Limbonic Art – Spectre Abysm

“Atmosphäre wie aus einem frostigen Schneebedeckten Wald“

Artist: Limbonic Art

Herkunft: Sandefjord, Norwegen

Album: Spectre Abysm

Spiellänge: 47:05 Minuten

Genre:  Symphonic Black Metal

Release:  07.07.2017

Label: Candlelight Records

Link: http://www.limbonicart.net/

Bandmitglieder:

Gesang und alle Instrumente– Daemon

Tracklist:

  1. Demonic Resurrection
  2. Ethereal Traveller
  3. Omega Doom
  4. Requiem Sempiternam
  5. Triumph Of Sacrilege
  6. Disciplina Arcani
  7. Through The Vast Profundity Obscure

 

Oftmals passiert es ja, dass man durch Freunde und Bekannte auf eine Scheibe oder einen Musiker aufmerksam gemacht wird. So ist es dieses Mal bei mir mit Limbonic Art, die ich durch reinen Zufall durch einen Kumpel empfohlen bekommen habe. Und was passiert? Auf einmal landet das brandneue Langeisen bei mir im CD-Spieler. Bei Limbonic Art handelt es sich um einen norwegischen Musiker, der sich selbst Daemon nennt, schon seit 1993 aktiv musiziert und sich in kompletter Eigenregie des Gesanges und Instrumente dem Black Metal verschrieben hat. Spectre Abysm ist sein mittlerweile 8. Album und wird unter der Fahne von Candlelight Records auf den Markt gebracht. Na mal schauen ob die Platte wirklich was kann, wie mir gesagt wurde.
Ach du ahnst es nicht – kaum läuft Spectre Abysm an und nachdem die ersten noch eher zaghaften Intro Klänge ertönen, erschallen schon direkt rasende und aggressive Black Metal Riffs gefolgt von hasserfülltem Gesang. Demonic Resurrection ist schon einmal ein Zeichen, um die ganze Kraft und das volle Volumen der Scheibe zu zeigen.

Der Gesang ist absolut rau, wie aus einer in den tiefsten Wäldern versteckten und schneebedeckten Höhle und lässt den Hörer erst einmal das Blut in den Adern gefrieren. In manchen Songs finden sich dämonische Stimmen wieder, die unheimlich in diese düstere Atmosphäre passen. Die Gitarrenriffs sind ganz klar etwas für Black Metal Fans der klassischen Fraktion, da diese eisig kalt und rau runtergehauen werden und teilweise einem Schneesturm gleichen. Aber nicht nur das, sie bringen auch ganz leicht melodiöse Parts mit hinein und bessern das Ganze noch einmal auf.

Der Bass wird weniger in den Vordergrund gestellt, daher ist er etwas schlechter herauszuhören, was aber dem Gesamtbild keinen Schaden bringt.
Angenehm ist die Atmosphäre, da der Hörer wirklich vom ersten Song an in den Bann von Spectre Abysm gezogen wird und sich sehr gut drauf einlassen kann. Dabei hilft auch, dass fast alle Songs (bis auf Requiem Sempiternam) eine Spielzeit von mindestens vier bis fünf Minuten haben und der Opener Demonic Resurrection sogar ganze 10 Minuten umfasst. So gut das ganze Gesamtbild auch ist, lässt sich über die Produktion doch etwas streiten. An und für sich zwar passend für diesen rauen Sound, dennoch hätte man da mehr herausholen können, da stellenweise alles etwas dumpf klingt.

 

Fazit: Man kann sich doch des Öfteren auf solche Tipps verlassen. Vor allem wenn wie bei Daemon ein Musiker am Werk ist, der seinem Projekt Limbonic Art seit so langer Zeit treu bleibt. Klasse finde ich in jedem Fall diese raue, dunkle und vor allem eiskalte Atmosphäre. Auch dieser kratzige, raue Gesang ist einfach nur toll umgesetzt. So sehr ich auch ins Schwärmen komme, stört mich etwas die Art der Produktion, die stellenweise sehr dumpf beziehungsweise schallend rüberkommt. Doch ein Ohr sollte und kann man definitiv riskieren. Mir gefällt es ganz gut.

Anspieltipps: Demonic Resurrection, Omega Doom und Triumph of Sacrilege
Stefan S.
7.5
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