Artist: Slingblade

Genre: Heavy Metal

Label: High Roller Records

Band Mitglieder:

Gesang – Kristina Karlsson
Gitarre – Johan Berg
Gitarre – Linnéa Olsson
Gitarre – Tobbe Ander
Bass – Niclas Svensson
Schlagzeug – Peter Henriksson

Schweden hat nicht nur harten Metal zu bieten, sondern auch den ganz klassischen Heavy Metal. Die Band Slingblade verkörpert die junge Generation dieses Genres. Mit ihrem Debütalbum „The Unpredicted Deeds of Molly Black“ schwappt ihre Musik auch zu uns herüber und so freue ich mich, die Schweden rund um ihr Album interviewen zu dürfen.

Time for Metal / Hellania:
Ein ganz herzliches „Hey Hey“, wie man in Schweden sagt, an euch. Vielen Dank, dass ihr die Zeit gefunden habt, um mir ein paar Informationen und Einblicke zu gewähren.

Slingblade / Jason:
Wir haben immer Zeit für die deutschen Medien. Schließlich kommt der weltbeste Metal aus Deutschland.

 
Time for Metal / Hellania:
Zu Anfang wäre es sehr interessant, Slingblade besser kennenzulernen. Die Leser wissen noch wenig über euch und sind gespannt darauf zu erfahren, wie die Band sich fand und ob es schon andere Projekte der Mitglieder gab.

Slingblade / Jason:
Vor einigen Jahren war ich (Johan) in Kristinas Wohnung, wo wir einige Bier tranken und zu irgendeiner Oldschool Heavy Metal-Band headbangten. Wir hatten gerade unsere alte Band begraben und hatten das Bedürfnis, härtere Musik zu spielen. Wir sind beide mit Judas Priest, Iron Maiden, Accept, etc., aufgewachsen und wollten etwas in der Art machen – mit genau diesem Vibe. Keine simple Kopie, sondern einfach Musik, bei der man diesen Ursprung erkennen kann.

Am nächsten Tag – noch total verkatert – habe ich meine Gitarre genommen und ein paar Riffs runtergehämmert. Einige Songideen habe ich aufgenommen und rüber zu Kristina gesendet. Zu diesen Songideen hat sie dann einige böse Lyrics, die wirklich direkt aus ihrer schwarzen Seele stammten, geschrieben.

Nach einiger Zeit hatten wir einige Songs fertig und brauchten nur noch einige gute Musiker zur Unterstützung. Ich wusste, dass mein Nachbar (Peter) bei seiner Band Gemini Five aufgehört hatte und einer der besten Schlagzeuger im Raum Stockholm war. Also bot ich ihm einfach an, bei uns mit zu machen und er stimmte zu. Niclas von Baboon Show hatte schon einiges an Erfahrung mit alten schwedischen Death Metal Bands – es war keine besonderes Kunststück, ihn auch zu fragen. Er sagte zu, Bass zu spielen. Für den anderen Gitarrenpart wollten wir einen Heavy Metal-Gitarristen, weil ich auch eher ein „bluesiger“ Gitarrenspieler bin. Der schöne bärtige, kahle Typ aus Växsjö schien für diesen Job der richtige zu sein. Er hat bereits in Bands wie The Scams und Antichrist gespielt.

 
Time for Metal / Hellania:
Als junge Band habt ihr euch eine der Urformen des Metals gesucht. Wolltet ihr schon immer dieses Genre bedienen oder würdet ihr auch gern etwas ganz anderes ausprobieren?

Slingblade / Jason:
Nunja, ich denke nicht, dass wir klaren „Basic Metal“ spielen. Die Songstruktur basiert vor allem auf Pop Songs mit einer klassischen Strophe und eingängigem Chorus. Dies jedoch alles in Kombination mit Metal-Elementen wir harten Riffs und einer melodischen Melodie.
Und um auf “würdet ihr auch gern etwas ganz anderes ausprobieren“ zurückzukommen: wir haben keine Pläne für einen Crossover Mix oder Sonstiges. Wir überlassen dies Bands wie Rage Against The Machine, die anderen spielen in Bands die nicht annähernd in dem Bereich (der Liga) wie Slingblade spielen.

Ich denke wir haben das gefunden, was uns Spaß mache und was wir weiterhin spielen möchten. Vielleicht mit kleinen Änderungen in der Zukunft, jedoch wird das Konzept das gleiche bleiben.

 
Time for Metal / Hellania:
Euer erstes Album stellt ein Konzeptalbum dar, welches bis ins kleinste Detail durchdesigned ist. Wer ist auf die grandiose Idee gekommen, eine Geschichte zu vertonen? Wer hat das Cover gestaltet und wer ist auf diese Story gekommen?

Slingblade / Jason:
Als alle Tracks fertig waren, kam Kristina die Idee, ein Konzeptalbum zu machen. Wir hatten bereits einen Termin zur Aufnahme des Albums und nur ein paar Wochen, um die Lyriks umzuschreiben. Kristina war jedoch entschlossen, ein Konzeptalbum zu machen. Ich fand die Idee gut, war jedoch über die wenige Zeit, die uns blieb, besorgt. Jedoch habe ich mich entschlossen, es einfach zu versuchen. Mit Hilfe von Kristinas Bruder Björn, begannen sie, eine Storyline zu schreiben und die Lyriks zu schreiben. Was raus kam, war verdammt gut. Für die Coverfertigung haben wir einen guten Freund gefragt, von dem wir wussten, dass er seine Arbeit so machen würde, wie wir es wollten. Erik „Keke“ Rovanpera ist einer der besten Künstler/Zeichner, die ich kenne. Er hat hier in Stockholm zusammen mit Nick Royal einige coole Ausstellungen gemacht.

 
Time for Metal / Hellania:
Eine Frage, die mich brennend interessiert, ist, wer Molly Black tatsächlich ist. Geht es um eine real existente Person oder ist sie eine Fiktion?

Slingblade / Jason:
Molly Black war eine Priestertochter, die, nachdem sie missbraucht und in der Schule schikaniert wurde, total ausflippte und ihre Klassenkameraden ermordete. Wir sind mit ihrer verdammten Seele in Kontakt getreten und sie hat uns dazu gebracht, über ihr schreckliches Schicksal zu schreiben. Anfang der 80er lebte in den dunklen Wäldern von Nord-Schweden tatsächlich ein Mädchen – die Tochter eines Priesters. Nachdem sie missbraucht und in der Schule schikaniert wurde, ist sie ausgeflippt und tötete ihre Klassenkameraden, um danach einen tragischen Tod zu sterben. Ein paar Jahre später fand ihr Vater ihr Tagebuch, das Geschriebene war so angsteinflößend, dass er das Tagebuch verbrannte. Jedoch teilte er einem guten Freund und ebenfalls Kirchenmitglied einige Teile von dem mit, was seine Tochter geschrieben hatte. Er erzählte ihm, dass seine Tochter über den ganzen Missbrauch, den sie ertragen musste, geschrieben hatte. Nach einer Weile hörte sie jedoch damit auf und schrieb nur noch den Tag und das Datum in ihr Tagebuch. Letztendlich schrieb sie nicht einmal mehr das, sondern nur noch den Satz „Ich gehe mit dem Dämon“. Ihr Vater war vollkommen verzweifelt und beendete kurz danach sein Leben.

 
Time for Metal / Hellania:
Wie sieht in dem Bezug eure nächste Planung aus? Wird es mit dem nächsten Album erneut eine Geschichte geben oder darf man auf ganz neue Dinge gespannt sein?

Slingblade / Jason:
Momentan sind wir nicht dabei, ein neues Album aufzunehmen. Jedoch haben wir schon Pläne für unser zweites Album – also, wie wir es gern hätten. Und was ich sagen kann: der Dämon in Molly Blacks verdammter Seele ist nicht tot!

 
Time for Metal / Hellania:
Wie kommt das Erstlingswerk bei den Fans bisher an? Wird es positiv aufgenommen?

Slingblade / Jason:
Die Resonanz war überwältigend: Reviews in Magazinen/Fanzinen in der ganzen Welt waren größtenteils echt gut. Bei Freunden uns Fans kam das Album gut an – viele „Gefällt mir“ auf Facebook und all sowas. Wir hoffen, dass das neue Album genauso gut ankommen wird.

 
Time for Metal / Hellania:
Habt ihr in der Vergangenheit schon einige Live-Auftritte absolviert? Was steht zukünftig auf dem Programm? Wollt ihr eine größere Tour machen?

Slingblade / Jason:
Wir hatten einige Auftritte in Schweden. Größtenteils haben wir uns jedoch auf das Songwriting konzentriert. Wir wollten nicht einfach wahllos Gigs machen mit nur halbfertigen Songs. In naher Zukunft wollen wir so oft wie möglich spielen. Wir suchen nach Booking-Agenturen, die uns dabei helfen können. Eine große Europatour (einschließlich Deutschland) wäre kklasse.

 
Time for Metal / Hellania:
Dazu passt die Frage, mit wem ihr gerne einmal rocken würdet? Gibt es da eine spezielle Band, die ihr euch wünschen würdet?

Slingblade / Jason:
Das ist eine schwierige Frage, doch ich denke ich würde Judas Priest in der Defenders Of The Faith-Ära nennen. Oder Accept, als sie gerade das Restless and Wild-Album veröffentlicht hatten. Das wäre großartig! Jörg Fischer könnte mir einige Gitarren-Parts zu „Fast As A Shark“ beibringen und ich könnte sie auf der Bühne unterstützen. Wenn ich eine moderne Band wählen müsste, würde ich mich für In Solitude entscheiden, da ich mit Henke, dem Gitarristen, gut befreundet bin. In Solitude sind einfach eine klasse Band.

 
Time for Metal / Hellania:
Wollt ihr abschließend euren Fans noch etwas mitteilen?

Slingblade / Jason:
Seht zu, dass ihr euch ein Albumexemplar besorgt! Dieses wird ab dem 11.11.2011 über verschiedene Internetshops möglich sein – oder aber direkt über High Roller Records Webseite http://www.hrrecords.de/.

STAY TUNED AND STAY METAL!!!!!!!!

 
Time for Metal / Hellania:
Ich wünsche euch auf eurem weiteren Weg eine Menge Erfolg und noch mehr solcher grandiosen Alben. Es war mir eine Freude, euch interviewen zu dürfen und ich hoffe, man darf bald Neuigkeiten über euer weiteres Schaffen erfahren.

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