Black Stone Cherry – The Human Condition

Die neuen Songs werden noch anspruchsvoller verpackt

Artist: Black Stone Cherry

Herkunft: Edmonton, USA

Album: The Human Condition

Spiellänge: 46:41 Minuten

Genre: Southern Rock, Rock

Release: 30.10.2020

Label: Mascot Records / Mascot Label Group

Link: http://www.blackstonecherry.com/

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Chris Robertson
Gitarre, Gesang – Ben Wells
Bassgitarre, Gesang – Jon Lawhon
Schlagzeug – John Fred Young

Tracklist:

  1. Ringin‘ In My Head
  2. Again
  3. Push Down & Turn
  4. When Angels Learn To Fly
  5. Live This Way
  6. In Love With The Pain
  7. The Chain
  8. Ride
  9. If My Heart Had Wings
  10. Don’t Bring Me Down
  11. Some Stories
  12. The Devil In Your Eyes
  13. Keep On Keepin‘ On

Die Männer aus Kentucky haben ihr siebtes Studioalbum mit dem Titel The Human Condition in diesem Jahr eingespielt und werden es in wenigen Tagen veröffentlichen. Die Rede ist von den erfolgreichen Southern Rockern Black Stone Cherry, die in über 45 Minuten elf neue Nummern anstimmen. Das ganze Album wird auf Red Transparent Vinyl, Limited Edition CD Boxset und, wie im Jahre 2020 üblich, digital erhältlich sein. Das Duell bleibt wie bei den beiden letzten Veröffentlichungen dasselbe. Die Amerikaner streifen Mainstream Handschriften, drehen in Overground Gefilde ab und versuchen mit feinen Hooks ein griffiges Album zu präsentieren, welches sowohl gut sortierten Rockern gefallen, aber auch in Radiostationen aufgelegt werden kann. Das graue Design des Artworks lässt vermuten, dass die Partybeats wegradiert werden. Die ernsten Gesichter der Musiker lassen ebenfalls keine Vermutung aufkommen, dass hier zu einer Spaßveranstaltung eingeladen wird.

Ringin‘ In My Head, der Opener, bringt warmen Wüstenwind in die heimische Bude. Einladend greifen alle Protagonisten nach der Hand des Käufers. Einladend, warmherzig bleiben die Gesichter ernst. Wer Chris Robertson von den Anfängen kennt, weiß, dass er schon immer ein guter Sänger war. In den letzten Jahren spürt man jedoch ein neu gewonnenes Feuer. Charismatisch kann er nicht nur die Frauen der Schöpfung um den Finger wickeln. Glatt und kantig zugleich leben die Werke mindestens zur Hälfte von den Vocals. Im Gleichschritt mit Ben Wells an der zweiten Gitarre und Jon Lawhon am Bass bringen sie ihre Instrumente in den gewohnt hochwertigen Einklang zu den Lyrics. Kleine Soli beleben das Geschäft, Refrains bringen Fans in die erste Reihe und Black Stone Cherry beherrschen einfach alle Zutaten, die man für ein gutes Album braucht. Bringen wir die Medaille mal ins Rotieren und versuchen, The Human Condition mit den Interessen unserer Leser abzugleichen. Metalheads dürften hier weniger zugreifen. Allen Rockfans, egal welcher Subgenres, kann man When Angels Learn To Fly oder Ride empfehlen, wenn man neben griffigen Riffs auch mal was zum Träumen braucht.

Black Stone Cherry – The Human Condition
Fazit
Gesanglich stark, technisch top und zudem weiter mit der Erwartung gewachsen, bringen Black Stone Cherry eine hervorragende Performance auf The Human Condition unter. Bei meiner Frau laufen die Scheiben der Amerikaner rauf und runter. Ein neues Highlight dürfte ab Ende Oktober dieser Silberling werden. Abstriche in der B-Note mache ich nur aus dem Grund, dass die wilderen Southern Atmosphären für meinen Geschmack noch öfter demonstriert werden können. Es bleibt dabei: The Human Condition erfüllt alle Erwartung und sollte bei Anhängern für keine langen Gesichter sorgen.

Anspieltipps: Ringin' In My Head und Live This Way
Rene W.
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