Location: Strandhouse- 27356 Rotenburg / Wümme

Homepage: http://www.metal-splash.de/

Datum: 19.07.2012 – 21.07.2012

Kosten: VVK: 27,50€ , AK: 36€ (3 Tages Tickets)
AK: 26€ (Tagestickets Freitag), AK: 28€ (Tagestickets Samstag)

Besucher: ca. 600 (mit Tagestickets)

Aus dem gemütlichen Ein- Tagesfestival in Rotenburg/ Wümme wird zum 5. Jubiläum ein kleines, aber feines 3-Tages- Festival gezaubert. Am ersten Tag dürfen sich die früh Angereisten auf Musik aus der Konserve freuen, kein anderer als Leif von Dew-Scented lässt auf der Warm-Up Party die Finger mit DJ Rü über die Knöpfchen fliegen.

Freitag:

Richtig durchgestartet wird jedoch erst am Freitag Nachmittag, daher nutzen viele Besucher die Möglichkeit erst am Vormittag ihre Zelte am Weichelsee aufzuschlagen. Nicht unbedingt die schlechteste Entscheidung, denn auch der Wettergott spielt mit und lässt den heftigen Sturm gepaart mit sintflutartigen Regenfällen vom Donnerstag vergessen machen. Kaum stehen die Zelte, genießen die ersten Metalheads einen Sprung ins kühle Nass, die von der Traumhaften Location förmlich bei warmer Mittagssonne in den See gezogen werden. Kaum zu glauben, dass die Festivalgänger am weißen Sandstrand zelten und sich neben dem musikalischen Programm bei Volleyball und Beach-Soccer entspannen können.

Mit The Ukeboys öffnet das erste mal der Bühnenbereich, der ebenfalls mit weichem Sandstrand ausgelegt ist. Auf der Bühne zwei Herren in Hawaii-Hemden und mit Ukulele, passt mal wie die Faust aufs Auge. Musikalisch haben die beiden zur Eröffnung Cover Songs im Programm und lassen es mit „Breaking the Law“ und „Smoke on the Water“ kräftig knallen. Viel los ist zwar noch nicht aber die beiden Interpreten scheinen dennoch Spaß zu haben. Nach zehn Minuten ist der Spuk fürs erste vorbei, denn morgen heißt es zu Beginn wieder Bühne frei für die Ukeboys!

Obscure Affliction haben sich scheinbar auch auf gute Laune am Strand eingestellt, im Kollektiv treten sie mit weißen Hemdchen auf. Für die Ohren haben die jungen Männer alles andere als White Metal im Schlepptau. „Es brennt die Luft“. nach Aussage von Sänger Martin beim Track Armageddon, dass können die meisten Metal4Splash Besucher nicht ganz teilen. Gemütlich werden die ersten Bierchen geschlürft, die mit 2,50€ einen humanen Preis haben wie anfänglich auch der 0,5 Liter Cocktail für 5€, der später Leider auf 0,3 Liter reduziert wurde. Schade, schade aber immer noch ein ordentlicher Preis, der das gesamt Konzept des Festivals wiederspiegelt.

Cyrcus eröffnen die Core- Reihe des Freitag Nachmittags, die sich bis in den Abend herein ziehen soll. Die Band aus Heinsberg verkörpert bekannte Hardcore- Elemente, die mit frischen modernen Metaleinlagen vermischt werden. Die Stimmung will wie bei Obscure Affliction nicht aufkochen, lieber liegen die meisten faul am See und lassen sich die Sonne auf die Plauze scheinen. Das sollen auch nicht die geschickt eingespielten Sampler und der extrem variable Gesang von Frontmann Jan ändern. Das Wetter ist einfach zu gut und die bemühten Männer haben damit leider die bekannte Arschkarte gezogen. Die Anwesenden haben jedoch ihren Spaß, welches Cyrcus mit arrangierter Leistung dankt, die punktuell noch ausbaufähig ist!

Die Oldenburger Carthago Must Fall leider unter ähnlichen Umständen, gut zwei Dutzend Core Verliebte lassen sich den groben Mix aus Metal/ Hardcore und Death- Metal Anlehnungen durch die Gehörgänge pusten. Unspektakulär und ohne großartige Highlights müssen die Norddeutschen die Show über die Bühne bringen, bei der die Verzögerung in der Running Order auf ca. 20 Minuten angewachsen ist. Kein Problem für alle Beteiligten, die Stimmung ist gut und der Weg vom Campground zur Bühne beträgt: dreimal Umfallen, sprich ist gleich neben an!

Auf dem Campground wird bereits sichtbar, dass die Festival Shirts für schlappe 12€ weggehen wie warme Semmel, diese Einschätzung bestätigt sich bereits Samstagmittag als das T-Shirt „Sold Out“ verkündet wird! Mit Trailer Park Sex, die nicht nur mit Drummerin Lea durchstarten sondern auch mit dem argentinier Juan, welcher wahlweise beim Singen das Megaphon zur Hilfe nimmt. Die progressiven Deathcore- Einlagen lassen den Beachbereich vor der Bühne etwas mehr füllen als die Bands zuvor. Weitere exotische Faktoren befinden sich im Songwriting der Gruppe, mit Jazz und guter Laune lässt es sich am Weichelsee sehr gut nach Pantera bzw. Fear Factory Art musizieren.

Maintain, welche kurzfristig Redcarving ersetzt haben, setzten auf ihren Heimvorteil und auf die Besucher die beim letzten Jahr schon vor der Bühne mit der Rübe gewackelt haben. Diese Strategie geht auf, die Locale Heros ziehen manchen Schwimmbegeisterten mit Badehose zum Abtrocknen an die Bühne. Wie ein Föhn pusten Maintain, ihrer Verantwortung bewusst, die Metal4Splasher trocken. Timo Böhling lässt seine bösen Grohls nur so übers Gelände scheppern, das Ergebnis erste Moshversuche und schweißtreibende Aktivitäten entstehen vor der Bühne. Die Laune steigt sichtbar- außer vielleicht bei Nicht- Metal/ Hardcore Verrückten, die nach den vier Bands mal was anderes auf die Ohren bräuchten.

Gesagt- getan, To The Marrow lössen sich vom Core Nachmittag und läuten den Death Metal Abend ein. Mit der Kombination aus Death- und Thrash Metal wird vor der Bühne der Sand aufgewühlt. Deftige Blasts, angenehme Solis und der Heimatfaktor lassen die noch junge Band positiv im Gedächtnis bleiben, die trotz extremen Sendeproblemen das Beste aus der nicht optimalen technischen Lage machen. „Rock Out With Your Cook out“ lässt den ersten Headbangern die Nackenmuskeln spüren. Ein sehr bemühter Auftritt, der leider durch die unzähligen Unterbrechungen an Dynamik verloren hat.

Hackneyed aus dem sonnigen Süden, die sich mit ihrem Death Metal seit 2006 in ganz Deutschland austoben, wachsen zum ersten richtigen Highlight an! Die Fäuste werden bei „Deatholution“ in die Rotenburger Luft gestreckt, da darf die bekannte Pommesgabel nicht fehlen, die das muntere Publikum gewillt zum Zeichen des Gefallens der Band entgegenstreckt. Einer der Publikumslieblinge „Gut Candy“ wird förmlich inhaliert und mit purer Leidenschaft mitgelebt. Eine Klasse die Hackneyed wieder an den Tag legen, auch wenn der Auftritt nicht ganz so mitreißend, wie noch vor ein paar Wochen in Aurich war. Trotzdem zeigen die Jungs was sie auf dem Kasten haben und das ist eine ganze Menge! Kräftig aufgeputscht für Dew Scented gibt die Band aus Abtsgmünd die Bühne frei, die nach kurzer Umbaupause von Dew Scented betreten wird.

Leif– mit neuem Album und Band im Gebäck, nutzt die Zeit um Stücke des neuen Longplayers Icarus vorzustellen, das Ende Juli auf den Markt kommt. Mit grunderneuertem Line-Up zeigt sich die Kombo gewohnt spielfreudig, da bleibt doch glatt Zeit für Leif die neuen Mitstreiter aus unserem Nachbarland. die Niederlande, vorzustellen: Rory Hansen, Marvin Vriesde– beide Gitarre und Joost van der Graaf am Bass werden
schlussendlich von Koen Herfst am Schlagzeug komplettiert. Wer jetzt denkt es gibt nur neue Stücke der Icarus in den Sandstrand gebügelt, der irrt sich. Der äußerst selten angestimmte „Thats Why I Despise You“ versetzt Fan´s der ersten Stunde zurück in die Anfänge und lässt die Herzen in doppelter Schlagzahl marschieren. Fleißig werden die verschwitzten Haare durch die Luft bewegt, welches durch ein gut gelauntes und publikumsnahem Life komplettiert wird. „By My Own Hand“ schrabbelt durch die Nacht, „Cities Of The Dead“ lässt die müden Knochen zucken, bevor mit „Acts Of Rage“ der ganze Spaß schon wieder vorbei ist!

Letztes Wochenende noch auf dem ROCKHARZ zu Bewundern, heute bereits in Rotenburg auf der Bühne. Erste optische Unterschiede: Sabine Scherer ist vom schwarzen auf das weiße Kleid umgestiegen. Vom Harzer Regen ist auch nichts zu sehen, ganz im Gegenteil, die Luft ist klar und die ersten Sterne funkeln am Himmel, beste Ausgangslage um noch einmal mächtig auf die Kacke zu hauen! Zwischen Mainstream tauglichen Gesang von Sabine Scherer kann John Gahlert seine Aggressivität einfach nicht zügeln, wütend prescht er mit Death Metalartigen Vocals voran und gönnt der Band nur selten Pause. Diese zwei grundverschiedenen Seiten machen Deadlock interessant- die einfühlsame Sabine, die einfach was auf dem Kasten hat, romantische Atmosphären erzeugen kann und der flippige John, welcher einfach Power mitbringt. Kein anderer als „Code Of Honor“ könnte diese Vielseitigkeit besser präsentieren, der von einer Wall Of Death bis zu gezückten Feuerzeugen reicht. Ganz allein „Für die Mädchen“ haben Deadlock – “State Of Decay“ vorbereitet, welcher drei Gänge zurück schaltete, Sabine die Möglichkeit gibt sich gebührend zu präsentieren und dem Publikum das Schunkeln nahe bringt. Zum mitgröhlen haben die sympathischen Musiker auch noch was vorbereitet bei „Awakend By Sirens“ kann nach Herzenslust der Refrain mitgesungen werden.

Mitsingen ist ein guter Aufhänger für die Abschließenden Iron Priest, die wie es der Name schon verrät, Iron Maiden und Judas Prist Cover einstudieren. Neben „Number Of The Beast“ und „Fear Of The Dark“ von Maiden werden auch andere Künstler nachgeahmt. Metallica Fan´s dürfen sich über „Seek and Destroy“ freuen oder Manowar´s „Warroirs Of the World“ beklatschen. Leider ist der Gig viel zu schnell wieder vorbei, da um 1 Uhr strickte Nachtruhe vom Ordnungsamt angesagt ist!

Samstag:

Zeit für The Ukeboys Teil II, wieder mit 10 Minuten ausgerüstet dürfen die beiden Spaßvögel in die Seiten greifen, im heutigen Programm Green Day und von Metallica „Wiskey in the Jar“– was für ein Start in den Tag!

Was haben Hopelezz, Sorrowfield und ETECC gemeinsam? Alle müssen sich vor recht geringem und euphorischem Publikum behaupten. Die einen liegen noch nach der durchzechten Nacht im Zelt und schlafen ihren Rausch aus, die anderen versuchen sich mit einem Konterbier zurück ins Leben zu katapultieren. Schade um die drei Bands, welche sich ausnahmslos Mühe geben. Hopelezz mit aktuellem Album aus Wuppertal angereist, lässt die Melodic Death Metal Schwerter kreisen. Sorrowfield aus Bremen mit ebenfalls aktuellem Material am Start, setzten auf die sanfte Karte, welche zwischen Sentenced und Poisenblack liegt. ETECC die dritten Leidensgenossen aus Wolfsburg bedienen sich im Gegensatz zu den beiden Vorgängern diverser Einflüsse aus Rock und Metal, die nett anzuhören sind und vom Grillstand bzw. der Bierbude aus beobachtet werden.

Während der Umbaupause von Pride Shall Fall füllt sich langsam die Beach-Bar. Die Bremer Band die mit Rajko Resanovic, der zurzeit in der Schweiz lebt, und neuem Shouter auftrumpfen wollen, legen gewohnt bewegungsfreudig los. Die immer stärker werdende Live-Präsenz der Band hat sich wohl bis nach Rotenburg rum gesprochen. Bei fetten Beats und geilen Rhythmen werden sich die ersten alkoholischen Erfrischungsgetränke nach dem Mittagsschlaf genehmigt. Pride Shall Fall bleibt den Besuchern nichts schuldig und kämpfen sich in voller Bühnenakrobatik durch die pralle Sonneneinstrahlung, die sichtbar an den Kräften zerrt. Nichts desto trotz wird nicht geschwächelt und bis zum Ende alles gegeben um positiv in Erinnerung zu bleiben! Das Statement der Band zum Auftritt findet ihr HIER!

Nach den bösen Shouts von Pride Shall Fall dürfen die Osteuropäer Gastello, aus der russischen Hauptstadt Moskau, dem Metal4Spash Publikum einheizen. Nach anfänglich großen technischen Schwierigkeiten bekommen die Musiker ihr Bühnenequipment immer besser in den Griff. Den Besonderheitsfaktor können die Russen aber nicht für sich geltend machen, dafür ist die Kommunikation einfach zu sporadisch und auch die zur Schaustellung der Band fällt nicht grade erwähnenswert aus. Ohne großen Ah-Effekt werden Metal und Hardcore- Elemente miteinander verschraubt, die durch Sprechgesang ala Hatebreed durchzogen werden.

Mit Dawn Of Disease begibt sich Tomasz Wisniewski auf die Bühne, der neben seiner Band das noch junge Label Apostasy Records besitzt. Wo der Hammer hängt weiß aber nicht nur er, sondern auch seine vier Team Kollegen. Schwedisch angehauchter Death Metal walzt sich durch den sandigen Untergrund, dabei wird nicht nur das neue Werk „Legends of Brutality“ mit eingebunden sondern auch ältere Stücke werden mit in die 30 minütige Spielzeit verpackt. Die Stimmung steigt, der Muskelkater vom Vortag wird durch eingängige Nackenbewegungen weg massiert und macht den Weg frei für einen unterhaltsamen Abend bei dem Sodom das Highlight darstellen soll.

Noch ist es nicht soweit, denn die Schweden Sterbhaus wollen nach dem ROCKHARZ auf dem Metal4Splash eine weitere Duftnote versprühen. Thrash Black Metal mit Dissection– Anlehnungen finden den Weg aus den Boxen. Mit viel Körpereinsatz gestikulieren Marcus Hammarström und seine Männer die harten Riffs und lassen so manche Grimasse übers Gesicht huschen. Neben brachialen Riffs kommen tanzbare Rock`n`Roll Klänge zum Einsatz, die für eine wohlwollende Abwechslung sorgen. Ebenso gibt es optisch mal was anderes aufs Auge- mit Corpsepaint verschmierten Gesichtern können sich Sterbhaus von den anderen Bands absetzten. Nach dem Auftritt findet man die Musiker beim entspannten Spaziergang auf dem Festivalgelände, damit sind sie aber nicht die einzigen, fast alle Bands gesellen sich nach der Show ins Publikum.

Die ohne Bassisten angereisten Criminal legen sich mit frechem Thrash Metal mächtig ins Zeug. Der Gitarrensound ist perfekt abgestimmt und die spielfreudigen Riffs werden am laufenden Band runter gezaubert. Ohne den gewünschten Druck vom Bass fehlt jedoch eindeutig was, dennoch geben sich Criminal gut gelaunt und machen das Beste aus der nicht perfekten Situation. Eine passable Stimmung wird trotz des Handycaps der Band gewährleistet, jene mit ihrer Leistung zufrieden sein darf. Mehr war heute in nicht vollständiger Besetzung einfach nicht drin!

Mensch was ist denn jetzt kaputt? Noch bevor Drone spielen wird es kuschelig voll auf dem Festivalgelände. „Und jetzt wird gefickt“ das sind Moritz Hempels Worte nach dem Intro „Hand On Your Gun“. Mit eingängigen Melodien zeigen sich die Niedersachsen sehr selbständig in Form- und Live- Darbietung. In den letzten Jahren deutlich gereift und an Fan´s dazu gewonnen, haben die Jungs sichtbar Spaß an ihrem Auftritt. Fabian Harms, mit hübschen rosa Fee-Flügeln bestückt, wird von Moritz zum Ansagesprecher des neuen Albumtitels „For Torch And Crown“ umfunktioniert. Mit einer Flasche Whiskey am Hals wird „Motör Heavy Piss Take“ angestimmt, die Metalheads kommen aus dem Moshen nicht mehr raus bis Drone etwas früher Aufhören müssen um den Zeitplan einzuhalten.

Es bleibt norddeutsch, die Heavy Metal Ikone des Nordwestens Mob Rules lassen in traditioneller Manier die Puppen tanzen. Bei hervorragendem Sound werden die Becher in die Lüfte gestreckt, verknotete Haare im Takt durch die Lüfte geschwungen und die Refrains mitgeröhlt. Klaus Dirks hat schon richtig erkannt: „ Wir sind hier auf einer Heavy Metal Party und nicht in einem Gottesdienst!“ Dieses nehmen sich die Anwesenden zu Herzen, Mob Rules lassen ihrerseits keine Wünsche offen. Im Rahmenprogramm der sonst härter gestrickten Bands, bietet der fröhliche Heavy Metal einen willkommenen Break um die Seele baumeln zu lassen.

Night In Gales die mit guter Erinnerung vergangener Tage in den Norden der Republik aufgebrochen sind, werden herzlich aufgenommen. Nach dem ersten von vier Intros startet das Melodic Death Metal Schlachtschiff mit „This Neon Grave“ in den metallischen Kreuzzug. „The Tides Of November“ passt jahreszeittechnisch gesehen überhaupt nicht ins Set, durch sehr atmosphärisch gehaltene Songstrukturen kann dieser jedoch, in der langsam untergehenden Sommer Sonne, für ordentlich Gänsehaut-Feeling sorgen.

Engel, die ohne Herrn Engelin angereist sind, da dieser mit In Flames auf dem DevilSide Festival spielt, geben sich gewohnt spritzig. Klar fehlt hier und da die zweite Gitarre, die durch eine energiegeladene Show wieder wett gemacht wird. Der Titel „Frontline“ vom „Blood Of Saints“ Album wird gar für ein offizielles Live-Video mitgeschnitten, welches in den nächsten Tagen bewundert werden kann. Der musikalischen Eingriffe aus Melodic- und Death Metal in Zusammenhang mit leichten Metalcore- Spielereien kommt jedenfalls in Rotenburg gut an. Die im ständig wechselnden weiß und rot gestaltete Bühne ist ein Blickfang für alle Besucher. Wer Engel verpasst haben sollte, hat am 25.09.12 in Hamburg im Marx, beim bisher einzigen Norddeutschland Konzert, die Möglichkeit Zwischenstopp zu machen und die „Blood Of Saints Over Europe 2012 Tour“, zusammen mit Melrun, zu genießen.

Es wird Zeit für den ultimativen Headliner, die Thrash Metal Legende und Urgesteine Sodom, die seit unglaublichen 30 Jahren durch die Lande ziehen. Alles ist auf diesen Augenblick fixiert alle ca. 600 Besucher befinden sich im Bereich vor der Bühne. Nach einer etwas längeren Umbaupause, bei dem unter anderem das Schlagzeug ausgetauscht wird, lassen sich die drei tapferen Recken auf der Bühne sehen. Gestartet wir mit „In War And Pieces“ dem direkt „Sodomy And Lust“ folgen soll. Die Security´s sind in größter Alarmstellung und bereiten sich auf die ersten Crowd- Surfer vor. Das heutige Set führt durch die 30ig jährige Sodom Geschichte und macht in jedem Jahrzehnt halt, da ist für jeden- ob jung oder alt- was dabei. Diverse Klassiker mit „Nuclear Winter“, „Blasphemer“ und „Agent Orange“ sind mit dabei und runden das erstmals drei Tage durchgeführte Metal4Spalsh Festival mit geliebten Schmankerl ab!

Als Fazit lässt sich die gute Organisation, mit der äußerst entspannten Location hervorheben, die ein ganz besonderes Ambiente geboten hat. Das Campen getrennt vom Auto fällt wegen kurzer Wege kaum auf und kann nicht als störend hervorgehoben werden. Mit guten Preisen bei Speis und Trank kann der nächste Pluspunkt eingeheimst werden, der durch die freundliche Crew unterstrichen wird. Am Sound gibt es nichts zu meckern, einzig und allein die im Vorprogramm dominierende Core Fraktion hat nicht jeden Geschmack getroffen was wiederum reine Geschmackssache ist. Für den Ticketpreis im VVK von 27,50 incl. Camping + Porto sollten alle auf ihre Kosten gekommen sein, man kann sich nur wünschen, dass es nächstes Jahr wieder heißt: „Herzlich Willkommen auf dem Metal4Splash!“

Fazit Arkona:

Der Auftritt der Band Sorrowfield aus Bremen hat mir durch die emotional geladen Show besonders gut gefallen, ein einfach geiler Gig. Die gute Organisation, bei der auch das leibliche Wohl gedacht wurde, ließ keine Wünsche offen.  Die Location hingegen lud den ein oder anderen zu einem Bad im Weichelsee ein, aber auch der Beach- Strand wurde gut angenommen und für Volleyball und Flunky Ball genutzt. Ein 1A Festival, welches 2013 wieder dick in meinem Festivalkalender eingetragen wird. Schade nur die verkürzte Show, wegen der Auflagen des Ordnungsamtes bei Iron Priest, die ihren Gig nicht in geplanter Länge zelebrieren konnten. Dieses lässt sich allerdings nicht ändern und hat der guten Stimmung keinen Abbruch getan.

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