„Eines der stärksten deutschen Black Metal-Releases im Jahre 2011“
Artist: Under That Spell
Album: Black Sun Zenith
Spiellänge CD: 43:12 Minuten
Genre: Black Metal
Release: 28.10.2011
Label: War Anthem Records / Soulfood
Link: http://www.underthatspell.com/
Klingt wie: Helrunar, Satyricon (altes Material), Enslaved
Bandmitglieder:
Euphorion – Schlagzeug
Abyss – Gesang
Sin – Bass
Dionysos – Gitarre
Tracklist CD:
- Mantra
- Haunted
- Zenith
- I Set The Fire
- Sinister Circle
- I Complete
- Redemption
- Sun
- Mantra
Die deutsche Kappele Under That Spell lässt es sich auch dieses Jahr nicht nehmen, die dunkle Jahreszeit mir ihren finsteren Klängen zu überziehen. Dabei bedienen sich Under That Spell an traditionellem Black Metal der frühen Neunziger Jahre, gepaart mit tiefschwarzem, avantgardistischem Black Metal. Produziert wurde Black Sun Zenith von Gitarrist und ex-Helrunar-Mitglied Dionysos.
Das durch und durch atmosphärisch gehaltene Werk wird mit dem Intro Mantra eingeläutet, sowie mit dem gleichnamigen Outro verabschiedet. Dazwischen findet der Black Metal-Fan, der unter anderem auf Dissection steht, hasserfüllte Raserei, die man z.B. bei Haunted wiederfindet. Stets wird bei den Kompositionen darauf geachtet, weitläufige Melodien in den rauschenden Gesang zu versenken. Abrupte Breaks und Akustikgitarren-Parts lockern die klirrenden Riffs auf, die vor Kälte nur so strotzen. Facettenreich stimmen die Instrumente immer neue Melodien an, die auf ansprechende Weise durch die Tracks getragen werden.
I Set The Fire, der mit Abstand längste Song, weist gar eine Spielzeit von über acht Miuten auf. In dieser Zeit führen Under That Spell den Hörer durch langezogene Midtempo-Bereiche, lassen sich aber stets die Option offen, das Tempo anzuziehen oder noch eine Gangart herunterzuschalten. Die rein instrumentalen Passagen heben eine dunkle und zugleich wohlklingende Stimmung hervor. Immer wieder fallen dabei die akustischen Parts auf, die keinesfalls langweilig sind und durch ein gutes Feingefühl beim Songwriting die Songs ansprechend untermalen. Dennoch befinden sich, auch wenn es die Ausnahme ist, etwas schwächere Stücke wie Sinister Circle auf dem Black Sun Zenith-Album. Diese bleiben im Gesamtpaket aber kaum im Gedächnis. Starke Stücke wie Sun und Zenith lassen jedoch jeden Zweifel verschwinden, dass den Deutschen ein gelungenes Album geglückt ist.