Phil Campbell & The Bastard Sons – Dänemark-Konzert der Europatournee 2018 in Aarhus

„Wer Motörhead liebt, kommt an dieser Band nicht vorbei!“

Eventname: The Age Of Absurdity European Tour 2018

Headliner: Phil Campbell And The Bastard Sons

Ort: VoxHall, Aarhus

Datum: 03.03.2018

Genre: Hardrock

Besucher: ca. 150

Eintrittspreis: 225 DKK (ziemlich genau 30 €)

Bandmitglieder:

Gesang – Neil Starr
Gitarre – Phil Campbell
Gitarre – Todd Campbell
Bass – Tyla Campbell
Schlagzeug – Dane Campbell

Setlist:

  1. Big Mouth
  2. Freakshow
  3. Rock Out (Motörhead Cover)
  4. Cradle To The Grave (Motörhead cover)
  5. Welcome To Hell
  6. Take Aim
  7. Born To Raise Hell (Motörhead cover)
  8. Get On Your Knees
  9. R.A.M.O.N.E.S. (Motörhead cover)
  10. Ringleader
  11. Dark Days
  12. Silver Machine (Hawkwind cover)
  13. Ace Of Spades (Motörhead cover)
  14. High Rule
    Zugaben:
  15. Just ‚Cos You’ve Got The Power (Motörhead cover)
  16. Rock’n’Roll (Motörhead cover)
  17. Heroes (David Bowie cover)
  18. Going To Brazil (Motörhead cover)

Motörhead lebt!

Mannomann. Da bekommt man die Chance, den ehemaligen Motörhead-Gitarristen Phil Campbell live zu sehen und kaum jemand geht hin. Wissen die alle nicht, was da kommt?

Naja, ich hab gut reden, denn schließlich war ich auf der Pressekonferenz in Wacken 2016 zugegen, als Phil Campbell aus seiner All Starr Band die Bastard Sons machte und im Stunden später stattfindenden Debütkonzert alle in frisch angefertigten Kutten auf der Bühne standen.

VoxHall Aarhus

Phil Campbell – Mehr Motörhead bekommt man live nicht mehr zu sehen

Nach drei Konzerten in den Niederlanden und einem in Belgien steuert der Tourbus mit Zwischenstation Aarhus (Dänemark) auch die Deutschen Hallen an. Nachdem sich in Hasselt nur 100 Zuschauer versammelten, sind hier in Aarhus zumindest fast 200 gekommen. Schade, denn in dem 500 bis 700 Leute fassenden hochmodernen Club VoxHall brennt die Band ein wahres Feuerwerk ab.
Jeder Motörhead-Fan, der die Chance hat eines der Konzerte zu erleben, sollte die Chance nutzen. Zwar grarrzt Lemmy nicht mehr sein „We are Motörhead and we play Rock’n’Roll“ ins Mikro, musikalisch kommen die Söhne von Motörhead Urgestein Phil Campbell jedoch locker an die großen Fußstapfen heran. Auch das Programm besteht zur Hälfte aus Motörhead-Titeln, die eigenen Songs setzen die Tradition ebenso fort und reihen sich nahtlos in die Setlist ein.
Apropos Setlist. Jedes Konzert ist anders, vor jedem Gig wird sich zusammengesetzt und eine neue Liste aus dem Repertoire erstellt. Heute wieder „nur“ 18 Songs, wenn die Halle voller gewesen wäre, dürfen es auch mal 20 sein.

Sänger Neil Starr weiß manchmal nicht, wo er gerade ist…

Auf der in Hamburg beginnenden Deutschlandtour supportet die dänische Band Helhorse. Warum diese hier in ihrem Heimatland nicht dabei ist, erschließt sich mir nicht.
Auf die Sekunde pünktlich um 20 Uhr ist Einlass. Keine Mengen von Leuten, kein Gedränge, keine sonderlichen Kontrollen. Lediglich zwei Securitys sind vor Ort. Nicht in Schutzbekleidung und mit Funkgeräten sondern Dansk Style im Trainingsanzug. Trotz fehlender Dänischkenntnisse klappt die Akkreditierung reibungslos. Also Fotopass umgehängt und vor die Bühne. „Fotograben wie immer drei Songs“, ruft mir der Angestellte noch hinterher. OK, alles wie immer und überall. An der Bühne sehe ich zwar ein Absperrgitter, aber die verbleibenden 35 cm bis zur Bühne werte ich nicht als Fotograben.

Phil und Tyla Campbell

Bei zwei Fotografen und so wenig Publikum bewege ich mich lieber frei im Raum.
Der Tresen, mit für dänische Verhältnisse günstigen Preisen, ist in der Mitte des Raumes. An einer neutralen Ecke hat sich der Merchstand aufgebaut. Hier lässt sich jeder Wunsch erfüllen. Die Preise sind europaweit gleich (günstig) und so decken sich die, sonst andere Kosten gewöhnten Dänen, reichlich mit Shirts und CDs ein. Im oberen Bereich des Klubs ist normal eine Empore mit gesondertem Tresenbereich. Diese ist mangels Masse gesperrt. Nur der Zugang zum Raucherbalkon ist geöffnet.

Dane Campbell

Da es keinen Support gibt, startet die Show um 21 Uhr. Pünktlich betritt der Familienclan die gut ausgeleuchtete Bühne. Sänger Neil Starr reiht sich nahtlos ein, er könnte zur Familie gehören.

Nach Big Mouth und Freakshow kommt schon der erste Motörhead-Classiker. Mit Rock Out nimmt die Show Fahrt auf. Cradle To The Grave gleich hinterher. Die, die da sind, feiern jetzt schon.

Todd Campbell

Es folgen zwei Nummern der neuen, gerade erst vor zwei Wochen erschienenen CD. Das Tempo bleibt konstant. Noch eine Schippe legen die Jungs nach den nächsten beiden Titeln drauf, auch wenn Neil schon jetzt im frühen Stadium der Tour die Orientierung verloren hat. Danmark? Which City? Ahh, Aarhus… Es ist das bisher erste Konzert der Band in Dänemark. Was jetzt folgt, ist eine Best-Of-Auswahl der beiden Bands. Bei R.A.M.O.N.E.S. bildet sich sofort ein Mosh-Pit, der eigentlich nur mit kurzen Pausen bis zum Ende bleibt. Nach den eigenen Titeln Ringleader und Dark Days folgen die Oberknaller Silver Machine und Ace Of Spades. Mit High Rule endet der reguläre Block nach 75 Minuten.

Natürlich lassen sich die Sons nicht lange bitten und starten den Zugabenblock mit Power. Just ‚Cos You Got The Power spielten Motörhead auch bei meinem ersten erlebten Konzert in Wacken 2009. Es folgt das nicht minder starke Rock’n’Roll.
Was dann kommt, lässt das Blut kochen. Die diesjährige Wacken-Hymne und Lemmys letzter Song Heroes lässt das Blut kochen. David Bowie hätte auch an dieser Interpretation seine Freude gehabt.
Zum Abschluss folgt noch Going To Brazil. Auch diesen Song hörte ich in Wacken 2009 bereits im Original…

Fazit: Nach etwas mehr als 90 Minuten ist leider Schluss. Schade, aber qualitativ erste Sahne. Wer bei den Deutschlandkonzerten dabei sein kann, sollte sich das nicht entgehen lassen. Außer für Mannheim gibt es noch für alle Termine (s.o.) entsprechende Tickets!

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