Yardfield Colony – The Absorption

Blast & Groove Death Metal straight in your face

Artist: Yardfield Colony

Herkunft: Deutschland

Album: The Absorption

Spiellänge: 47:40 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 07.03.2020

Label: Rising Nemesis Records

Link: https://www.facebook.com/YFCMETAL/

Bandmitglieder:

Gesang – Joshi
Gitarre – Holg
Gitarre – Pat
Bassgitarre – Till
Schlagzeug – Tom

Tracklist:

  1. Intro
  2. White Flag Bloodstained
  3. Identify The Sick
  4. Green Hell
  5. Braincell Panic
  6. The Absorption
  7. Headless King
  8. Depersonalized
  9. Unhealable
  10. Disillusionist
  11. The Final Opponent

Kollege Joachim, seines Zeichen Frontmann von Yardfield Colony und früher Metal Amputation, war so nett und frei, mir das Debütwerk der in Sachsen ansässigen Band zukommen zu lassen. Seit 2012 sind die Burschen am Rumlärmen und haben schon einiges an Mitgliedern verschlissen, scheinen jetzt aber ein konstantes Line- Up zu haben. Nach der EP 2017 namens The Procession nun also das Debüt. Recht geil, dass sie mit Rising Nemesis Records ein Label gefunden haben, welches recht undergroundig agiert. Das passt.

Los geht es mit einem szenetypischen, klassischen und horrorlastigen Intro. Schon mal gut.

Und ab geht die wilde Reise. White Flag Bloodstained steht auf dem Plan. Vorspieler und Attacke. So mag ich es. Hier wird ordentlich Gas gegeben und geprügelt. Das Ganze wird mit recht melodischem Riffing versehen und wechselndem Gesang. Kleine Keyboardeinlage, guter Übergang. Es wird ein wenig Atmosphäre geschaffen. Danach wird wieder alles niedergemetzelt. Gegrunzt und gescreamt. Erinnert mich ein wenig an The Black Dahlia Murder. Hier und da wird es thrashig und ein leckeres Solo darf natürlich auch nicht fehlen. Kommt echt gut und macht Lust auf mehr. Sachte und sinnig lässt man dann den Song ausklingen.

Identify The Sick kommt da eher recht modern und vor allem groovig aus den Boxen gekrochen. Auch hier kommt der abwechselnde Gesang wieder recht geil zur Geltung. Der Song wird noch brutal, ist aber eigentlich ein Stampfer. Bleibt bei mir aber nicht so richtig hängen.

Bei Green Hell ist es ähnlich wie bei dem Vorgänger. Ist mir ein wenig zu verspielt, zu verzwickt, zu vertrackt. Das regierende Midtempo lädt zwar zum Bangen ein, aber auch dieser zieht an mir vorbei. Ist nicht schlecht, aber nicht mein Fall. Das melodische Riff ist aber geil.

Braincell Panic kann mich aber wieder voll überzeugen. Hier und da ist zwar ein Geschwindigkeitsausbruch vorhanden, aber im Grunde sagt der Midtempogroove an, wohin die Reise geht. Und dieser knallt ordentlich und baut sehr viel Druck auf. Definitiv. Gute Mitgrölgelegenheit und feinstes Solo.

Es folgt der CD-Namensgeber The Absorption. Hier beweisen sie wieder einmal, dass man Old School Death Metal und modernen Death Metal durchaus mischen kann. Das Riffing ist zwar auch hier recht vertrackt, aber man kommt auf den Punkt und es macht einfach Laune. Sehr melodisches Riffing, welches durchaus hängen bleibt. Hier wird auch wieder gegroovt und gestampft, allerdings technisch wertvoll.

Wie der Einlauf der Gladiatoren beginnt Headless King, aber keine Sorge, danach wird alles niedergemetzelt. Sehr melodisch und verspielt, zugleich amerikanisch brutal. Macht aber Laune.

Brummender Bass und moderne Klänge prägen das Bild von Depersonalized. Midtempo, rasselnde Doublebass und treibendes Riffing. Am Ende geht man in einen Groovepart und drückt ordentlich. Hab ich da Frognoise gehört?

So richtig drückend und groovend geht es dann bei Unhealable zu. Fett. Der Kopf geht automatisch in die Nickposition. Dann auf einmal ein feiner Vorspieler und los geht das Gemetzel. Kommt sehr geil, vor allem in Kombination mit dem melodischen Riffing. Break. Vorspieler, Ankündigung und ab in den Groove. Guter Song, definitiv.

Bei Disillusionist zeigt man sich ganz modern, schon beinahe slammig. Dann Vorspieler und Attacke, aber recht facettenreich und verspielt. Feines Geballer mit leckerer Melodie. Jo, das passt.

Sechs Minuten lang geht der Rausschmeißer The Final Opponent und hier mischen sie noch einmal alle Zutaten. Modern, brutal, Midtempo, Groove, Melodie, Solo, wechselnder Gesang und Geballer. Mir allerdings dann ein wenig zu verspielt.

Yardfield Colony – The Absorption
Fazit
Yardfield Colony ist auf ihrem Debüt eine gute Mischung aus traditionellem und modernem Death Metal gelungen. Abwechslungsreich und gut überlegt, mir teilweise zu modern und verspielt, aber aufgrund der guten Dosis Melodie echt gut nachvollziehbar. Die Repeattaste zu drücken ist mir nicht schwergefallen. Sie stehen für Blast & Groove Death Metal straight in your face. Klare Ansage und Ziel erreicht.

Anspieltips: White Flag Bloodstained und Braincell Panic
Michael E.
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