Scheffelhalle Singen: wurde in der letzten Nacht ein Raub der Flammen

Denkmalgeschützte Veranstaltungs-Location bis auf die Grundmauern abgebrannt

Laut der Südkurier Tageszeitung gingen am frühen Dienstagmorgen gegen 1:15 Uhr etliche Notrufe bei Polizei und Feuerwehr ein, da die Scheffelhalle in Singen in der Bodenseeregion lichterloh brannte und zahlreiche Explosionen zu hören gewesen sein sollen. Obwohl die Feuerwehr mit einem Großaufgebot angerückt war und die Rettungskräfte stundenlang alles gaben, war die denkmalgeschützte Veranstaltungs-Location nicht mehr zu retten und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Über 50 Feuerwehrleute waren quasi machtlos, konnten nur ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude verhindern. Mittlerweile soll das Großfeuer weitestgehend gelöscht sein, doch die Feuerwehr will noch bis in den heutigen Abend hinein vor Ort bleiben, um kleinere Glutnester zu löschen. Verletzte gab es laut SWR Aktuell nicht, doch die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der Schaden soll mehrere Millionen Euro betragen.

Mit der Scheffelhalle ist nicht nur ein Stück der Singener Stadtgeschichte abgebrannt, sondern es sind auch viele Erinnerungen mit der 1921 erbauten Halle in Flammen aufgegangen, denn hier war nicht nur der ortsansässige Fastnachtsverein quasi zu Hause, sondern hier haben über all die Jahre auch unzählige Konzerte und Veranstaltungen stattgefunden. Neben mittlerweile legendären Bands wie Nazareth, Golden Earring, Whitesnake, U.F.O. … u.v.a., spielten am 30. September 1977 sogar AC/DC auf der Let There Be Rock-European Tour in der Scheffelhalle.

Der Finanzausschuss der Stadt Singen hat erst in der letzten Woche eine fünf Millionen teure Sanierung der Halle auf Eis gelegt, was für heftige Diskussionen im Internet sorgte. So mutmaßt nun der Südkurier, dass es doch ziemlich merkwürdig ist, dass die geschichtsträchtige Halle nun gerade jetzt abgebrannt ist.

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