Night Legion – Night Legion

“Ein neuer Stern am australischen Metal Himmel?“

Artist: Night Legion

Herkunft: Australien

Album: Night Legion

Spiellänge:  57:54 Minuten

Genre: Heavy Metal, Power Metal

Release: 27.10.2017

Label: Massacre Records

Link: http://www.nightlegion.net/

Bandmitglieder:

Gesang – Vo Simpson
Gitarre – Stu Marshall
Bass – Glenn Williams
Schlagzeug – Clay T

Tracklist:

  1. Into The Light
  2. Night Legion
  3. Enter The Storm
  4. The Warrior
  5. This Time
  6. Hell Below
  7. The Eye Of Hydra
  8. As Flames Scorch The Ground
  9. Titan

Night Legion stellen ihr selbst betiteltes Debütalbum vor. Die vier Herren sind allerdings keine Neulinge, sondern gestandene Musiker, die sich bereits in anderen mehr oder minder bekannten Bands ihre Sporen verdient haben. Um nur einige zu nennen: Dungeon, Death Dealer oder Darker Half. Somit sollten eigentlich alle Weichen gestellt sein, um ein gutes Album einzuspielen. Aber eben nur eigentlich.

Bereits der Opener Into the Light zeigt die gewollte Marschrichtung auf. Power Metal. Sänger Vo Simpsons Stimme ist allerdings recht hoch und dadurch gewöhnungsbedürftig. Die Schreie, die von ihm zu hören sind, erinnern fast etwas an King Diamond. Die Instrumentalisten machen hier aber einen guten Job. Lobenswert: Stu Marshall an der Gitarre. Es folgt der Titeltrack Night Legion. Nicht mehr ganz so schnell und stimmlich nicht so hoch angesiedelt kommt eine ordentliche Melodie zum Vorschein. Der Refrain ist dann schon wieder unharmonischer. Dafür macht die Rhythmusfraktion ordentlich Druck. Enter The Storm zeigt, wo die Band ihre Ideen hernimmt. Sie sind im Science-Fiction, Fantasy oder Gladiatoren Bereich angesiedelt.

In diese Kerbe schlägt The Warrior, der zusätzlich recht aggressiv um die Ecke kommt. Das schnelle Stück wirbelt ordentlich Staub auf. Stilistisch etwas an frühere Gamma Ray oder Helloween Songs erinnernd, gefällt mir die Stimme immer noch nicht wirklich. Musikalisch gibt’s nichts auszusetzen. Dabei immer vorn: Stu Marshall mit guten Riffs. This Time macht weiter. Guter Melodienbogen im Refrain. Ansonsten durchschnittlich. Nächster Song Hell Below geht wieder schneller durch die Boxen. Dem Power Metal fehlt es etwas an Ideen. Das ist alles zu einfach gehalten. Mit The Eye Of Hydra beginnt das letzte Drittel. Es wird etwas rasanter. Schnelles Intro, stampfender Rhythmus, der Gesang ist zwar recht kräftig, tut aber an einigen Passagen in den Ohren weh.

Bei As Flames Scorch The Ground und Titan sind dann noch einige Gastmusiker vertreten und erwähnenswert. Ross the Boss, Pete Lasperance und Tsuyoshi Ikedo steuern ein paar Gitarrensoli bei. Ansonsten bieten beide Songs Ähnliches wie schon davor. Wobei mir Titan noch mit am besten gefällt. Die Mehrfachgitarren machen das Stück homogener. Über einen zweiten Gitarristen sollte eventuell mal nachgedacht werden.

Fazit: Es dürfte schwer werden, aus der Menge der guten Veröffentlichungen des Jahres hervorzustechen. Den Songs fehlt etwas, das im Ohr hängen bleibt und wobei sich ein Kopfnicken einstellt. Mir fehlt ein guter Grund, die Scheibe erneut anzuhören. Wer auf Old School Metal steht, darf gern einmal reinhören und wird ggf. auch die Stimme des Sängers ok finden. Musikalisch ist es gut, stimmlich und songtechnisch ist Luft nach oben. Als Debüt mag es reichen, da ja eine Steigerung da sein sollte. Somit kein neuer Stern am australischen Himmel aber es könnte einer werden.

Anspieltipps: Into The Light, Titan
kay l.
6.5
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