Michael Schenker Fest – Resurrection

“Wenn der Herr Schenker ein neues Fest anstimmt!“

Artist: Michael Schenker Fest

Herkunft: Deutschland

Album: Resurrection

Spiellänge: 52:16 Minuten

Genre: Rock, Hard Rock

Release: 02.03.2018

Label: Nuclear Blast

Link: https://www.facebook.com/MichaelSchenkerRocks/info/?tab=page_info

Bandmitglieder:

Michael Schenker + Band

Tracklist CD:

  1. Heart And Soul
  2. Warrior
  3. Take Me To The Church
  4. Night Moods
  5. The Girl With The Stars In Her Eyes
  6. Everest
  7. Messing Around
  8. Time Knows When It’s Time
  9. Anchors Away
  10. Salvation
  11. Living A Life Worth Living
  12. The Last Supper

Seit dem 2. März 2018 steht die von Michael Voss-Schoen co-produziert Scheibe mit dem Titel Resurrection in allen Musicstores des Landes, die den guten alten Hardrock anbieten. Neben dem Mastermind Michael Schenker und den drei M.S.G.-Sängern Gary Barden, Graham Bonnet und Robin McAuley, wirken auch Doogie White sowie die Instrumentalisten Steve Mann (Gitarre, Keyboards), Ted McKenna (Schlagzeug) und Chris Glen (Bass) mit. Als Gäste konnten zudem die Größen wie Kirk Hammett, Wayne Findlay oder Michael Voss-Schoen angeheuert werden. Erst vor wenigen Tagen haben wir über die Michael Schenker – A Decade Of The Mad Axeman Best Of Platte mit einer Studio und einer Live CD gesprochen. Das Review zur Produktion, die im Januar veröffentlicht wurde, findet ihr direkt HIER!

Das Arbeitstier Michael Schenker hat mal wieder was Neues gebracht. Ins Studio hat es der Gitarrist in den letzten Monaten nicht mehr oft geschafft, um neues Material einzuspielen. Viel mehr hat der deutsche Musiker Wert darauf gelegt, das alte Material als Livemitschnitte oder Best Of Scheiben noch mal an die hungrige Hard Rock Meute zu bringen. Nun steht mit Resurrection eine nicht uninteressante Platte auf dem Programm, die auf alte Tugenden setzt und zudem durch starke Gesangseinlagen punktet. An den Saiten braucht man Herrn Schenker ehe nichts vormachen, dafür ist er einer der besten Gitarristen des Genres und hat dieses natürlich eindrucksvoll bereits bei den Scorpions mit geprägt.

Heart And Soul setzt clever auf einen treibenden Start, der den Käufer gleich begeistern soll. Die schnelle Nummer bringt, was damit bezweckt werden sollte – eine spannende Hymne mit einem Refrain, der einen gleich mal an die Hand nimmt. Nachgelegt mit einer Ballade, damit die Brücke nicht ganz zum Heavy Metal springt, sondern im sachlichen Hard Rock verankert wird. Stampfend laufen die Rhythmen, während der Mastermind selber für die prickelnden Höhepunkte sorgt. Die Sänger möchte man auf Resurrection gar nicht einzeln auf den Prüfstand stellen. Das Gesamtgebilde darf als Avantasia des klassischen Rock bezeichnet werden. Nicht ganz so komplex findet man keine Zehn-Minuten-Schlachten, dafür bringen es die immerhin zwölf neuen Stücke auf 52 Minuten Spielzeit und leben von den nahtlosen Übergängen. Am Anfang fungieren Warrior oder Night Moods als Aushängeschild für den neuen Silberling, danach nehmen Everest oder Anchors Away das Zepter an sich. Allgemein im Genre noch einen rauszuhauen, gehört nicht zu einer Lieblingsaufgabe eines jeden Musikers. Die Erwartungen an ein solches Projekt wie Michael Schenker Fest reichen bis zu den Sternen. Auf den Punkt gebracht kann man fast nur enttäuschen und muss trotzdem versuchen ein Album zu produzieren, das einen nicht verleugnet oder auf der anderen Seite covert. Das ist den motivierten Recken in allen Belangen gelungen, ohne das vierzig Jahre alte Rad neu zu erfinden!

Fazit: Das Ergebnis hätte man nicht grundsätzlich erwarten können. Das Resurrection dann doch alles erfüllt, was man erwartet, darf ganz klar lobend bewertet werden. Zwar legen die Jungs die Messlatte nicht unnötig hoch, dafür wird die Hürde mit Bravour gemeistert. Was will man mehr, oder was meint ihr? Reinhören solltet ihr ganz klar mal. Am Ende des Jahres, also sprich in neun Monaten, könnte die Platte noch zu einer der Besten des Jahrgangs 2018 zählen. Das Potenzial hat sie allemal dank der hochwertigen Unterstürzung und dem Kopf des Projektes der als Namensgeber fungiert.

Anspieltipps: Heart And Soul und Everest
Rene W.
8.5
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