Sepulchral Rites – Death And Bloody Ritual

Blutige Rituale chilenischer Art

Artist: Sepulchral Rites

Herkunft: Chile

Album: Death And Bloody Ritual

Spiellänge: 18:49 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 21.03.2021

Label: Dunkelheit Production

Link: https://www.facebook.com/Sepulchral.Rites/

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Hellwitch
Gesang und Bassgitarre – Satanic Lust
Schlagzeug – Speedblast

Tracklist:

  1. Intro
  2. Hidden Among Roots
  3. Possession
  4. Sacrifice
  5. Demented Rites

Und wieder eine Combo aus Chile. Letzte Zeit habe ich so einige Bands aus den südamerikanischen Ländle reviewt. Bei Sepulchral Rites handelt es sich um ein weibliches Trio, welches seit 2017 zusammen musiziert. 2017 wurde ein Demo veröffentlicht, 2018 eine Single aus gekoppelt und nun wird eine EP rausgejagt. Das Aachener Label Dunkelheit Production zeigt sich dafür verantwortlich.

Der Song namens Intro ist eigentlich kein Intro, sondern ein Instrumentalstück. Einsteigend mit gesprochenen Wörtern liefert man zu Beginn sehr schleppende Elemente, ein drückendes Basssolo und nimmt dann Tempo auf. Hätte man auch einen ganzen Song von machen können, aber guter Einstieg ins Album, definitiv.

Weiter geht es mit Hidden Among Roots. Mit einer ordentlichen Geschwindigkeit und hallgelagertem Gesang, der wieder einmal nach Höllenschlund klingt, geht man hier zu Werke. Der Sound ist auf alt und dreckig getrimmt, ein fettes Break wird ans Tageslicht gefördert – man zelebriert Death Metal, düster und atmosphärisch und liefert einige Zitate aus dem Thrash hinzu. Ja, kommt gut, aber nicht neu. Die Riffs sitzen und die Drums treiben. Die Breaks kündigen den Untergang an, der dann auch folgt.

Possession kommt da noch fetter aus den Boxen geknallt. Die Trademarks bleiben natürlich gleich, aber hier kommt man der Dunkelheit noch ein Stück näher. Sehr geil. Der Song lebt vom Geschwindigkeitswechsel und natürlich vom Gesang. Hervorzuheben ist das melodische Lead, welches immer wieder zum Vorschein kommt und sofort hängen bleibt. Der ganze Song ist eine totale Vernichtung und so soll es ja auch sein. Uih, ein richtig fettes Teil, welches absolut Laune macht. Dieses Lead zündet ohne Ende.

Sacrifice kommt dann sehr schleppend zu Beginn. Ein lang gezogenes Riff folgt und ein kriechender Part wird aufgebaut. Sehr düster, sehr doomig, bis man dann im Midtempo die Uftata rausholt und so den Höllenritt durchführt. Gutes Riffing, wieder Tempo raus, Partwechsel, Scream und dann Uptempo. Und der mit Hall versehende Gesang wieder obendrauf. Wechsel in einen schnellen Uftatapart. Ja, das ist cool. Ein lang gezogenes Riff begleitet dieses Spektakel, bevor man dann wieder in den doomigen Bereich wechselt und sich bis zum Ende durchschleppt.

Demented Rites fängt ähnlich an wie Sacrifice und man fühlt sich dem Ende der Welt ein wenig näher. Sehr bedrohlich, da die Vocals auch böse screamig erklingen. Es wird aber relativ zügig Fahrt aufgenommen. Uftatapart, der wechselnd vorgetragen wird. Zwischendurch zocken die Gitarren vor, man nimmt das Thema wieder auf und wechselt in einen schnellen Midtempopart mit geilem, lang gezogenem Riffing. Break und wieder ab in den Keller. Zum Lachen geht man da nicht hin, sondern nur, um Boshaftigkeit zu verbreiten. Am Ende fädet man mit weiblichem Sprechgesang aus, hätte man sich aber sparen können.

Sepulchral Rites – Death And Bloody Ritual
Fazit
Sepulchral Rites aus Chile sollte man auf dem Zettel haben. Guter, roher Death Metal mit fettem Riffing und einigen Zitate aus dem Thrash Metal. Der Gesang kommt aus dem Schlund und passt ohne Ende. Ja, macht Laune. Ich bin mal auf ein ganzes Album gespannt.

Anspieltipps: Possession und Sacrifice
Michael E.
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