Paradox – Heresy II: End Of A Legend

24.09.2021 – Power / Thrash Metal – AFM Records – 65:44 Minuten

Noch so ein Griff in die Wühlkiste der liegengebliebenen Alben des letzten Jahres, der erneut eine kleine Perle vom Grunde dieser Wühlkiste hervorbringt. Wie gut, dass ich auf diese Kiste noch keinen Deckel draufgemacht habe. Dieses Mal ist es die Würzburger Band Paradox.

Heresy II: End Of A Legend, das neue Album der Würzburger Power / Thrash Metaller Paradox ist bereits im September letzten Jahres bei AFM Records erschienen. Die Scheibe ist über das Label als CD und als rotes Vinyl (300 Stück) erhältlich.

Die Wurzeln von Paradox reichen bis ins Jahr 1981 zurück. Nach mehreren Namensänderungen (unter anderem Overkill, Maniac und Warhead) wurden Paradox 1986 endgültig geboren. Das Debüt Product Of Imagination folgte 1987. Als nächste Veröffentlichung erschien 1990 das Konzeptalbum Heresy, welches der Band beachtliche Aufmerksamkeit brachte. 31 Jahre später folgt nun das achte Studioalbum und die Fortsetzung Heresy II: End Of A Legend. Im Line-Up hat sich über die Jahre natürlich einiges getan, wobei Charly Steinhauer (Gesang, Gitarre) und Axel Blaha (Schlagzeug) bereits bei der Aufnahme 1990 dabei waren. Hinzu gesellen sich am Bass Olly Keller und an der Gitarre Christian Münzer, die bereits beim 2012er Album Tales Of The Weird dabei waren. Zudem ist auch dieses Mal Peter Vogt, der Mann, der für die Lyrics der beiden ersten Paradox-Alben zuständig war, wieder für die Lyrics zuständig. Es geht um die Geschichte der Kreuzzüge der katholischen Kirche gegen die schismatischen Katharer im 13. Jahrhundert.

Musikalisch und textlich geht es auf Heresy II: End Of A Legend also dort weiter, wo der erste Teil 1990 aufhörte. Analog der Geschichte würde ich die Mucke auf diesem Longplayer (der mit über 65 Minuten diesen Namen auch verdient hat) als einen Kreuzzug aus Power und Thrash Metal bezeichnen.

War die Band im ersten Teil 1990 noch stark von den ersten drei Alben von Metallica beeinflusst, zeigt sich hier natürlich eine Weiterentwicklung. Blitzschnelle Riffs, großartige Gitarrensoli und ausgereifte Melodien sind es, was dieses tolle Album ausmachen. Charly Steinhauer beeindruckt mit seiner unverwechselbaren Stimme ebenso wie die sehr frische Produktion, die dem Thrash Metal noch genügend Entfaltungsspielräume gibt.

Im Gegensatz zu manch anderen Genrekollegen, da gibt es sogar welche beim eigenen Label, gerät hier der messerscharfe und jederzeit zustechende Thrash überhaupt nicht in Rückstand. So macht Power / Thrash Metal Spaß. Ich selbst habe doch einige Probleme, wenn sich der Power Metal in den Vordergrund spielt. Dies sehe ich bei diesem Album überhaupt nicht.

HIER! geht es für weitere Informationen zu Paradox – Heresy II: End Of A Legend in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Paradox – Heresy II: End Of A Legend
Juergen S.
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