Time For Metal: Unsere musikalischen Highlights des Jahres 2024 – Teil 11

Heute: Christian D.

Wie in den letzten Jahren haben wir auch in diesem Jahr im Time For Metal-Team gefragt, was denn für jeden die musikalischen Highlights waren. Dafür haben unsere Teammitglieder ihre ganz persönlichen Lieblingsalben herausgesucht. Viel Spaß mit den Time For Metal-Top Five 2024!

Wie verlief dein „Musikjahr“ 2024?

Mein übliches Festival-Quartett aus Dark Malta, Amphi, Summer Breeze (Souvenir: Kieferprellung) und Mysteryland habe ich dieses Jahr um Rock Am Ring, Tells Bells und Euroblast erweitert. Und frage mich immer noch, warum die beiden Letztgenannten erst jetzt dabei sind. Ich komme wieder. Dieses Jahr gab es ein lang ersehntes Wiedersehen mit ewigen Lieblingsbands (Fear Factory, 311, Pendulum, Less Than Jake), andere Favs durfte ich zum ersten Mal live erleben (u.a. Ultra Sunn, Polaris, Neck Deep, Polyphia, Bluthund, Septicflesh, Psyclon Nine, Svalbard). Dazu kamen viele Auftritte von Bands, die einfach immer Spaß machen (u.a. Beartooth, Alcest, Chaosbay). Generell darf ich mich glücklich schätzen, wieder viele tolle Konzerte mit vielen tollen Menschen erlebt zu haben. Die Konzis hier aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen, einige davon findet ihr in meinen Time For Metal-Berichten 😉 Live-Neuentdeckungen des Jahres: Vower, Pinkshift, Doodseskader, Heriot, Myrkur, Vinta, Spire Of Lazarus. Ach, und wer Lust auf einen bewusstseinserweiternden Spaziergang durch die Schinkenstraße hat und nicht nach Mallorca fliegen will: Besucht ein Konzert von The Butcher Sisters. Kater ohne Saufen ist möglich.

Hippotraktor – Stasis

Releasedatum: 07.06.2024
Genre: Post Metal, Progressive Metal
Link zum Review: https://time-for-metal.eu/hippotraktor-stasis/

Was verbindest du mit dem Album?
Tanzen, moshen, schweben, träumen. Mit Stasis beweisen Hippotraktor, dass sie alles können, nur eben keinen Stillstand. Die durchdachten Arrangements lassen niemals Langeweile aufkommen und bedienen dank gelungener Stimmungswechsel gleichermaßen Metalheads und jene Progrock-Fans, die gutturalem Gesang offen gegenüberstehen. Über allem schwebt der herrliche Klargesang, eines hervorragend produzierten Albums. Ging mir dieses Jahr verdammt gut rein.

Ultra Sunn – US

Releasedatum: 19.04.2024
Genre: Cold Wave, EBM
Link zum Releasekalender: https://time-for-metal.eu/releases/ultra-sunn-us/

Was verbindest du mit dem Album?
Nach großartigen EPs und Singles sind Ultra Sunn (natürlich) bei Artoffact Records gelandet und haben endlich ihr erstes Album veröffentlicht. Und wie gut das ist! Oldschoolige Cold Wave-/EBM-Wummerbässe, die einen vor allem live sofort um den Finger wickeln. Zeitgenössische Synthies für die ekstatischen Akzente. Post-Punk-Charme durch den verführerischen Gesang von Sam Hugé. Dieses Jahr zum Glück zweimal gesehen.

Mother Of Millions – Magna Mater

Releasedatum: 04.10.2024
Genre: Post Metal, Progressive Rock/Metal
Link zum Review: https://time-for-metal.eu/mother-of-millions-magna-mater/

Was verbindest du mit dem Album?
Mother Of Millions präsentieren mit Magna Mater ein melancholisches Erlebnis, das einer kathartischen Erfahrung nahekommt. Anspruchsvoll und doch zugänglich gelingt den Griechen ein zutiefst emotionales Album ohne jeglichen Kitsch. Musik und Texte laden zum Eintauchen ein, stimmen nachdenklich und dürften bei entsprechender Stimmung auch die eine oder andere Träne hervorlocken. Zumindest bei mir. Musik für Leib und Seele.

Vower – Apricity

Releasedatum: 08.07.2024
Genre: Post-Hardcore, Progressive Metal/Post-Rock
Link zum Releasekalender: https://time-for-metal.eu/releases/vower-apricity/

Was verbindest du mit dem Album?
Okay, okay, das ist kein Album, sondern eine EP – die mit Leichtigkeit viele Alben verdrängt, die in dieser Liste auftauchen könnten. Vier Tracks. Viermal Wechselband der Gefühle. Oft schleicht sich der Gedanke „Das klingt doch irgendwie nach …“ in den Kopf, rasch gefolgt von „…aber ist doch irgendwie anders“. Genau. Anders. Und richtig gut. Vower waren für mich eine der schönsten Entdeckungen des Jahres.

Alcest – Les Chants De L’Aurore

Releasedatum: 21.06.2024
Genre: Blackgaze, Shoegaze, Post-Rock
Link zum Review: https://time-for-metal.eu/alcest-les-chants-de-laurore/

Was verbindest du mit dem Album?
Chapeau, Neige & Co. Während ich mich qualvoll vor Schmerzen winde, weil mich die Auswahl von nur fünf Alben vor ungeahnte Herausforderungen stellt, nehmen mir Alcest dieses Luxusproblem nach einem Konzertbesuch der Ausnahmeband ab. Berauscht tippel ich nach Hause, höre zum Nachtisch nochmals das Album und – zack – ist die Liste voll.