog, Eskimo Callboy, Gamma Ray, Gloryhammer, Hämatom, Headcrash, Heaven Shall Burn, In Extremo, Korpiklaani, Mambo Kurt, Mutz, Orden Ogan, Powerwolf, Russkaja, Sabaton, Serious Black, Skyline, Tuxedoo

Ort: Nassfeld, Österreich

Datum: 28.03.2016 – 03.04.2016

Kosten: ab 599 €

Genre:  Metal

Link: http://www.full-metal-mountain.com/de/event/

Full Metal Mountain

Es fing alles vor einigen Jahrzehnten auf einem kleinen Acker an: Die Veranstalter des Wacken Open Airs veranstalteten ein kleines Metal-Festival so erfolgreich, dass der Name Wacken wirklich JEDEM Deutschen ein Begriff ist und in Integrationskursen auf dem Kulturplan stehen sollte.

Man mag darüber streiten, ob es eine Verkommerzialisierung des Genres ist, dass eigentlich als Widerstand gegen die Gesellschaft gegründet wurde und obgleich ich dem Kanon der Kritiker folgen mag, ist unbestritten, dass ohne solche großen Veranstaltungen das Genre viel kleiner bzw. tot sein könnte und uns viele aktuelle und großartige Veröffentlichungen verwehrt geblieben wären. So ist das halt im Kapitalismus.

Wir erinnern uns daran, dass die Veranstalter des Wacken Open Airs das ganze Konzept schon auf ein Schiff verlegt haben, was eine ziemlich gute Idee gewesen ist, es half der Klischeebeseitigung, dass Metaller Primaten seien. Zwar gab es anfangs Engpässe bei der Befriedigung der alkoholischen Gelüste, dafür blieb die Randale vollends aus.

Jetzt geht man noch einen Schritt weiter und veranstaltet das Konzept in einem der Top 10 Skigebiete (!!!) Österreichs. Ich finde die Idee so großartig, dass ich, wenn ich das nötige Kleingeld hätte, mir direkt ein paar Skier einpacken und von Band zur Band fahren würde.

Insgesamt gibt es drei verschiedene Unterkunftsorte und die Bands sollen über das ganze Skigebiet verteilt auftreten. Natürlich tritt da eine Grundskepsis auf: Alkohol und Skifahren ist wohl, wenn auch nur inoffiziell, eine bekannte Kombination (Apres Ski), aber wenn der Konsum wie auf einem normalen Festival sein sollte, könnten die gefahrenen Kurven auf den Skiern auch der alkoholisierte Versuch sein, gerade mit Schuss den Berg zur nächsten Band runterzurasen. Ob das zutreffen wird, werden wir wohl nie erfahren.

Was ich mir als nächstes wünsche, ist ein Full Metal Sky: Mehrere Flugzeuge, die von A nach B fliegen und jeweils mehrere Bands auftreten lassen. Nach der Landung können dann die Zuhörer die Flugzeuge wechseln und sich das nächste Paket angucken, da die Bandkonstellation pro Flugzeug immer die gleiche bleibt.

Fazit: Ich finde die Idee, Metal und Skifahren zu verbinden, großartig. Wer sich diese furchtbare Skifahrer-Musik eh nicht antun konnte, bekommt jetzt endlich den perfekten Ausgleich von einem anstrengenden Skifahrertag. Wer noch kurzfristig einen Skiurlaub anstrebt, sollte über das Full Metal Mountain wirklich nachdenken!

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