The 11th Hour – Larcima Mortis

“Brachialer Doom Metal“

Artist: The 11th Hour

Album: Larcima Mortis

Spiellänge CD: 52:18

Genre: Doom/Death Metal

Release: 27.01.2012

Label: Napalm Records

Link: http://www.facebook.com/pages/The-11th-Hour/117564111594195

Klingt wie: Doom:VS

Bandmitglieder:

Gesang (clean), Schlagzeug, Gitarre, Bass, Keyboard – Ed Warby
Gesang (hart) – Pim Blankenstein

Tracklist CD:

  1. We All Die Alone
  2. Rain On Me
  3. The Death Of Life
  4. Tears Of The Bereaved
  5. Reunion Illusion
  6. Nothing But Pain
  7. Bury Me

The_11th_hour-Lacrima_Mortis-Cover

Vor knapp zweieinhalb Jahren erschien wie aus dem Nichts Burden of Grief von den Holländern von The 11th Hour und setzte ein Ausrufezeichen. Der Nachfolger Lacrima Mortis steht dem Vorgänger in nichts nach. Bei acht Liedern und einer Spieldauer von mehr als 50 Minuten kann der ein oder andere Hörer schon im Vorfeld erahnen, in welche Richtung die Scheibe geht.

Das Album eröffnet mit We All Die Alone. Nach dem ersten Hören war ich fassungslos, es gehörte – und tut es immer noch – zu den besten Doom Metal-Liedern, die ich jemals gehört habe. Neben den typischen, langsamen Doom Metal-Gitarren wird das Keyboard so sinnvoll und bedacht eingesetzt, dass die sowieso schon konstant hohe Atmosphäre den geneigten Hörer beinahe in Ekstase versetzt. In der zweiten Hälfte des Liedes wird dann der atmosphärische Höhepunkt durch das Wegfallen der Gitarren und einem gehallten Gesang, der immer und immer wieder „Death is calling“ singt, erreicht. Falls ihr euch für den Kauf der Scheibe entscheidet: hört euch das Lied beim ersten Mal in Dunkelheit gehüllt an! Ihr werdet es nicht bereuen.

Kann das Album dieses Niveau halten? Leider nein. Lohnt sich der Kauf? Auf jeden Fall! Die folgenden sieben Lieder sind überdurchschnittlich guter Doom Metal, in jederlei Hinsicht. Ein wuchtiger Gitarrenklang, der jeden gespielten Ton unterstreicht. Ein stark spürbarer Bass. Dezent eingesetzte Keyboardklänge und infernalisch guter Gesang, sowohl in der cleanen (welche überwiegend vorkommt), als auch in der harschen Ausführung. Beide Sänger beherrschen ihre Stimme immens gut und auch klangtechnisch sind die Stimmen markant.

Zum Glück gibt es keine Ausreißer nach unten, leider aber auch keine (weiteren) Ausreißer nach oben. Jedes Lied ist gut hörbar, aber keines hat mich beim Hören so gepackt wie der schon besprochene Opener. Dafür möchte ich an dieser Stelle noch das Cover loben. Die oben zu sehende Aufnahme ist wirklich grandios gelungen.

Fazit: Ein mehr als grundsolides Doom Metal-Album, mit viel klarem Gesang und einem wahnsinnig gutem Opener. Wer perfekt abgemischten Doom Metal mit herausragendem Gesang sucht, wird hier fündig. Die ein oder andere Spitze mehr hätte ich mir wohl noch gewünscht, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Anspieltipps: We All Die Alone
Gordon E.
8
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