Artist: Darkened
Herkunft: International
Album: Defilers Of The Light
Spiellänge: 43:04 Minuten
Genre: Death Metal
Release: 14.06.2024
Label: Edge Circle Productions
Link: https://www.facebook.com/darkeneddeathmetal/
Bandmitglieder:
Gesang – Gord Olson
Gitarre – Linus Nirbrant
Gitarre – Hempa Brynolfsson
Bassgitarre – Tobias Cristiansson
Schlagzeug – Perra Karlsson
Tracklist:
1. Waves Of Desolation
2. Defilers Of The Light
3. Those Who Dwell Below
4. In Praise Of Shadows
5. Just Close Your Eyes
6. Echoes Of Solitude
7. On We Slaughter
8. Dead Inside
9. Masses Of Vain Observance
10. As Apocalypse Dawns
11. Final Sanctuary
Die schwedisch-kanadische Unterhaltungsgruppe Darkened verdunkelt den Planeten bereits seit dem Jahre 2018. Nach einer EP im Jahre 2019 folgte im Jahre 2020 das Erstwerk namens Kingdom Of Decay. Eine weitere EP folgte im Jahre 2022. Diese hat mir durchaus zugesagt. Das zweite Album namens The Black Winter (2022) und die folgende EP Lord Of Sickness And Bile (2023) sind irgendwie an mir vorbeigegangen, warum auch immer. Werde ich sicherlich nachholen. Nun also, um im Veröffentlichungsrhythmus zu bleiben, Album Nummer drei.
Mit einem sehr bedächtigen Intro legen die Jungens von Darkened los. Schöne cleane Einlage, die Ruhe und Zuversicht ausstrahlt. Das Akustik-Gitarren-Intro geht nahtlos in den Song Defilers Of The Light über. Mit der Ruhe ist es jetzt vorbei. Wie ein Donnerwerk kommt es aus den Boxen geschossen. Schöne Uptempoattacke und ab dafür. Ein fetter und druckvoller Groove folgt und schnelle Uftatas beglücken die Ohren des Zuhörers. Das Tempo wird im schnellen Sektor gewechselt. Macht Laune. Alles in Namen des old schooligen Death Metals. Dann holen sie ein melodisches Lead heraus und drücken uns dieses in die Magengrube. Knaller. Break und wieder Tempoaufnahme, um dann das melodische Element erneut präsentieren zu können. Ein weiterer, recht melodischer Part folgt und dabei hält man das Tempo so schön hoch, wechselt aber immer wieder. Echt geile Riffs. Dann wird man leise, liefert flüsternden Gesang und eine recht bedrohliche Atmosphäre, um diese zu nutzen, um einen Groove auf die Gemeinde loszulassen. Man hat sich gerade erholt, da holen sie auch schon zur nächsten Attacke aus. Der melodische Moment folgt noch einmal und so geht es hin und her. Geiles Ding. Megafettes Riffing. Einer der geilsten Songs, die ich in letzter Zeit im old schooligen Death Metal gehört habe. Und davon gab es einige, das könnt ihr mir glauben.
Dieser typische, klassische Death Metal kennt keine Grenzen und wird natürlich auch beim Stück Those Who Dwell Below zelebriert. Besonders der Sound ist so was von schön altbacken. So mag ich es. Doomig geht es los und dann folgt ein ziemlich rhythmischer Midtempo-Groove und ein Wechsel danach ins Uptempo, ohne die komplette Ballerschiene zu fahren. Diesen Midtempo/Uptempo-Moment wiederholt man dann, um anschließend ein ziemlich langgezogenes Riff zu präsentieren. Passt. Ein atmosphärischer Part folgt. Das haben die Burschen echt drauf. Wenn ich es richtig höre, kommen hier sogar Keys im Hintergrund zum Einsatz. Ziemlich fett. Dieser Part setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen und geht dann schön in die Uptempoattacke mit anschließendem Midtempospaß über, so wie wir es schon vorher gehört haben. Ja, das kann man so machen. Absolut. Man verschleppt das Tempo am Ende, wird noch recht melodisch und lässt diesen Spaß so enden.
Dass sie ihren Death Metal mit bitterböser Atmosphäre und auch Melodien mögen, beweisen die Burschen zu Beginn vom Song In Praise Of Shadow. Hier zeigen die alten Recken auch, dass man auch im Midtempo absolut druckvoll und aggressiv agieren kann. Der Song schwebt in diesem Bereich wie ein Damoklesschwert über dem Kopf des gemeinen Fans. Kurze Tempoverschleppungen nach oben gibt es zwar, aber meistens zerstört man im mittleren Bereich.
Viel zügiger präsentiert man sich dann bei Just Close Your Eyes und zeigt sich auch von seiner verspielten Seite. Im mittleren Teil nimmt man das Teil heraus und bietet schon einen fast melodischen Heavy Metal Part an, zumindest von den Gitarren her. Dann wird wieder angegriffen und die Uftata nimmt nachher auch noch eine wichtige Rolle ein.
Erholung gibt es mit Meeresrauschen und einer Akustikgitarre beim Stück Echoes Of Solitude. Kurze Pause, bevor man dann mit On We Slaughter wieder die Keule herausholt.
Die musikalischen Erfahrungen, welche die Protagonisten bei Bands wie Angelblast, A Canorous Quintett, This Ending, Divinity, Necrophobic, Entombed A.D., In Aeternum oder Nominon gesammelt haben, hört man an allen Ecken und Kanten.
Mit Dead Inside hat man auch noch eine richtige Perle im Gepäck. Dieses melodische Riff hat schon etwas. Man treibt am Anfang ein wenig die Sau durch das schwedische Dorf und bringt im Midtempo das Dorf zum Wackeln. Hinzu kommt, dass der Song ziemlich brutal ist und ein ziemlich geiles melodisches Gitarrenlead am Start hat. Die emotionalen Klaviermomente klingen auch richtig geil.
Wer auf Death Metal abfährt, kann sich dieses Album ohne Bedenken zulegen.




