Ein Cover- und Tribute-Abend mit Bon Scott am 31.03.2024 im Hademarscher Hof

Metal Worx und Motörizer liefern einen ausgezeichneten Support

 

Gestern das letzte verbliebende Motörhead-Mitglied Phil Campbell mit seinen Bastard Sons in Hamburg live erlebt (hier nachzulesen), heute unter anderem eine der besten Lemmy-Tribute-Bands. Motörizer aus Kiel sind allerdings heute nicht Headliner, sondern die Hamburger AC/DC-Coverband Bon Scott. Als Supportband befeuert eine weitere Hamburger Cover-Band die Fans. Metal Worx sind recht neu am Markt und suchen ihr Publikum.

Metal Worx 2024 Hanerau; Foto: Norbert Czybulka

Der Einlass ist bereits um 18:30 Uhr, denn Metal Worx starten pünktlich eine Stunde später. Der Saal des Hademarscher Hofes ist bereits gut gefüllt. Die neu reaktiviertete Band um Björn, Günnie und Rollo spielt „A Tribute to the Classic Heavy Metal Legends„. In ihrer Setliste stehen so auch Songs von Saxon, Judas Priest, Motörhead, Whitesnake, Helloween, Manowar oder Accept. Besonders die beiden Accept-Songs Princess Of The Dawn und Balls To The Wall sind Sänger Andre auf den Leib geschnitten. Ihr Set beträgt 65 Minuten und es füllt sich zusehends. Gitarrist Günni und Basser Dirk spielen aktuell auch bei den Kneipenterroristen.

Motörizer 2024 Hanerau; Foto: Norbert Czybulka

Die zweite Band des Abends ist Motörizer aus Kiel. „Keep the Spirit Alive“ haben sich die Drei auf die Fahne geschrieben. Die Drei, das sind am Bass und Gesang Martin Simon, an der Gitarre Peter Blackhead sowie an den Drums Plug Larsson. Seit 2012 zelebrieren Motörizer ihre „Motörhead Tribute Show“, um das Andenken und große Erbe des Ian Fraser Kilmister und die Musik von Motörhead mit Nachdruck zu erhalten. Ihr 75-Minuten-Set beinhaltet aber auch das David Bowie Cover Heroes sowie Hellraiser von Ozzy Osbourne, das sie gemeinsam performt haben. Motörizer spielen auf historisch gleichen Instrumenten, um der Authentizität Nachdruck zu verleihen.

Bon Scott 2024 Hanerau; Foto: Norbert Czybulka

AC/DC-Coverbands gibt es viele. Bon Scott ist eine der ältesten und bekanntesten davon. Sie besteht seit 1986 und hat sich nach dem am 19.02.1980 verstorbenen AC/DC-Sänger Bon Scott benannt. Die Mitglieder der Band sind erfahrene Musiker, die zum Teil von anderen Bands bekannt sind. Hierbei handelt es sich um den Sänger Kay Carstens, die Gitarristen Matthias Lange (Metalium, Zed Yago, X-Thirteen) und Yenz Leonhardt (Lacrimosa, Stromwarrior, Saxon, Kingdome Come), Jens Becker am Bass (Grave Digger, Running Wild) sowie Karsten Kreppert am Schlagzeug (Kneipenterroristen, Zed Yago, Kickhunter). In ihrer Setliste legen sie Wert auf traditionelle Klassiker, die noch von Bon Scott gesungen wurden, aber auch moderne Knaller wie Thunderstruck und Stiff Upper Lip. Sie sind keine Tributeband wie zum Beispiel Barock aus Nürnberg. Hier geht es nicht um Authentizität, sondern allein um den Spaß an der Musik. Auch ihr Set ist auf 75 Minuten ausgelegt und sie begeistern die Fans im Saal.

Coverbands sind schwierig zu bewerten. Das ist halt so, wenn man nichts Eigenes hat und sich an die Hits der anderen Künstler macht. Dabei geht es den meisten Gästen einfach nur um Party bei Musik, die einen schon ewig begleitet. Und diese Party wurde heute von den drei norddeutschen Bands abgeliefert. Auch das Preis-Leistungs-Gefüge scheint zu passen, denn der Saal ist gut gefüllt. Ich allerdings empfinde nahezu vierzig Euro für Cover schon grenzwertig, obwohl die Kosten des Veranstalters die gleichen sind.