Scarlet Anger – Freak Show

“Weiter oben mit dabei!“

Artist: Scarlet Anger

Herkunft: Bridel, Luxemburg

Album: Freak Show

Spiellänge: 49:42 Minuten

Genre: Thrash Metal

Release: 18.03.2016

Label: Hänsel & Gretel / MIG Music

Link: https://www.facebook.com/ScarletAngerBand/?fref=ts

Bandmitglieder:

Gesang – Joe „Mutz“ Block
Gitarre – Jeff Buchette
Gitarre – Fred Molitor
Bassgitarre – Vince Niclou
Schlagzeug – Alain „Skeelo“ Flammang

Tracklist:

  1. Awakening Of The Elder God
  2. Attack Of The Insidious Invader
  3. The Hauted Place – House Of Lost Souls
  4. Welcome To The Freak Show
  5. The Abominable Master Gruesome
  6. Through The Eyes Of The Sufferer
  7. The Thing Without A Name
  8. On The Road To Salvation
  9. The Unbeliveable Story Of A Stupid Boy
  10. Deadly Red Riding Hoof

Scarlet Anger - Freak Show

Das erste Studioalbum Dark Reign der Luxemburger Thrasher Scarlet Anger habe ich auch nach vier Jahren im Ohr, welches mit keinem anderen als Jeff Waters von Annihilator aufgenommen wurde und vom Stand aus überzeugen konnte. Ob unsere Nachbarn ohne den Überraschungserfolg weiter positive Signale setzen können, werden wir in den nächsten Zeilen erfahren.

Den Umzug von Dust On The Tracks zu Hänsel & Gretel / MIG Music haben die fünf Musiker gut weggesteckt und der zweite Silberling steht unter einem guten Stern. Live zweimal in den Genuss gekommen Joe „Mutz“ Block und seine Truppe vor die Linse zu bekommen, legen sie auf Freak Show ebenso stürmisch wie auf der Stage los. Awakening Of The Elder God lebt abermals von dem satten Sound, dem lebendigen Songwriting und der gut ausbalancierten Mischung aus typischen Thrash-Riffs und melodischer Gitarrenarbeit. Wie beim Vorgänger setzen die neuen Werke auf Refrains, die in mehreren Wiederholungen den Käufer um den Finger wickeln sollen. Das gelingt erneut gut, schwache Momente findet man kaum und lediglich die Vocals von Frontmann Joe „Mutz“ Block sind Geschmackssache. Für meinen persönlichen Geschmack wurden sie genau in der richtigen Dosis eingestreut, die Lautstärke ist gut angepasst, sodass die Symbiose zwischen Instrumenten und Gesang 1A passt. Das erste Highlight bildet Welcome To The Freak Show, mein Lieblingssong des Langeisens, der nicht nur einen fetten Refrian hat, sondern auch in seinem ganzen Konzept punktet. Leidenschaftlich verspielt wird immer der Zug zum Lucky Punch gesucht, der den Hörer auf einen Schlag ausknockt. Im weiteren Verlauf warten weitere Hymnen, die man als Thrash Metal-Fan mal gehört haben darf. Through The Eyes Of The Suffer oder Deadly Red Riding Hood sind solche Tracks, die man als Anspieltipps ohne Probleme nennen kann. Ebenfalls gut unterwegs ist On The Road To Salvation oder die eingänige Killermaschine The Abominable Master Gruesome.

Fazit: Scarlet Anger bleiben eine absolute Thrash Metal Underground-Perle, die ihren ganz eigenen Weg gefunden haben und denen die Erfahrung mit Jeff Waters beim Debütalbum beim zweiten Studioalbum deutlich in die Karten spielt. Hut ab vor Scarlet Anger, die wissen, wie Newcomer Thrash Metal im Jahre 2016 klingen muss!

Anspieltipps: Welcome To The Freak Show und On The Road To Salvation
Rene W.
8.8
Leser Bewertung4 Bewertungen
9.6
8.8
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