Svart Crown – 09.08.2020 – Metal Festival Alliance Livestream 2020

Zentnerschwere Kost durch den Extreme Metal Fleischwolf gedreht

Eventname: Metal Festival Alliance Livestream 2020

Band: Svart Crown

Ort: Online (Alcatraz Festival, ARTmania Festival, Bloodstock Festival, Brutal Assault, Dynamo Metalfest, Into The Grave, Leyendas Del Rock, MetalDays, Midgardsblot, Motocultor Festival, Party.San Metal Open Air, Resurrection Fest und Summer Breeze)

Datum: 09.08.2020

Genres:  Extreme Metal

Setlist:

  1. They Will Not Take Our Death In Vain
  2. Thermageddon
  3. Orgasmic Spiritual Ecstasy
  4. Exoria
  5. Golden Sacrament
  6. Blessed Be the Fools
  7. Ascetic Purification
  8. Revelation: Down Here Stillborn

Svart Crown halten die französische Flagge fürs Metal Festival Alliance Livestream 2020 hoch. Seit 16 Jahren treiben die Extreme Metaller ihr Unwesen und liefen mir bereits ein paarmal über den Weg. Gut sortiert bringen sie alles mit, was man für schnörkellosen aber melodischen Metal braucht, der in Thrash, Black und Death Metal Kerben schlägt. Der aktuelle Output Wolves Among The Ashes wurde im Februar über Century Media Records veröffentlicht. In die heutige Show schaffen es davon direkt vier Songs, die neben vier älteren Werken um die Gunst der Zuschauer kämpfen. Neben ruhigeren Black Metal Klangphasen suchen Svart Crown immer wieder Doom Anleihen, die das Tempo gen null fahren.

Aus Sicht der Social Distancing haben die Musiker wohl die größten Auflagen des Festivals mitbekommen. In einer sehr ansprechenden Location halten sie penibel die geltenden Hygieneschutzregeln ein, die in Frankreich wohl noch härter aktuell sind als bei uns. Auf der anderen Seite wird das Line-Up breitgezogen und der Raum wirkt dadurch nicht übermäßig groß. Wie bei allen anderen Einspielungen kann man dem Mischer nichts nachsagen. They Will Not Take Our Death In Vain, der Opener von Wolves Among The Ashes, eröffnet auch die Schlacht um die extremen Seelen in ganz Europa. Die Gesänge neben Gitarrist und Frontmann JB Le Bail bringen den nächsten Komponentenkleber ins Spiel, der für noch mehr Dichte zwischen den Fragmenten sorgt. Stampfend wie groovend treten die Stiefel in die tote Erde und lassen kleine Staubwolken gen Himmel steigen. Mit spätestens Exoria und Golden Sacrament kommt der Wunsch nach noch mehr Breite auf, das wiederum ist der schwächeren Höhepunkt-Fluktuation geschuldet. Wie aus einem Eisen mit lediglich differenzierten Stärken brechen Stücke wie Blessed Be the Fools den Weg in die Ohren auf. Kernig, tight und nur bedingt dehnbar pflanzen Svart Crown ein Geschwür in den Kopf, das langsam und dafür umso qualvoller mit Revelation: Down Here Stillborn den Tod bringt.

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