Die Verlorene Tochter

Zehn Jahre in Ungewissheit und der Schatten löst sich nur sehr langsam auf

Filmtitel: Die Verlorene Tochter

Sprachen: Deutsch

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Laufzeit: ca. 269 Minuten

Genre: Thriller, Drama

Release: 14.02.2020

Regie: Kai Wessel

Link: https://www.edel.com/entertainment/

Produktion: Edel Motion

Schauspieler:

Henriette Confurius, Christian Berkel, Götz Schubert, Claudia Michelsen, Hildegard Schmahl

Die sechsteilige ZDF-Miniserie Die Verlorene Tochter feiert diesen Monat Heimkino Startschuss. Nachdem die Produktion über ZDF veröffentlicht wurde, können sich alle Serien-Junkies den Krimi bzw. das Drama in die eigenen Wände holen, ohne an feste Sendezeiten gebunden zu sein. In ca. 269 Minuten führt die Regie um Kai Wessel den Zuschauer durch eine authentische wie emotional stickige Abfolge, die man durchaus schon in der Realität lesen musste.

Die Story von Die Verlorene Tochter:

Zehn Jahre ist es her, dass Isa in der schwülen Sommernacht des Schulfestes spurlos verschwand. Es gab keine Zeugen, keine Hinweise, nichts. Zehn Jahre voller Gerüchte, Ahnungen, Ängste und offener Fragen. Isas Verschwinden hat den Ort verändert, denn jeder in Lotheim war berührt von der Tragödie. Und jeder ist berührt, als Isa plötz­lich und vollkommen unerwartet wieder auftaucht – ohne Erinne­rung an das, was passiert ist. Neue Gerüchte tauchen auf: Kann sich Isa wirklich nicht erinnern? War vielleicht alles inszeniert? War sie der Engel, als der sie in den letzten Jahren galt? Und ist es überhaupt Isa, die da zurückgekommen ist?

Die verlorene Tochter erzählt ein geheimnisvolles Familiendrama vor dem Hintergrund eines scheinbaren Verbrechens, eine Geschichte von vernarbten Wunden, über die Bedeutung von Familie, von deutschem Leben in der Provinz und von der Suche nach Wahrheit, Liebe und Glück. Und sie erzählt von Flucht – auch vor der eigenen Erinnerung.

Die Verlorene Tochter
Fazit
Die Verlorene Tochter rollt eine Thematik auf, die in unserer verschrobenen Welt leider kein Einzelfall mehr ist. Das geliebte Kind ist weg und wie vom Erdboden verschwunden. Nach zehn Jahren taucht dieser verloren geglaubte Mensch wieder auf, aber ist er noch derselbe? Emotional eine stets brandheiße Handlung, die den meisten einen Schauer über den Rücken jagen dürfte. Die Schauspieler um Henriette Confurius und Christian Berkel prägen die Verfilmung mit einer Hingabe, die für diese Rollen verpflichtend ist. Diverse Eckpunkte lassen eine authentische Handschrift jedoch abhandenkommen. Konfus und nicht reallife bezogen, muss man mehr als ein Auge zudrücken. Der Schnitt ist öfter von schnellen Abfolgen geprägt - aufpassen muss man in den fast fünf Stunden zwingend. Die Landschaften und Kulissen wurden geschickt gewählt, das Auge isst bekanntlich mit. Trotzdem kann mich Edel Motion mit Die Verlorene Tochter nur bedingt überzeugen. Die Aufarbeitung birgt interessante Facetten, lässt hier und da die Zügel zu locker und schafft es nicht, den Zuschauer im heimischen Sessel zu fesseln. Für lockere Drama-Abende taugt die Miniserie alleine schon durch die top Besetzung, der man noch mehr hätte zutrauen können.
Rene W.
7.2
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