Abomination – Abomination/Tragedy Strikes

„Die Bibel des Thrash und Death Metals“

Artist: Abomination

Album: Abomination/ Tragedy Stikes

Spiellänge: ca. 135 Minuten

Genre: Death Metal / Thrash Metal

Release: 04.11.2011

Label: Nuclear Blast Records

Link: Abomination

Bandmitglieder:

Gesang – Paul Speckmann
Gitarre – Dean Choiles
Schlagzeug – Aron Nickeas

Tracklist CD 1:

  1. The Choice
  2. Murder, Rape, Pillage And Burn
  3. Reformation
  4. Redeem Deny
  5. Possession
  6. Suicidal Dreams
  7. Life And Death
  8. Victim Of The Future
  9. Tunnel Of Damnation
  10. Follower
  11. Impending Doom
  12. Over The Edge
  13. Reformation (Demo 1988)
  14. Impending Doom (Demo 1988)
  15. Curses Of The Deadly Sin (Demo 1988)
  16. Tunnel Of Damnation (Demo 1988)
  17. Follower (Demo 1988)

Tracklist CD 2:

  1. Blood For Oil
  2. They’re Dead
  3. Pull The Plug
  4. Will They Bleed
  5. Industrial Sickness
  6. Soldier
  7. Kill Or Be Killed
  8. Oppression
  9. Face In The Crowd
  10. You Could Be Next
  11. Take A Sip Of Power
  12. Man Created God
  13. Mistaken Reality
  14. Victim Of The Future (Demo 1987)
  15. Social Outcast
  16. Raping The Grave
  17. Possession (Demo 1987)
  18. Doomed By The Living
  19. The Truth

Abomination und vor allem Paul Speckmann dürfte jedem, der es im Metal-Bereich etwas härter mag, ein Begriff sein. Am 04.11.2011 darf sich die Fangemeinde über ein Re-Release der in den Jahren 1990 und 1991 erschienen Alben Abomination und Tragedy Strikes freuen. Wer jetzt zurückrechnet, wird bemerken, dass wir es hier mit einem sage und schreibe elf beziehungsweise zehn Jahre alten Album zu tun haben. Also muss ich dies bei meinem Review natürlich mitbedenken.

Das Cover des Doppelalbums ist nicht, wie erst von mir vermutet, identisch mit einem der beiden ursprünglich veröffentlichen Covern. In einem rot-orangen Farbverlauf prangert der Bandname über einem Portraitbild eines Teufels. Dem Genre entsprechend, finde ich das Cover sehr passend, doch glaube ich nicht, dass es so ausgefallen ist, dass es mehr auffällt als die anderen im CD-Regal.

Musikalisch haben die 36 (sechsunddreißig) Songs einiges zu bieten.

Die bekanntlich eher Trash Metal lastige erste CD ist die Neuauflage des 1990 erschienenen Albums Abomination. Natürlich hört man ihr das Alter an und der Klang ist nicht mehr mit aktuellen CDs anderer Thrash Metal-Bands zu vergleichen, doch haben wir es mit einem Urgestein der Death Metal/Thrash Metal-Geschichte zu tun. Die Songs sind allesamt mit eingängigen Riffs versehen und das metallisch scheppernde Schlagzeug erzeugt einen passenden Gegenpol. Die Stimme des Sängers Paul Speckmann klingt sehr typisch, Sprechgesang und geschriene Parts wechseln sich immer wieder ab. Den Abschluss der ersten Platte machen vier Demosongs aus dem Jahr 1988, wobei mir der Song Follower am meisten auffällt. Hier arbeitet Abomination mit sehr schnellen Riffs, die – im Vergleich zum Rest des Albums – sehr hervorstechen.

Die zweite CD ist mit der Neuauflage des 1991 erschienenen Albums Tragedy Strikes bespielt worden. Abomination drehen hier etwas an der Temposchraube und zeigen einen für die Band sehr typischen Klang, der aber etwas abwechslungsreicher als auf dem Debütalbum Abomination ausfällt. Gitarrensoli werden hier häufiger verbaut und das Schlagzeug darf auch ab und an mal die „erste Geige“ spielen.

Natürlich hört man auch diesem Album das Alter an und somit ist auch hier ein Vergleich mit aktuellen Alben anderer Bands extrem schwer. Das auf dem ersten Album als Bonus-Demo enthaltene Lied Follower ist hier in der stark veränderten Albumversion vertreten. Das Stück klingt hier etwas überladen und ich kann nicht leugnen, dass das Demo mir besser gefiel.

Wie auf der ersten CD, sind auch hier wieder vier Demotracks anwesend, die aber nicht aus dem selben Jahr stammen, sondern noch ein Jahr älter sind (1987). Ich würde die Demos als eher experimentell bezeichnen, denn zum Beispiel wirkt der Song Possession schon fast disharmonisch in Gesang und Schlagzeug, wird dann aber durch einen „Sauflied“-ähnlichen Part, aufgepeppt.

Fazit: 1999 erblickte das letzte Album der Band Abomination die Welt der Datenträger (CD und LP). Somit sind bis heute zwölf (!) Jahre ins Land gestrichen und Abomination ist bei den meisten aktuellen Metalfans aus dem Kurzzeitgedächtnis verschwunden. Mit der Neuauflage der ersten beiden Alben inkl. der Demotapes hat die Band rund um den Kult-Bassisten und Sänger Paul Speckmann die Chance, die Fangemeinde wieder aufzuwecken. Ich denke, jeder, der die Songs der Band kennt, wird vor allem mit den Bonustracks seine Freude haben und alle anderen, die Death Metal bzw. Thrash Metal hören, sollten auf Grund des Kultfaktors zuschlagen. Auch wenn die Musik nicht ganz meinem Geschmack entspricht, ist das Doppelalbum mit seinen 36 Liedern sein Geld auf jeden Fall wert. Anspieltipps: Follower (Demo 1988), Mistaken Reality & Possession (Demo 1987)
Kai R.
8
8
Weitere Beiträge
The Pinpricks – Bait EP