Photo by Dark Zodiak

Dark Zodiak – Track by Track zu „Ophiuchus – The Thirteenth Sign Of Zodiac“

Bandgründer und Schlagzeuger Dieter über Idee, Umsetzung, Pleiten, Pech & Pannen

Wahrscheinlich sind die allermeisten von euch in den letzten Jahren schon einmal über Dark Zodiak aus dem Süden Deutschlands gestolpert. Die Female-Fronted Death/Thrash Metal-Band wurde bereits 2011 im baden-württembergischen Wutöschingen-Eggingen von Schlagwerker Dieter Schwarz gegründet und mischt seitdem den Underground gewaltig auf. Seit 2014 ist auch Dieters Ehefrau Simone festes Bandmitglied und veredelt mit ihren krassen Vocals die eh schon fiese Old School-Mixtur, die sie bisher auf den beiden starken Alben See You In Hell (2014) und Landscapes Of Our Soul (2017) festhalten konnten. Zwischenzeitlich stehen Dark Zodiac mit ihrem dritten Album Ophiuchus – The Thirteenth Sign Of Zodiac (hier geht es zu unserem Review) in den Startlöchern, welches am 30. Januar 2021 in Eigenregie veröffentlicht wird.

Grund genug, Bandgründer Dieter zu bitten, uns und euch die einzelnen Songs von Ophiuchus – The Thirteenth Sign Of Zodiac, Track by Track, mit seinen eigenen Worten zu erläutern. Lest hier, was er zu Idee, Umsetzung, Hintergrund, Pleiten, Pech & Pannen, Studioarbeit … etc. zu sagen hat:

Photo by Dark Zodiak
Do More Say Less

Den Song haben wir schon im Januar 2020 aufgenommen, damals war Basti noch mit im Studio. Im Frühling wurde er als Single-Release rausgebracht! Allerdings haben wir diesen Song Bass/Gitarrentechnisch noch mal aufgenommen, damit er zur CD passt!

Der Song beschäftigt sich mit dem Phänomen der Großmäuler, die nur heiße Luft produzieren, nicht verantwortlich handeln und sich dann noch hinter der Anonymität der sozialen Medien verstecken … Eigentlich sollte es noch ein Video dazu geben, doch der Lockdown ließ schon den Drehtermin platzen und so liegen die Pläne grad auf Eis.

Heaven, Earth And Beneath

Hier entstand bewusst ein Knüppelsong! Den habe ich im Frühjahr aus dem Boden gestampft und im Proberaum klingt dieses Teil irgendwie noch härter als auf CD! Wir sind sehr auf die Live-Wirkung gespannt und freuen uns jetzt schon auf einen heißen Moshpit.

Invisible Apocalypse

Für diesen Song hatte ich zu viele Ideen, wir haben den im Proberaum x-mal angespielt, umgebaut und so richtig zünden wollte der nicht! Irgendwann wurde der auf die Seite gelegt und schwupp, in diesem Frühling funzte das dann.

Ophiuchus

Simone hatte den Titel und das Thema schon länger im Kopf, denn die Mythologie dahinter hat sie echt angesprochen. Intelligent und privilegiert sein, es gut zu meinen, sich aber maßlos zu überschätzen, Gott spielen zu wollen und sich dadurch ins Unglück zu stürzen …, diese Thematik kommt doch nie aus der Mode. Allerdings fehlte der Song dafür. Wir wollten für den Albumtitel was richtig Cooles komponieren, das auch viele Facetten abdeckt. Außerdem sollte er etwas atmosphärisch sein / sphärisches haben, zum Sternenhimmel und Sternzeichen passend. Laut der ersten Rückmeldungen ist uns das, glaube ich, ziemlich gut gelungen!

Destroy Destruction

Der Song ist der älteste Song auf der Scheibe, er wurde 2019 schon geschrieben und sogar auch schon live gespielt. Im Studio waren wir, glaube ich, länger am Gangshouts einsingen, weil alle da mal reingrölen wollten, als Simone für den ganzen Take gebraucht hat. War ja aber auch von Anfang an als Mitsing-Song gedacht …, und das funktioniert.

Humor

Witzigerweise war das eher der unscheinbarste Song ohne Simones Gesang und Idee für den Songtitel. Aber dann war hier das Gelächter zum Song aufzunehmen die Schwierigkeit. Über einen Aufruf im Netz haben sich leider nicht viele gemeldet. Auf Kommando lachen geht irgendwie auch nicht! Daher hab ich einfach mal heimlich ein Mikro im Proberaum installiert und eine Probe aufgenommen. Ergebnis hört man ja …, wir hatten echten Spaß!

From Thrash Til Death

Hier haben wir ganz bewusst passend zum Thema Thrash und Death Elemente miteinander verarbeitet. Simone war auch gleich klar, dass hier ein paar Pig Squeals verarbeitet werden müssen.

Die Ursprungsidee zum Song beruht auf unserem JuZe-Event From Thrash Till Death, das wir 2016 zum ersten Mal ins Leben gerufen haben. Mittlerweile haben wir daraus ein kleines Festival mit sechs Bands gemacht und hoffen, dass wir mit dem Song das JUZ Tiengen beim Heimspiel zerlegen.

2020 A.D.

Die Idee und Umsetzung zum Song entstand gleich während des ersten Lockdowns. Klar, dass sich dieses Thema aufdrängte. Wir wollten bewusst einen schwermütigen, trägen Song daraus machen, der wie eine Dampfwalze über uns und unser bisheriges Leben rollt. Im Studio meinte Christoph Brandes (Iguana Studios), dass ihm da noch was fehlt am Anfang, dann entstand quasi im Studio das Anfangsgitarrensolo.

Total Freedom

Ich wollte unbedingt zehn Songs auf der CD haben, diesen habe ich ganz am Schluss geschrieben, da waren wir schon mit einem Fuß im Studio.

Ignorance

Der Song fand im Studio seine Endversion! Ursprünglich war der Song viel länger, was dem Ganzen aber irgendwie die Stärke nahm. Daher bauten wir den im Studio noch ein wenig um und haben sogar ein paar fertig produzierte Teile rausgelöscht. Und jetzt knallt er.

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