Klaus Hanebüchner – Premierenlesung in Wacken am 27.03.2018

                                         „Klaus Hanebüchner – Premierenlesung in Wacken am 27.03.2018“

Eventname: Hanebüchner – Premierenlesung

Headliner: Klaus Büchner mit Christoph Stein-Schneider

Ort: Landgasthof Zur Post, „Wackinger“, Wacken

Datum: 27.03.2018

Genre: Torfmoorholmer Gebrauchslyrik

Release: 26.03.2018

Besucher: ca 120

Eintrittspreis: 15,00 €

Verlag: Acabus Verlag

Seinen Geburtstag in Wacken feiern ist der Traum vieler. Klaus Büchner feierte einen Tag vor der Premierenlesung mit einer Generalprobe seinen 70. Geburtstag und das gleichzeitige Erscheinen seines Gedichtbandes.

70 Jahre und kein bisschen Erwachsen.

Nun, heute einen Tag danach, läuft er zur Hochform auf.

Wie verpackt man Lyrik?

Leider keine freie Sicht auf die beiden.

Wenn es um Weisheiten geht, kennt Klaus Büchner (Sänger und Mitbegründer von Torfrock sowie die Stimme von Werner) kein Pardon. Eindrucksvoll demonstriert er mit Christoph Stein-Schneider (Fury In The Slaughterhouse / Wohnraumhelden) als kongeniales Duo auf der kleinen Bühne im Festsaal, wie man so einen lyrischen Abend gekonnt gestaltet. Alles andere als langweilig kommen seine Gedichte eh schon rüber. Mit lockeren Sprüchen, neuen Gedichten aus „Band 8 bis 16“ und ein paar Akustiksongs werden die im Buch abgedruckten Werke ergänzt. In „doppelter Buchführung“, wie Christoph den Wechsel der Bücher nennt, reicht er dem Meister die Stücke zu. Mit seiner unverwechselbaren Stimme und Art ist jedes Gedicht ein Gedicht. Leider sitzen die beiden hinter einem Tisch, der mit Bölkstoff-Flaschen zugestellt ist. Das schränkt die Sicht auf die beiden Protagonisten stark ein. So blitzt seine unverwechselbare Mimik nur selten auf. Klar, ohne Sponsoren ist so eine Veranstaltung kaum zu bewerkstelligen, aber so?  In der Pause habe ich Christoph kurz darauf angesprochen. Humorvoll entgegnet er, das ist die Barriere, die vor der Bühne fehlt. Als Trennwand gegen hysterische Fans…

Auch die Wismarer Straße sorgte für Erheiterung.

Nach der Pause baut er das dann auch in das Programm ein. Parallel zu den Gedichten werden die Fotos von Klaus zu den Gedichten mittels Beamer auf eine Leinwand geworfen. Dies sorgte manchmal für Gelächter, von der Bühne waren die Bilder nicht zu sehen und so nicht erkennbar, was da gezeigt wurde. Einzig Fienchen, der Hund von Klaus, kam in dem Programm zu kurz. Spielt sie doch eine wichtige Rolle im Leben von Klaus und dem Buch.

Musikalisch hatte ich mehr erwartet, aber dass es ein Abend voller Lyrik und Gedichte wird – umso besser. So ganz geht es dann doch nicht ohne Torfrock. Im ersten Teil intonieren die beiden Nackich Bin Ich Gar Nicht So Schmuck. Im zweiten Teil erklingt das Leid des Boxers. Bevor der Abend endet, erklingt wie bei einem alten Stoever-Tatort As Time Goes By als Schlussakkord. Zwei Stunden Humorvolles und Nachdenkliches, ein wenig Liedgut – das Programm kam an. Das komplette Programm wurde vom Fernsehen aufgenommen und hinterher wurden Besucher noch interviewt. Negative Stimmen hörte ich nicht.

Zum Abschluß ein Kaltgetränk… Prost

Statt wie bei einem Konzert einem Merch-Stand, hat der Acabus-Verlag einen Tisch mit ausschließlich seinem Buch aufgebaut. Hier können die Bücher gekauft werden. Im Anschluss an die Lesung gibt Klaus Büchner dann bereitwillig Autogramme in und auf allem, was die Fans ihm so hinlegen. Nach knapp einer Stunde sind alle Autogrammwünsche befriedigt und der Saal ist geleert.

Fazit: Wenn Lesungen immer so humorvoll gestaltet wären, würden die garantiert besser besucht werden. Diese hier war ein voller Erfolg! Klasse auch, dass die beiden sich nicht verstecken und Nähe zu den Fans suchen.

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